Anne Merkel

 

Geboren am 07.11.1969, Sprung in den Tod am 24.03.2024

 

 

 

Anne am 06.02.2024, vor der Sprachenschule - Idea Language School - in Calera, Valle Gran Rey, La Gomera

 

 

 

 


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Peter Thiel

22.04.2024

 

 

 

Anne-Dore Merkel

Geboren am 07.11.1969

Sprung in den Tod am 24.03.2024

 

Ein Traum zerschellte, mein Traum zerschellte.

In dem scheinbar unauflösbaren Dilemma von Bindung und Freiheit wählt Anne den Tod.

 

Beisetzung am 17.05.2024 um 13 Uhr.

 

 

 

„Du schaust umher und siehst nicht, wo du stehst im Üblen,
Nicht, wo du wohnst, und nicht, mit wem du lebst –
'Weißt du, von wem du bist?“

– Sophokles: König Ödipus

 

 

In der Woche vom 11.03. bis 15.03.2024 stand für Anne ein wichtiger Termin mit ihrem Mitgesellschafter von der HU-MA Pflege GmbH in Berlin-Hohenschönhausen auf dem Programm.

Anne begab sich am 17.03.2024 in die Klinik Hedwigshöhe in Berlin-Treptow.

Am 24.03.2024 sprang Anne in Berlin Hohenschönhausen in den Tod.

Anne war zulezt nicht verzweifelt, sie war entschlossen, sie wollte mit ihrem Sprung in den Tod wie Jan Palach ein Signal setzen.

Daher war ihr vermutlich am Morgen des 24.03.2024 in der Klinik Hedwigshöhe kein Zeichen von Depression anzumerken, den sie war entschlossen zur Tat.

 

 

 

Gedenken an Jan Pa...

Undatiertes Foto von Anne eingestellt auf:

https://www.fotocommunity.de/photo/gedenken-an-jan-palach-anne-merkel/16974046

https://www.fotocommunity.de/user_photos/1275175

 

 

Jan Palach (* 11. August 1948 in Prag; † 19. Januar 1969 in Prag) war ein tschechoslowakischer Student, der sich aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings und gegen das Diktat der Sowjetunion selbst verbrannte. Er wollte damit, knapp fünf Monate nach dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten in die ČSSR, ein Zeichen gegen die Rücknahme der Reformen der Regierung Alexander Dubčeks und die daraus folgende Lethargie und Hoffnungslosigkeit der tschechoslowakischen Öffentlichkeit setzen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Palach

 

 

Ob es sinnvoll war, der Sprung in den Tod?

Für Anne wohl, sonst hätte sie es nicht getan.

 

 

Meine Traumfrau zerschellte am Boden, ein Traum wich einem Albtraum.

Der Schock sitzt tief, von jetzt auf gleich, weg, einfach weg, nie wieder da.

Keine Ankündigung, keine Zeit zum Abschied nehmen, einfach nicht mehr da.

Was fühltest Du, liebe Anne, als Du gegangen bist, Deinen Sohn zurücklassend, Deine Eltern, Deine Schwester, Deine Freunde, mich.

 

 

In der Klinik in Lübben - so schreibt es Anne in ihrem Bericht - 1991 misshandelt, Annes Tod trat am 24.03.2024 ein.

 

 

Über mich
Ich bin, weil ich sehe, höre, rieche, schmecke...
Ich lebe mal leise, mal laut...

Fotografie hält fest, mehr nicht.

Meine Erinnerungen sitzen tiefer und sind genauer als je ein Foto es zu seien vermag.

Wenn Aufnahmen es schaffen Gefühle, Gedanken, Assoziationen auszulösen haben sie mehr erreicht als nur ein perfekt technisches Foto zu sein.

Perfektion zerbricht schneller als eine Seifenblase die durch den Wind getragen wird.


Unterwegs auf verschiedenen Wegen...

Einlassen

Tauche ein in die Tiefe der Meere,
schwimme mit den Fischen um die Wette,
habe Angst vor dem Hai.

Springe hinauf in die Höhe,
spüre die Sphäre,
fliege mit den Vögeln frei am Himmel,
habe Angst vor der Gier des Adlers.

Renne mit dem Wind wirbelnd im Kreis,
tanze mit den fallenden Blättern,
und spüre die Lebendigkeit,
die mir mein Leben bedeutsam macht.

Anne Merkel

 

 

 

Liebe Anne, du warst sehr tapfer, Du wolltest im Leben sein, glücklich, aktiv, Dein Leben gestalten, Frau sein, so habe ich Dich kennen und lieben gelernt.

Du hat mit den finsteren Mächten vom Todesstern gerungen, die Dich schließlich - Du warst sehr geschwächt - getötet haben.

 

 

Ich bin dreifach schwer verwundet:

1. Der Verlust

2. Das Wissen um Annes Leiden in den Zeiten ihrer Krisen

3. Die Frage nach der eigenen Veranwortung. Hätte ich die Gefahr sehen, den tödlichen Ausgang stoppen können?

 

Die Frage nach der Veranwortung anderer Menschen für den Tod von Anne und die Infragestellung todbringender gesellschaftlicher Strukturen steht im Raum. 

NIcht alle haben den Mut, sich selber kritisch zu befragen, statt dessen faseln sie lieber von Annes angeblicher "psychischer Erkrankung", um sich nicht der eigenen Verantwortung zu stellen.

Ich glaube nicht an das unausweichliche Schicksal, an dessen Ende Annes Sprung in die Tiefe stand.

Wir haben Chancen suizidale Krisen aufzulösen und einen Suizid zu verhindern, wenn wir das richtige tun und fühlen.

 

 

Der Tod von Anne hätte verhindert werden können, wenn:

1. Anne mir unmissverständlich gesagt hätte, was bei ihr in der Vergangenheit schwere Krisen auslöst hat (Trigger) und wie in einem solchen Fall von mir oder anderen zu verfahren ist, damit sich eine neue Krise nicht zu einer suizidalen Krise oder gar einen Suizid verstärkt, sondern abschwächt. Ich wusste von Annes Psychiatrieaufenthalten 1991 in Lübben und - undatiert - im Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge aus dem sie über einen hohen Zaun flüchtete. Offenbar war ihr dort nicht gestattet, die Klinik nach Belieben zu verlassen. Ich wusste von ihr von einem Vorfall mit Tabletten, die sie in Überdosis geschluckt hatte, ich wusste nicht, dass das wohl im Dezember 2023 war und dass sie nach der Einnahme zwei Tage "durchgeschlafen" hatte. Es hätte also sein können, dass sie das am 11.03.2024 wiederholt hätte, ich bin an dem Tag ahnungslos für einige Tage in die Uckermark abgereist.

2. Ich am Tag des Kipppunktes am Montag den 11.03.2024 bei Anne geblieben wäre und mit ihr ihre aktuelle Situation besprochen hätte. Von der Bedrohungslage wusste ich aus Mangel an Informationen nicht, daher reiste ich ab.

3. Anne hatte in der Woche meiner Abfahrt, eine Besprechung in der HU-Ma, so hat sie es mir gesagt. In der schlechten Verfassung in der sie nach meiner Abfahrt gestürzt war, hätten sie den Termin nicht ohne Beistand wahrnehmen dürfen. Besser noch absagen müssen.

4. Fahrlässiges Handeln der Klinik Hedwigshöhe?

Anne begab sich am 17.03.2024 in die Klinik Hedwigshöhe in Berlin-Treptow, in der sie schon seit 2003 Patientin war.

Die Klinik muss aus der Patientenakte und der Anamnese gewusst haben, dass Anne schon mehrfach suizidale Handlungen vollzogen hatte. Aus der Fachliteratur ist bekannt, dass, um so öfter ein Suizidversuch stattfindet, die Wahrscheinlichkeit steigt, dass dieser dann bei der nächsten Krise final vollzogen wird. Die Klinik hätte mich als aktuellen Beziehungspartner kontaktieren müssen, dabei hätte die Klinik feststellen können, ob meine mögliche Mitwirkung an der sogenannten "Behandlung" stabilisierende oder destabilisierende Auswirkung auf Anne hätte. Wenn eine stabilisierende Wirkung zu erhoffen gewesen wäre, dann hätte mich die Klinik aus fachlicher Sicht in die "Behandlung" einbeziehen müssen, es sei denn Anne hätte das ausdrücklich abgelehnt, aber sie hatte zu dieser Zeit per telegram noch Kontakt mit mir, warum sollte sie einen Vorschlag der Klinik, mich einzubeziehen, ablehnen?

5. Falscher Rat von Frank im Zoommeeting am 23.03.2024

 

Do., 21.März
04:00 PM - 05:00 PM
Mein Meeting

Meeting-ID: 847 6423 0784

 

Statt mich zur Vorsicht zu ermahnen und mir eine unmittelbare telefonische Kontaktaufnahme mit der Klinik anzutraten, wiegt Frank mich in falscher Sicherheit, ich soll mir keine Sorgen um Anne machen, er hätte viel mehr Sorge um mich.

6. Auf Grund fehlender Informationen über Annes suizidale Gefährdung nahm ich erst am Vorabend ihres Todes per Mail Kontakt mit der Klinik auf: Meine Mail landete ungelesen im dortigen Spamordner. Das ist nicht entschuldbar, seitens der Klinik müssen die notwendigen Schlussfolgerungen gezogen werden, damit sich so etwas in anderen Fällen nicht wiederholt.

 

 

Hat Anne mich am 11.03.2024 "weggeschickt" und wenn ja warum?

 

Ich habe mit Anne, so gut ich konnte, bis einen Tag vor ihrem Sturz Kontakt gehalten, immer auch in der Sorge, sie könnte sich von mir bedrängt fühlen.

Am 18.03., am 22.03. und am 23.03.2024 rief ich Anne über telegram an, sie nahm nicht ab.

Ich habe Anne auf ihrem letzten Weg - von dem ich nicht wusste, dass er im Tod enden würde - begleitet, in Gedanken, mit Worten, mit Fotos, mit Musik, ich hoffe, das hat ihr geholfen.

 

Unsere letzte Korrespondenz wenige Stunden vor ihrem Tod per telegram:


Anne Merkel, [23.03.2024 20:38]
Ich schaffe es nicht. Es tut mir leid.

Peter Thiel, [23.03.2024 20:44]
Alles o.k. Ich bin an deiner Seite, so oder so.

 

Besser wäre gewesen, ich hätte Anne in meiner Arme genommen und gehalten, ich hätte es versuchen müssen, vielleicht wäre es gelungen.

 

Liebe Anne, ich hoffe den Polizeibericht zu erhalten, in dem die Stelle Deines Aufschlages und Deines letzten Todes vermerkt ist.

Dann werde ich diesen Ort aufsuchen, Dir nah sein und mich mit Dir und Deiner Seele verbinden.

Ich bin sicher, Du wirst es spüren, da ist einer, der Dich bedingungslos und vorurteilsfrei geliebt hat.

 

 

 

Warum schreibe ich diesen Blog?

Um mir Klarheit zu verschaffen.

Klarheit ist mir wichtig und darum schaffe ich Klarheit, so gut es eben geht, auch Anne suchte nach Klarheit, was ihre Biografie betraf.

Alle die den Mantel des Schweigens über die Verfangenheit legen wollen, tun Anne unrecht.

Nur wenn wir wissen, wer wir waren, wer wir sind, können wir ein anderer sein.

Meine Klarheit wird Anne nicht wieder lebendig machen, das weiß ich.

Meine Klarheit kann nicht die große Lücke füllen, die Annes Tod in mein Herz gerissen hat.

Um Rechenschaft abzulegen, vor mir selbst, was andere denken und wie sich sich betäuben, ist mir da nicht wirklich wichtig.

Es ist wie ein Blitz, der in einen Baum einschlägt und ihn spaltet, die eine Hälfte überlebt, die andere stirbt.

Ich habe in meinem Leben zwei schwere Verluste erlitten, der eine Verlust endete nach langer schwerer Zeit in einem Wiedersehen, der andere schwere Verlust ist irreversibel. Es wird kein Wiedersehen, kein Happy-End wie im Hollywood-Film geben.

Ich stehe vor einem Scherbenhaufen, den Annes Tod in mir hinterlassen hat.

Vielleicht kann ich Anne nach und nach loslassen - ich hoffe es - und so meinen Schmerz transformieren in ein Energiefeld, das Anne spürt und das ihr und mir gut tut.

 

 

 

Meine Entschuldigung

Ich wusste nicht, in welcher existentieller Gefahr Anne ist.

Anne hat sich mir mirt vielen Lebensereignissen anvertraut, auch von ihrer Traumatisierung in der Klinik in Lübben, sie hat mir bezüglich ihrer aktuellen Gefährdung aber keine deutlichen Hinweise gegeben.

Kurz vor Schluss ahnte ich ihre schwere Not und das Gefühl ihrer gefühlten Ausweglosigkeit, in der sie den Tod als möglichen Weg gesehen haben muss.

Jetzt weiß ich, dass es blockierte Aggression war, die nach außen drängen wollte und die Anne zum Schluss gegen sich selbst richtete.

 

Anne stürzte sich am 24.03.2024 von einem Haus in der Nähe ihrer Wohnung in Berlin Hohenschönhausen in den Tod.

Deppen und Machtmenschen ohne Herz beherrschen unser Land, und treiben sensible Menschen in den Tod. 

  

Einen Abschiedsbrief und ein Testament hat Anne offenbar nicht hinterlassen.

Es gibt Indizien, dass Anne sich von einem Hochhaus in der Nähe der HU-MA, Rudolf-Seiffert-Straße 11, 10369 Berlin am Fennpfuhl, deren Mitinhaberin sie gemeinsam mit Kai Maschman war, in den Tod gestürzt hat, 24 Minuten zu Fuß von ihrer Wohnung.

 

 

 

 

Der schulmedizinisch-psychiatrische Komplex hat Anne als "psychisch krank" definiert.

Du bist nicht richtig, wir machen dich richtig.

Und bist du nicht willig, dass wir dich richtig machen, so gebrauchen wir Gewalt.

 

 

Der Erlkönig (Johann Wolfgang von Goethe)

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? –
Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif? –
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. –

„Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir;
Manch’ bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.“ –

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht? –
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren Blättern säuselt der Wind. –

„Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.“ –

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort? –
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh’ es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. –

„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt.“ –
Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! –

Dem Vater grauset’s; er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.

 

 

 

Anne war nicht "krank", sondern ein Mensch mit bezaubernden Seiten und gleichzeitig viele Jahre in großer Not und Gefahr, wohl auch mit Handlungen, die andere Menschen belastet oder erschreckt haben.

Was andere als "krank" ansahen, war ein Zeichen von Hilflosigkeit und Angst, ein Hilferuf, der nicht "helft mir" rief.

Annes Sprache, ihre Aggression und ihre Wut war verschlüsselt.

Schlichte Geister konnten ihre Sprache nicht verstehen und die Menschenfresser vom Todesstern wollten Anne nicht verstehen. 

Wo kein Wollen da ist, da kann auch kein Können wachsen.

 

 

Schon oberflächlich gesehen gibt es also Grund, die Dinge kurz und klein zu schlagen, nicht diesen oder jenen Teil des Systems zu zerstören (zum Beispiel die herrschende Klasse), sondern das Ganze en bloc, denn es verspricht nichts mehr, es hat sich in seiner bestehenden Form als unassimilierbar erwiesen. Dieses Gefühl findet sich, in wechselnden Graden der Klarheit, sogar im Gewahrsein.
Wenn wir aber näher hinsehen, unter den Aspekten, die wir eben erörtert haben, so stellen wir fest, daß diese Bedingungen fast genau diejenigen sind, welche den primären Masochismus erregen. Es findet eine dauernde Reizung statt, bei nur partieller Spannungsabfuhr, eine unerträgliche Steigerung der unbewußten Spannungen - unbewußt, weil die Menschen nicht wissen, was sie wol-
len, noch wie sie es erlangen können, weil die Mittel, die sich ihnen bieten, zu groß und unhandlich sind. Der Wunsch nach der letzten Befriedigung, nach dem Orgasmus, wird als Wunsch nach totaler Selbstzerstörung interpretiert. Unvermeidlich also muß es einen öffentlichen Traum von der Weltkatastrophe geben, von riesigen Explosionen, Feuern und Elektroschocks, und die Menschen bemühen sich mit vereinten Kräften, die Apokalypse Wirklichkeit werden zulassen.
Gleichzeitig jedoch wird jeder offene Ausdruck von Zerstörungslust, Vernichtungswillen, Wut und Kampfbereitschaft unterdrückt im Interesse der öffentlichen Ordnung. Schon das Gefühl des Ärgers wird zurückgehalten und verdrängt. Vernünftig, tolerant, höflich und kooperationswillig lassen die Menschen sich herumstoßen. Aber die Anlässe, sich zu ärgern, werden keinesfalls seltener. Im Gegenteil, wenn die größeren Initiativen in die Wettbewerbsroutine der Ämter, Bürokratien und Fabriken kanalisiert werden, gibt es Demütigungen, verletzte Gefühle, kleine Gemeinheiten. Der kleine Arger wächst ständig nach und wird nie abgeführt; die große Wut, welche die große Initiative begleitet, wird verdrängt.

Frederick S. Perls; Paul Goodman; Ralph F. Hefferline: “Gestalttherapie. Grundlagen“, dtv, 1979

 

 

 

Anne hatte am 11.03.2024 keinen tauglichen Notfallplan.

Auf ihrem - nun ersichtlich - untauglichen Notfallplan stand ledglich: Klinik Hedwigshöhe.

Ob die Klinik Hedwigshöhe sich bemüht hat, mit Anne einen soliden Notfallplan, der sie hätte retten können, zu erarbeiten, weiß ich nicht.

Christian Meyer hat ihr vermutlich keinen mitgegeben, eine gespeicherte Telefonnummer im Smartphone ist kein Notfallplan, sondern eine Beliebigkeit.

 

Bei dem Treffen mit Christian Meyer am 12/11/2018 unterstützt er
mich beim Einsortieren vergangener Erfahrungen. Ich nehme wahr,
was für ein unverständliches und unsortiertes Wirrwarr in mir
ist. Er lässt mich meine Augen schließen und ich komme zur Ruhe.
Auf seine Frage, was nimmst du im Augenblick wahr, antworte ich,
„Ich fühle mich allein.“ Ich bin es nicht und doch ist dieses Gefühl
so präsent wie eh und je. Er empfiehlt mir, das Buch von
Stavros Mentzos „Depression und Manie“ zu lesen. Begeistert bin
ich darüber nicht, dennoch nehme ich es mit nach Hause. Der Versuch
es zu lesen scheitert.
Bei einem erneuten Treffen am 10/12/2018 fragt er mich, nach dem
Buch. Ich sage ihm, dass ich es nicht gelesen habe. Er fragt
mich, ob es aufgrund der Fachtermini zu schwierig für mich ist.
Ich verneine. Woran liegt es dann? Ich sage ihm, dass ich seit
Jahren versuche, mich von dem Psychisch-Kranksein zu lösen und
dass ich dieses Buch deshalb nicht lesen mag. Am Ende des Gesprächs
sagt er, dass er glaubt, dass mir gerade das Buch dabei
helfen kann. Mir ist es nicht möglich, seinem Rat nicht zu folgen.
Ich vertraue ihm als Lehrer und glaube, dass er durchaus
weiß, was hilfreich für mich ist. Dieses Vertrauen möchte ich
nicht in Frage stellen. Noch schaue ich ihn nachdenklich an.
„Lies das Buch und schreibe auf, womit du nicht einverstanden
bist, was du aus eigener Erfahrung anders siehst.“ Mit dem Buch
im Gepäck fahre ich nach Hause.


Wo nur gefühlt werden soll, da kann kaum nachgedacht werden.

 

Anne hat oft geschwiegen - sie hatte gute Gründe dafür - Angst vor Unverständnis, Ausgrenzung - auch das hat ihr das Leben gekostet.

Als einer da war, der ihr vorurteilsfrei und wohlwollend zuhörte, konnte sie das auf Dauer nicht annehmen, zu groß war wohl ihre Angst enttäuscht, missbraucht und verlassen zu werden.

Auch hatte Anne sicher Angst davor, sich mir zuzumuten.

 

Soyons réalistes, demandons l’impossible

Seien wir realistisch, versuchen (oder: fordern) wir das Unmögliche.“[1] Tatsächlicher Ursprung ist vermutlich ein Slogan, der während der Pariser Studentenbewegung von 1968 an die Mauer der Sorbonne geschrieben wurde (im Original: Soyons réalistes, demandons l’impossible.).[2]

Einzelnachweise

Guevara zugeschrieben z. B. in: Heilgard Kessler: Individuum und Gesellschaft in den Romanen der Doris Lessing. Frankfurt a. M. 1982, S. 5; Cordt Schnibben: Che Guevara und andere Helden. Hamburg 1997, S. 37.

Herbert Marcuse: Der Friede als gesellschaftliche Lebensform. In Oskar Schatz: Der Friede im nuklearen Zeitalter. München 1970, S. 85; Günther Nenning: Rot und realistisch. Gesamtsozialistische Strategie und Sozialdemokratie. Wien 1973, S. 77.

https://de.wikiquote.org/wiki/Che_Guevara

 

 

Liebe Anne, Krisen kommen und gehen, ich hätte Deine Zumutung in der Krise gern getragen.

Ich hätte Dich gern bis ins hohe Alter glücklich gesehen, so wie auf Gomera, wo mir schien, als gäbe es keine Krisen und keine Todesnähe.  

 

In Liebe und in großer Dankbarkeit.

Peter

 

 

P.S. Ein wunderschönes kurzes Video Dir auf dem Darß habe ich auf Deiner Facebookseite gefunden. Ich muss schmunzeln, wenn ich es sehe.

https://www.facebook.com/100082618404192/videos/1069583257413564

 

 

 

 

„Wenn du fürchtest zu zerbrechen - weißt du niemals wie man tanzt“

Bettina Wegner

(Eingangzitat aus Annes Bericht "Die Auseinandersetzung mit meiner Lebensgeschichte"

 

 

14.02.2024 - 13.03 Uhr - deutsche Zeit: Sprachnachricht von Anne an Peter

Vitale Stimme von Anne, noch ist vom Sinkflug nichts zu bemerken.

Anne sitzt auf der um 12 Uhr - spanische Zeit - von Los Christianos nach Teneriffa.abfahrenden Fähre von Armas
 

23.02.2024 09.24 deutsche Zeit: Sprachnachricht von Anne an Peter

Anne ist nun schon neun Tage in Berlin/Deutschland. Die Frísche und Lockerheit ihrer Stimme ist bereits vermindert. Aber sie wirkt immer noch vital.

 

11.03.2024 18.03 Uhr Sprachnachricht von Anne an Peter von 15 Sekunden Länge, in der man an ihrer Stimme eine starke Niedergeschlagenheit bemerkt.

Hier hätte ich sie zurückrufen und mit ihr sprechen müssen, das hätte ihren Sturz vielleicht aufhalten können, ich habe es nicht getan.

War Anne nicht klar, auf welchen tödlichen Abgrund sie nun zuläuft. Sie hatte doch oft genug schwere Krisen, die vermutlich ähnlich begonnen haben.

 

...

 

Anne Merkel, [23.03.2024 20:09]
Lieber Peter, ich habe gesehen, dass du angerufen hast, bitte sei mir nicht böse, ich kann gerade nicht mit meinem völlig leeren Zustand in Kontakt treten und ich möchte dich nicht voll heulen oder voll jammern. Mir geht's einfach richtig beschissen und ich schätze es sehr wie du versuchst den Kontakt zu halten.
 
Peter Thiel, [23.03.2024 20:16]
Liebe Anne, ich würde mich freuen, wenn du mich noch heute Abend voll heulen und volljammern würdest.
 
Anne Merkel, [23.03.2024 20:38]
Ich schaffe es nicht. Es tut mir leid.

 

 

Danke an die vielen Freunde und Weggefährten von Anne, die sich bei mir nach ihrem Tod gemeldet, mir zugehört, mir von Anne erzählt, mir Fotos geschickt und mein Leid geteilt haben.

Das Netz ihrer engsten Freunde und Helfer - ihnen sei gedankt - verband sich erst nach ihrem Tod - und auf meine Initiative hin - mit mir.

Wäre es anders gewesen, hätte es Chancen gegeben, Anne ins Leben zurückzuholen, bevor sie in den Tod sprang.

Das ist eine Feststellung, kein Vorwurf.

Wir sahen leider nicht, wo der Schlüssel lag, den Anne verloren und nicht von allein wiederfand, der ihr die Tür ins Leben hätte wieder aufschließen können.

 

 

 

Das Gericht

Wir dürfen mit uns hadern und ins Gericht gehen, das ist nur ehrlich und kann uns helfen, dem Leben und uns selbst neu zu begegnen.

Ich  bekenne mich vor meinem inneren Richter als schuldig, Anne am 11.03.2024 oder die Tage danach nicht angerufen zu haben, das hätte sie retten, das Schicksal wenden können.

Ich hätte am 11.03.2024 mit ihr sprechen müssen, mein Impuls, ihr zu Hilfe zu eilen war gelähmt.

Keine Strafe kann meine Schuld löschen, denn es gibt nichts, was zu bestrafen wäre.

Nur Vergebung kann meine Schuld erlösen, Vergebung kann nur von mir kommen, wann sie kommt, ob sie kommt, weiß ich nicht.

 

 

 

Wer war Anne?

  

1997 - 2002 Alice-Salomon Hochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Berlin
1991 - 1994 Krankenpflegeschule an der Spreewaldklinik Lübben Berufsbildende Schule, Lübben (Spreewald)
1986 - 1990 Institut für Lehrerbildung (IfL) "Clara Zetkin", Cottbus
1976 - 1986 Grundschule Görlsdorf, Görlsdorf

https://www.stayfriends.de/Personen/Goerlsdorf/Anne-Merkel-P-8WK0L-P

 

 

Anne Merkel

2022 Geschäftsführerin mt Einzelvertretungsbefugnis der HU-MA Pflege GmbH, gemeinsam mit Kai Maschmann

2021 Geschäftsführerin mt Einzelvertretungsbefugnis der HU-MA Pflege GmbH, gemeinsam mit Kai Maschmann

2020 Geschäftsführerin mt Einzelvertretungsbefugnis der HU-MA Pflege GmbH, gemeinsam mit Kai Maschmann

2019 Geschäftsführerin mt Einzelvertretungsbefugnis der HU-MA Pflege GmbH, gemeinsam mit Kai Maschmann

2018 Geschäftsführerin mt Einzelvertretungsbefugnis der HU-MA Pflege GmbH, gemeinsam mit Kai Maschmann

2017 Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Kai Maschmann Geschäftsführer Einzelvertretungsbefugnis

Anne ist im Jahr 2017 im Unternehmen offenbar nicht als Geschäftsführerin tätig, naheliegend wäre eine Lebenskrise in dieser Zeit.

2016 Geschäftsführerin mt Einzelvertretungsbefugnis der HU-MA Pflege GmbH, gemeinsam mit Kai Maschmann

2015 Geschäftsführerin mt Einzelvertretungsbefugnis der HU-MA Pflege GmbH, gemeinsam mit Kai Maschmann

2014 Geschäftsführerin mt Einzelvertretungsbefugnis der HU-MA Pflege GmbH, gemeinsam mit Kai Maschmann

2013 Eintritt als Geschäftsführerin mt Einzelvertretungsbefugnis in die HU-MA Pflege GmbH

https://www.unternehmensregister.de/ureg/

 

 

 

Wer war Anne, wer und was hat sie in den Tod getrieben?

 

Wen hat Anne in mir gesehen, den guten Vater, der sie in ihrem Sosein bedingungslos liebt und respektiert und dem sie sich deshalb mit ihrer liebenswürdigen Seite einhundert Prozent gezeigt hat?

Anne war für mich nicht die gute Mutter, sie wirkte eher wenig "mütterlich". Von meiner Seite war sie wohl - neben ihrer androgynen Weiblichkeit - auch mit der Rolle der geliebten Tochter oder der jüngeren Schwester, um die man sich kümmert, besetzt, Anne war 8 Jahre jünger als ich.

Sie mochte es nicht, wenn ich ihr, wie bei einem kleinen Kind mit der Rückseite des Zeigefingers zärtlich über die Wange strich. Dabei gehe ich davon aus, dass sie mit ihrer kindlichen Seite genau diesen Impuls bei mir getriggert hat. Vielleicht waren wir dabei, ihre nicht optimal gelungene Pubertät und Ablösung von den Eltern neu zu inszenieren, diesmal vielleicht mit einem besseren Ausgang.

Gleichwohl, wo ich jetzt darüber nachdenke, Anne war auch liebevoll fürsorglich, so begann sie in meinem kleinen Studio in Calera Ordnung zu schaffen, sie fegte und wischte, wusch meine wenige Wäsche, aber alles so liebevoll, dass ich es nicht als übergriffige Bemutterung empfand. In Berlin wusch sie meine Jacke und meinen Rucksack, ohne nach einer Gegenleistung zu fragen.

 

Am Montag den 11.03.2024 kam das System ins Kippen.

Ihren Schatten hat Anne mir nur in Andeutungen gezeigt, zu wenig für mich, um rechtzeitig ihre massive Gefährdung zu erkennen und adäquat reagieren zu können.

 

Gab es - wie N. meint - pränatale/frühkindliche Traumatisierungen", die schicksalshaft zu ihrem Tod führten?

 

anne‘s großer weg, mit all dem licht und dem schatten, endet schließlich, so wie er am 24.3. auf tragische weise endet.
weder die klinik, noch du, noch ich tragen dabei schuld.
anne verlässt uns aufgrund von inneren pränatalen/frühkindlichen traumatisierungen, die sich auf ihrem weiteren lebensweg in retraumatisierenden situationen erneut manifestieren/ sich wiederholen.

 

Könnte Anne noch leben, wenn sie 1991 in der Klinik in Lübben - wie sie in ihrem Bericht vorträgt - nicht misshandelt worden, sondern in ihrem Sosein anerkannt und liebevoll angenommen worden wäre? 

Kein Mensch muss vor der Zeit sterben, wenn in seinen Sosein anerkannt und liebevoll angenommen wird, das gilt vermutlich auch für das vorgeburtliche Sein.

Aus Annes Bericht "Die Auseinandersetzung mit meiner Lebensgeschichte" über ihre lebensgeschichtlich bedingten Krisen und ihre "Psychiatriekarriere", die mit Sicherheit in einer verhängnisvollen zirkulären Selbstverstärkung zu ihrem Suizid am 24.03.2024 beitrugen, aufgeschrieben von Anne im Jahr 2018:


Der Tag zur Beobachtung führte zwangsläufig zur Hospitalisierung.
Aus dem einen Tag wurden 16 Wochen. Nach der Geburt meines Sohnes
und dem Bewusstwerden der Verdrängung des Geschehenen und der Abspaltung
meiner Gefühle kamen weitere 48 Wochen hinzu. Insgesamt
habe ich also 54 Wochen meines Lebens in einer geschlossenen
Psychiatrie bzw. zum Teil in der Tagesklinik verbracht. Ein Jahr
meines Lebens, ausgeschlossen und ausgegrenzt mal mit mehr und
mal mit weniger Mitbestimmung. Wenn ich 100 Jahre alt werde, ist
es nur 1% Prozent meines Lebens, also kein großes Drama oder
doch? Ich denke ja, es gab den Moment als ich beschloß, aus dem
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Leben zu treten. Mein Sohn war damals 3 Jahre alt. Eines Tages
fragt er mich danach. Fragt, ob es mir einmal so schlecht ging,
dass ich mir das Leben nehmen wollte. Ich antworte ihm ehrlich,
dass ich es versucht habe. Er reagiert betroffen und traurig. Er
sagt, dass er froh ist, dass ich noch lebe.
Der unerträglich seelische Schmerz über das Erfahrene ist noch
immer da und befindet sich nach wie vor im Prozess der Heilung.
Ich habe noch immer Angst mich öffentlich zu zeigen mit dem was
ich bin, was ich kann. Nach wie vor ist sie da, die Angst vor
Ausgrenzung.
Erstaunlicher Weise nehme ich das Erlebte jedoch nicht als verpasste
Lebenschance wahr, sondern als eine Herausforderung, als
meine persönliche Lebensaufgabe, an der ich wachse. Mit mir wachsen
daran auch andere Menschen, weil ich sie bewege, berühre, ihnen
ein Spiegel bin.
Erfahren habe ich, dass mir 1991 in der Landesklinik in Lübben
und in der Charité in Berlin mein Selbstbestimmungsrecht genommen
wurde und das obwohl ich Volljährig war. Der stattgefundene Missbrauch
bzw. die stattgefundene Straftat durch den Freiheitsentzug
mit Zwangsfixierung und Zwangsmedikamentierung erfährt keine Gerechtigkeit
keinen Ausgleich. Das Anliegen der Klinik und aller
Beteiligten war sicher Heilung, dennoch habe ich das Gegenteil
erfahren.

Erfahren habe ich auch, dass es Menschen gibt, die zugewandt und
respektvoll handeln. Mich und meine Wahrheit nicht in Frage stellen.
Neben Frau Dr. Kant, Herrn Dr. Stamm, Frau Dr. Gießmann gab
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es dennoch auch in der Zeit danach Ärzte, die mit Druck und Erpressung
handelten und damit wenig zu meiner Heilung beitrugen.
Die therapeutische Begleitung, die ich durch Herrn Kaulard und
Herrn Klein erfuhr, erlebte ich als nährend, haltend und lebensintegrierend.
Entscheidend ist für mich jedoch die Begegnung mit Christian Meyer.
Er gibt mir erstmals, die Sicherheit und einen Raum mit Anderen,
in dem ich sein darf mit alldem was ich bin.

 

...

Meine erste „große Liebe" zu René gab mir das Gefühl, dass ich
meines Selbst wegen liebenswert bin und auch zur Liebe auf längere
Zeit fähig.

Meine Erfahrungen als Unterstufenlehrerin und die daraus gewonnenen
Erkenntnisse sind keine Größenwahnphantasien gewesen. Sie
lassen sich anhand von Fakten wie unter anderen eine Vergleichs-
arbeit begründen. Betrachte ich den Brief, den ich wenige Tage
nach der Einlieferung in der Klinik an eine Kollegin schrieb,
kann ich keine Verwirrtheit erkennen.

Mir ist es an dieser Stelle wichtig aufzuzeigen, was ich 1991 gebraucht
hätte:
(1)ein verständnisvolles, annehmendes Zuhören durch meine Eltern,
(2)einen Arzt, der sich bewusst ist, dass aus einem Tag zur Beobachtung
in einer geschlossenen Psychiatrie Hospitalisierung
die Folge sein kann, zumal er selbst zu dem Schluss kam, dass
er keine Auffälligkeit feststellen kann, folglich auch keine
Einweisungsnotwendigkeit bestand,
(3)wenn dann schon Klinik, eine zwangsfreie Behandlung
(4)und eine therapeutische Begleitung mit Focus aus Annahme.Mir ist es an dieser Stelle wichtig aufzuzeigen, was ich 1991 gebraucht hätte:
(1)ein verständnisvolles, annehmendes Zuhören durch meine Eltern,
(2)einen Arzt, der sich bewusst ist, dass aus einem Tag zur Beobachtung in einer geschlossenen Psychiatrie Hospitalisierung die Folge sein kann, zumal er selbst zu dem Schluss kam, dass er keine Auffälligkeit feststellen kann, folglich auch keine Einweisungsnotwendigkeit bestand,
(3)wenn dann schon Klinik, eine zwangsfreie Behandlung
(4)und eine therapeutische Begleitung mit Focus aus Annahme.

...

Der Tag zur Beobachtung (in der Klinik) führte zwangsläufig zur Hospitalisierung.
Aus dem einen Tag wurden 16 Wochen. Nach der Geburt meines Sohnes und dem Bewusstwerden der Verdrängung des Geschehenen und der Abspaltung meiner Gefühle kamen weitere 48 Wochen hinzu. Insgesamt habe ich also 54 Wochen meines Lebens in einer geschlossenen Psychiatrie bzw. zum Teil in der Tagesklinik verbracht. ...


Erfahren habe ich, dass mir 1991 in der Landesklinik in Lübben und in der Charité in Berlin mein Selbstbestimmungsrecht genommen wurde und das obwohl ich Volljährig war. Der stattgefundene Missbrauch bzw. die stattgefundene Straftat durch den Freiheitsentzug mit Zwangsfixierung und Zwangsmedikamentierung erfährt keine Gerechtigkeit keinen Ausgleich. Das Anliegen der Klinik und aller Beteiligten war sicher Heilung, dennoch habe ich das Gegenteil erfahren. Erfahren habe ich auch, dass es Menschen gibt, die zugewandt und respektvoll handeln. Mich und meine Wahrheit nicht in Frage stellen. ...

...

33. Lebensjahr 03.06. - 25.09.2003 (17 Wochen) Qualitätsbeauftragte bei Vitanas, Ablehnung der Aktenfälschung wegen anstehender MdK-Prüfung
reaktive schwere Depression mit Suizidversuch im Anschluss manische Psychose mit Erleben Teil eines medizinischen Versuchs zu sein

...

48. Lebensjahr 01.09. - 30.11.2018 wiederholte Aufwacherfahrung während des Sommerretreats,
Diebstahl meines Koffers mit samt PC und allen persönlichen Daten aus dem Handgepäck eines Flugzeugs, den ich auf ungewöhnliche Weise wiederbekam
manische Psychose mit Verfolgungserleben und dem Erleben übersinnliche Fähigkeiten zu besitzen anschließende „narzisstische Krise“

Gibt es ein Ende des affektierten und psychotischen Erlebens?

Ich glaube ja. Das Abschließen des Vergangenem, bedeutet Trauma-Heilung, bedeutet Erkennen von Mustern und fühlen von Verletzungen, die ich erfahren habe. Bedeutet Schutz und Grenzziehung. Bedeutet das Heraustreten aus der Ohnmacht, nicht in die Macht aber in das Handeln. Bedeutet die Aufgabe der Opferrolle. Bedeutet
Selbstermächtigung. Bedeutet Leben mit all dem, was sein möchte. Bedeutet Selbstannahme und Liebe.

..."

 

 

 

33. Lebensjahr 03.06. - 25.09.2003 (17 Wochen) Qualitätsbeauftragte bei Vitanas, Ablehnung der Aktenfälschung wegen anstehender MdK-Prüfung
reaktive schwere Depression mit Suizidversuch im Anschluss manische Psychose mit Erleben Teil eines medizinischen Versuchs zu sein

 

Vitanas GmbH & Co. KGaA ist ein privater Pflegeheimbetreiber mit Sitz in Berlin.

Das Unternehmen wurde 1969 auf Anregung des ehemaligen Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Pfarrer Heinrich Albertz, gegründet. Im September 2006 wurde Vitanas von der Zehnacker-Gruppe übernommen. Im Januar 2007 erfolgte die Übernahme einer 50-%-Beteiligung an den zwölf städtischen Pflegeheimen Hamburgs (Pflegen und Wohnen Hamburg GmbH) in einem Joint Venture. Im Rahmen des Verkaufs von Zehnacker an den französischen Sodexo-Konzern wurde Vitanas im Dezember 2008 aus dem Zehnacker-Konzern herausgelöst und von dessen damaligen Hauptgesellschaftern, der Familie Burkart, erworben. Am 14. August 2017 gab der bisherige Geschäftsführer Nikolai P. Burkart den Verkauf der Vitanas Holding als auch der Pflege und Wohnen Hamburg GmbH an Oaktree Capital bekannt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Vitanas

 

 

 

Anne erzählte mir, dass sie bei einer Zwangsfixierung in der Klinik in Lübben ihren Kopf mehrmals sehr heftig gegen den Unterboden geschlagen hat, so dass schwerste Verletzungen hätten eintreten können. Die im Dienste der Klinik in Lübben stehende Straftäter - wie Anne sie nannte - hatten Annes Kopf offenbar nicht fixiert. Sie hätten sie annageln müssen, um ihre totale Ohnmacht herbeizuführen.

Auch Folterknechte vergessen dann und wann, ihre Foltereisen im Feuer heiß zu machen und die Daumenschrauben regelmäßig zu ölen.

 

Neben dem zehnseitigen Bericht von Anne soll es noch 100 Seiten schriftlicher Aufzeichnungen von Anne geben, wie mir Martina am 06.04.2024 sagt.

Mal schauen, ob ich Annes Aufzeichnungen, die sich in ihrem Nachlass befinden müssten, irgendwann einmal noch bekomme.

Ich hoffe, auch den Polizeibericht zu bekommen, der den Polizeieinsatz anlässlich ihres Todes am 24.03.2024 dokumentiert.

 

 

Ich gehe davon aus, dass "die Klinik" in Lübben, die sich heute Asklepios Fachklinikum Lübben nennt, im Jahr 1991 zu Annes Suizid am 24.03.2024 nachhaltig beigetragen hat.

In der NS-Zeit wäre Anne dort höchstwahrscheinlich als "lebensunwertes Leben" und "Ballastexistenz" der Mordaktion T4 zum Opfer gefallen.

 

Der Wandel
der Lübbener „Idiotenanstalt“
zur modernen Landesklinik
von Rosemarie Nopper und Christine Kohlmann

In den Jahren 1873 bis 1875 wurde auf
Beschluß der Niederlausitzer Stände
die „Landesarmen- und Korrigendenanstalt
Lübben“ errichtet. Mit Plätzen für 50
Landarme und 100 Korrigenden (= zu Bessernde)
entstand eine Einrichtung, die 1891
durch Order der Stände des Markgrafentums
Niederlausitz den „Landesarmenverbänden“
zur „Bewahrung, Kur und Pflege von
hilfsbedürftigen Geisteskranken, Idioten
und Epileptikern“ übertragen wurde. Am 1.
April 1893 waren die baulichen Vorbereitungen
zur Umwandlung und Aufnahme der
ersten 47 „Pfleglinge“
in die „Brandenburgische
Idiotenanstalt“
abgeschlossen.

...

1940 wurde die Räumung der Anstalt
verfügt, die Patienten kamen in andere
Einrichtungen. Über die Einzelschicksale existieren
keine Unterlagen mehr.

...

1962 erfolgte die Wiedereröffnung als „Bezirksnervenklinik“
für den Bezirk Cottbus mit insgesamt
300 Betten, gegliedert in Abteilungen für Neurologie,
Psychiatrie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie.

...

Mit der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten
im Oktober 1990 änderte sich die Trägerschaft des
Krankenhauses. Unter der Verantwortung des Landes
Brandenburg begannen 1991/1992 die Umsetzung
der Zielplanung und damit verbunden die ersten Rekonstruktionsarbeiten
für den Modernisierungsprozeß
der Landesklinik Lübben. Sichtbares erstes bauliches
Ergebnis war die Übergabe des Hauses 8 am 28. Februar
1993. Es konnten nun die Behandlungsmöglichkeiten
für 2 der 4 Stationen der Klinik für Kinder- und
Jugendpsychiatrie / Psychotherapie verbessert werden.
Behandlungsschwerpunkt dieser Klinik sind Störungen
im Verhalten und in der Leistung junger Patienten.

...

 

aus: Festschrift Lübben 850 Jahre

Herausgegeben von der Stadt Lübben im Dezember 1999

Der Wandel der Lübbener „Idiotenanstalt “
zur modernen Landesklinik ...............................................................................Seite 156
von Rosemarie Nopper und Christine Kohlmann
.

 

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Das Asklepios Fachklinikum Lübben ist ein Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie in der Stadt Lübben (Spreewald) im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg. Sie gehört der Gruppe Asklepios Kliniken.

Das Haus im Stil der Neuromanik wurde in den Jahren 1872 bis 1875 auf dem Gelände des ehemaligen Wilhelmiterklosters als Landarmen- und Korrigendenanstalt durch die Stände der Niederlausitz erbaut. Ab 1891/1893 wurde das Haus in eine Heil- und Pflegeanstalt der Provinz Brandenburg umgewandelt. Die um 1900 errichteten Erweiterungsbauten wurden von Theodor Goecke geplant. 1913 wurde eine Brandenburgische Idiotenanstalt durch den Brandenburgischen Provinzialverband eröffnet.

Im Dritten Reich kam es zu Zwangssterilisierung und Euthanasie. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Haus durch sowjetisches Militär genutzt. 1962 wurde das Haus als „Nervenklinik für den Bezirk Cottbus“ neu eröffnet. 1977 erfolgte die Umbenennung in „Bezirksfachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie“.

Ab 1990 stand das Klinikum als Landesklinik in der Trägerschaft des Landesamtes für Soziales und Versorgung. Asklepios übernahm das Haus im Oktober 2006.

https://de.wikipedia.org/wiki/Asklepios_Fachklinikum_L%C3%BCbben

 

 

Im Jahr 1991 - so berichtet es Anne, sei ihr in der Landesklinik in Lübben und in der Charité in Berlin ihr Selbstbestimmungsrecht genommen worden, obwohl sie volljährig war. Der stattgefundene Missbrauch bzw. die stattgefundene Straftat durch den Freiheitsentzug mit Zwangsfixierung und Zwangsmedikamentierung - so Anne - hätte keine Gerechtigkeit keinen Ausgleich gefunden.

 

 

Nun liebe Anne, ich habe die Klinik in Lübben mal angeschrieben, die könnten sich ja mal zu Deinen Vorwürfen, die ich für begründet halte, äußern, auch wenn inzwischen 33 Jahre vergangen sind:

 

 

Asklepios Fachkliniken Brandenburg GmbH - Asklepios Fachklinikum Lübben

Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Dr. med. Anastasia Donchin - Chefärztin


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Freundin Anne Merkel, geboren am 07.11.1969 hat sich am 24.03.2024 in Berlin suizidiert.

Anne war 1991 für mehrere Wochen, womöglich auch Monate bei Ihnen untergebracht.

Ich bitte um Kontaktaufnahme, möglichst per Mail.

info@peterthiel.de

Mit freundlichem Gruß

Peter Thiel

0177.6587641

09.04.2024

 

 

Ihre Anfrage wurde erfolgreich weitergeleitet!

Vielen Dank. Wir werden uns schnellstmöglich um Ihr Anliegen kümmern und uns dann bei Ihnen melden. 

 

 

Schon 1964 zeigte Stengel anhand empirischer Daten, dass es zwischen den Gruppen
der Suizidversuche und Suizidhandlungen erhebliche Überschneidungen gibt:
? je häufiger ein Suizidversuch unternommen worden ist, desto größer ist die
Wahrscheinlichkeit eines vollendeten Suizids
? ...
? der „missglückte“ Suizidversuch ist zwar ein bedeutungsvolles Ereignis im
Leben des Betroffenen, das zu entscheidenden Veränderungen seiner
Lebenssituation führen kann; es bleibt aber fraglich, inwiefern diese
Veränderungen zu einer positiven Wende im Leben führen oder letztendlich
doch zum „gelungenen Suizidversuch“, der das Leben endgültig scheitern lässt
? ...

Von Shneidmann wurden anhand eingehender empirischer Studien zehn Signale für
akute Selbsttötungsabsichten veröffentlicht:

...


(2) Frustrierte psychologische Bedürfnisse:
Ein Mangel an Sicherheit, Liebe, Vertrauen, Freundschaft, Erfolg oder
anderen Essentialien, die unser Leben stark bestimmen, ist bei jedem
Suizidenten vorzufinden. „Wo schmerzt es dich ?“ ist nach Sheidman die
beste Frage an diesem Punkt. In den Äußerungen der Patienten geht es
dann häufig um den Verlust eines hohen Wertes (Beruf, Existenzgrundlage,
Partnerschaft, etc.). Dies muss in die Therapieplanung
miteinbezogen werden.
(3) Die Suche nach einer Lösung:
Hier erscheint der Suizid als einzig möglicher Ausweg aus einer Krise
oder einer anderen scheinbar ausweglosen Situation. Diese Suche sollte
später therapeutisch durch ein Problemlösetraining aufgegriffen werden.
Banen42 warnte jedoch vor einer plötzlichen Besserung der Symptomatik
bzw. des Befindens des Patienten ohne Problemlösung als Indikator für
einen akut bevorstehenden Suizid.
...
(5) Hilf- und Hoffnungslosigkeit:


Diese Gefühle, die anderen Gefühlen wie Schuld, Verletztheit oder Trauer
zugrunde liegen, müssen als eigentliche Auslöser für einen Suizid gewertet
werden. Dies wird durch die Theorie der gelernten Hilflosigkeit und
ungünstigen Attribuierungsgewohnheiten sowie einer fast nicht
vorhandenen Kontrollerwartung unterstützt.
...
(6) Einengung der Optionen:
Suizidale, wie Depressive, tendieren zu einem „Alles-oder-Nichts-
Denken“. Es gibt meist nur zwei Alternativen, die auf eine totale Lösung
der Problematik oder dem Suizid hinauslaufen. ...


Adrian Joachim Octavian Kleemann: Haftungsrechtliche Problematik beim Patientensuizid. 2004, S. 11 ff

 

 

In Kliniken werden die meisten Suizide von Schizophrenen begangen. Der
Suizid wird hier bei wiederholter Klinikbehandlung, meist im zweiten bis fünften
Behandlungsintervall vollzogen, wobei das Intervall zwischen letzter Entlassung und
Wiederaufnahme sehr kurz ist. Die betroffenen Patienten nehmen eine wertende
Stellungnahme gegenüber ihren krankheitsbedingten Einschränkungen vor und können
sich zu einem so genannten „Bilanzsuizid“ entschließen. Für den „Bilanzsuizid“ hat
Peters schon 1984 die Definition „überlegte Selbsttötung psychisch gesunder [zur
Tatzeit] Personen als freie Willenshandlung“ geprägt. Die Bilanz des bisherigen Lebens
und der gegenwärtigen Situation wird aufgerechnet, als negativ empfunden und als
Konsequenz die Selbstvernichtung ausgeführt. Die rationale und affektive Freiheit auch
eines solchen Entschlusses wird jedoch von vielen bestritten“

Adrian Joachim Octavian Kleemann: Haftungsrechtliche Problematik beim Patientensuizid. 2004, S. 26

 


 

Ich behaupte, die Versuche im Helfersystem, Annes Leben zu bewahren, waren untauglich, da sie nicht an den Kern ihrer Konflikte gingen, sondern sich immer wieder der selben untauglichen Interventionen aus der Vergangenheit bedienten, die bestenfalls geeignet waren, bei Anne eine kurzfristige Befriedung zu erzeugen, nicht aber die zentralen Konflikte von Anne zu erreichen und so kein wirklicher Frieden geschaffen werden konnte.

Der ungelöste Konflikt - auch das Helfersystem hat versagt - trieb Anne in den Tod.

Das gleiche Versagen der Helfersysteme dürfte auch mit dafür verantwortlich sein, dass eine Vielzahl sich wiederholender suizidaler Krisen - hinter denen immer ein ungelöster Konflikt steckt - in Deutschland jedes Jahr das Leben tausender Menschen kostet.

 

Im Jahr 2022 haben sich deutschlandweit 10.119 Menschen das Leben genommen und somit knapp über 900 Personen mehr als im Vorjahr. Die Selbstmordzahlen halten sich dabei in den letzten zehn Jahren auf einem relativ konstanten Niveau rund um die 9.000er bis 10.000er-Marke. Der Langzeittrend hingegen zeigt eine Abwärtsbewegung: so hat sich die Summe der Suizide seit Beginn der Achtzigerjahre nahezu halbiert.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/583/umfrage/sterbefaelle-durch-vorsaetzliche-selbstbeschaedigung/

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Peter Thiel [mailto:info@peterthiel.de]
Gesendet: Mittwoch, 10. April 2024 08:51
An: 'kundenservice@statista.com'
Betreff: Selbstmordzahlen

Statista GmbH
Johannes-Brahms-Platz 1
20355 Hamburg
kundenservice@statista.com



Im Jahr 2022 haben sich deutschlandweit 10.119 Menschen das Leben genommen und somit knapp über 900 Personen mehr als im Vorjahr. Die Selbstmordzahlen halten sich dabei in den letzten zehn Jahren auf einem relativ konstanten Niveau rund um die 9.000er bis 10.000er-Marke. Der Langzeittrend hingegen zeigt eine Abwärtsbewegung: so hat sich die Summe der Suizide seit Beginn der Achtzigerjahre nahezu halbiert.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/583/umfrage/sterbefaelle-durch-vorsaetzliche-selbstbeschaedigung/



Noch immer verwendet die offizielle Staatssprache - wie etwa beim Statistischen Bundesamt - das schreckliche Wort "Selbstmord", das zeigt, dass unsere angeblich ach so fortschrittliche Gesellschaft Menschen, die sich das Leben nehmen, als Mörder und nicht als Menschen in schwerer Not sieht.

http://peterthiel.de/anne-merkel.html


Peter Thiel

 

Noch immer verwendet die offizielle Staatssprache - wie etwa beim Statistischen Bundesamt - das schreckliche Wort "Selbstmord", das zeigt, dass unsere angeblich ach so fortschrittliche Gesellschaft Menschen, die sich das Leben nehmen, wie im Mittelalter als Mörder ansieht.

 

 

Anne wurde vom psychiatrisch-industriellen Komplex als "manisch-depressiv" ettikettiert.

Völliger Schwachsinn und gefährlich, was die Techniker Krankenkasse dazu auf ihrer Website schreibt.

 

Die Bipolare Störung, auch manisch-depressive Erkrankung genannt, bewegt sich zwischen zwei extremen Polen: Auf der einen Seite erleben Betroffene manische Phasen voller Hochgefühl und Tatendrang, auf der anderen Seite durchlaufen sie depressive Phasen mit Niedergeschlagenheit und einer tief empfundenen Leere. Dazwischen können Zeiträume ohne oder mit leichten Beschwerden liegen. Außerdem kann es zu Episoden kommen, in denen die Stimmung sehr schnell wechselt.

...

Um einem chronischen Verlauf der Bipolaren Störung vorzubeugen, sind eine möglichst frühe Diagnose und ein schneller Behandlungsstart hilfreich. Denn je weniger Krankheitsepisoden die Betroffenen erleben, desto erfolgreicher ist in der Regel die Therapie.

...

Die vorbeugende Therapie zielt darauf ab, die Stimmungslage langfristig zu stabilisieren und einen Rückfall in eine depressive oder manische Episode zu verhindern. Häufig werden Antidepressiva oder Stimmungsstabilisierer wie Lithium verordnet. Daneben kann auch eine psychotherapeutische Langzeitbehandlung hilfreich sein, bei der Erkrankte darin unterstützt werden, (wieder) einen normalen Alltag zu führen. Die wichtigste Voraussetzung für eine gute Prognose ist jedoch, die Diagnose anzunehmen und zu lernen, langfristig mit ihr zu leben.

https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/psychische-gesundheit/weitere-psychische-erkrankungen/manisch-depressiv-leben-mit-bipolaren-stoerungen-2016496?tkcm=ab

 

 

 

Das was als manisch-depressiv oder bipolare Störung bezeichnet wird, ist nichts anderes als eine Dysbalance zwischen dem Wunsch "in der Welt wirken" und den daraus oft resultierenden Rückschlägen, sei es nun, dass einer hoffnungsvoll in eine Ehe startet, voller Elan eine Haus baut und ihn dann die Ehefrau nach vier Jahren Baustelle verlässt, sei es die Gründung eines eigenen Unternehmens, dem ein heftiger Gegenwind entgegenbläst, sei es von Konkurrenten oder wirtschaftlichen Gegebenheiten und Zwängen. Die Folge ist ein Rückzug - in die Depression". Was ist daran "krank", wenn ein Mensch in der Welt wirken will und Rückschläge erleidet. Vielleicht waren seine Ziele zu hoch gesteckt, aber das ist doch keine "Krankheit".

 

Elon Reeve Musk [ˈiːlɒn ˈɹiːv ˈmʌsk] (* 28. Juni 1971 in Pretoria, Südafrika) ist ein südafrikanisch-kanadisch-amerikanischer, vornehmlich in den Vereinigten Staaten, jedoch auch global wirkender Unternehmer, autodidaktischer Ingenieur[1][2] und Milliardär.

...

Während des Produktionsanlaufs des Elektroautos Tesla Model 3 im Jahr 2018 erlebten Tesla und Musk nochmals eine Krise. Ein monatelanger „Rettungseinsatz“, mit dem Musk eine Insolvenz des Unternehmens verhinderte, ebenso wie die vorausgegangene Beziehung mit der Schauspielerin Amber Heard, brachte ihn physisch und psychisch an seine äußersten Leistungsgrenzen.[12][13] Später nannte er diese Zeit „achtzehn Monate von erbarmungslosem Wahnsinn“. Neben einer Depression erlebte er 2018 auch manische Phasen.[4]:268 Er machte in diesem Jahr durch eine Reihe spontaner Aktionen auf sich aufmerksam, die Skandale und Kontroversen auslösten und zu mehreren Gerichtsverfahren gegen ihn führten.

 

 

Bei stark empfundenen Rückschlägen kann die Psyche überfordert sein, aber seit wann ist eine Überforderung eine "Krankheit". Ist mein Auto krank, weil die Luft aus den Reifen entweicht? Muss das Auto jahrelang mit Psychopharmaka ruhiggestellt werden, damit es nicht daran leiden muss, dass seinen Reifen die Luft fehlt. Wenn hier etwas krank ist, dann ist es das psychiatrische System. Da könnte man mal den Nervenarzt hinzuziehen, aber bitte nicht den Lauterbach, der kommt vom Todesstern.

Wie gehe ich mit Niederlagen um, wo kann ich mir Beistand und Hilfe holen, um meine Niederlage / Trauma zu verarbeiten und auf diese Weise wieder aus dem Tal ans Licht zu kommen, das muss gefragt werden.

 

 

Liebe Anne, Du warst eine tapfere, kluge, erotische und lebenslustige Frau, wenn Du nicht in der Angst warst.

Von Deiner Angst hast du mir erzählt, ich habe sie im Kontakt mit Dir aber nicht gespürt, vielleicht war sie auch weit weg, so lange Du mit mir verbunden warst.

Verzeih mir, liebe Anne, dass ich Dich nicht halten konnte, ich hätte es gekonnt, wenn ich es gekonnt hätte.

Ich hätte mit Dir reden sollen am 11.03.2024, als Du Deine Zweifel äußerstes, mit mir eine "Mann - Frau Beziehung" zu haben.

Ich habe nicht nachgefragt, was Du damit meinst, noch habe ich es einordnen können in Deine lebensgeschichtliche Biographie´.

Dies ist mir erst nach Deinem Tod gelungen, auch durch Deinen zehnseitigen Bericht, der, in aller Knappheit wichtige Ereignisse in Deiner Biographe aufzeigt, die schließlich mit zum tödlichen Finale führten:

 

Auslöser und Erleben der manisch-depressiven Psychosen

Frühgeburt meines Sohnes: Trennungserleben zwischen Mutter-Kind, bei tatsächlich räumlichen Getrenntsein,

 

Wir "Schizoiden" sind zu früh und zu heftig Getrennte.

Viele "Schizoide" bauen sich ein Gerüst auf, durch das sie gut überleben können. Dir fehlte ein solches Gerüst, so dass Du bei bestimmten Triggern in Deine frühen Ängste und frühe Verlassenheitsgefühle massiv zurückgestoßen wurdest.

Ich konnte das Verhängnis nicht vorhersehen, sonst hätte ich Dich gehalten.

 

Deine kurz vor meiner planmäßigen Abreise geäußerte Mitteilung, dass Du eine "Mann-Frau-Beziehung" nicht leben kannst, blockierte mich in den Folgetagen.

Du hattest den Zeitpunkt Deiner Mitteilung - vielleicht unbewusst - direkt vor meine Abfahrt gelegt, so dass Du eine Auseinandersetzung vermeiden konntest, weil ja klar war, Peter fährt gleich los, dann habe ich es ihm aber schon mal gesagt.

Auseinandersetzung heißt auch immer Trennung, zumindest im Moment, für Dich wohl gleichbedeutend mit Ohnmacht und quälender Einsamkeit. Das wolltest Du vermeiden.

Statt nachzufragen, was Du damit konkret meinst, dass Du eine "Mann-Frau-Beziehung" nicht leben kannst und mich mit Dir im Austausch - und damit in der Beziehung zu halten - stieg ich in den Zug und fuhr in die Uckermark.

Wenig später, vermutlich am selben Tag, tauchten bei Dir mit voller Wucht Deine alten "unbefestigten" Ängste wieder auf.

Trieb Dich Dein Lebenswille in die Klinik oder hörtest Du wie ein braves Kind auf "guten Rat"?

Du wolltest ja - wie jeder Mensch - auch dazu gehören, da macht man mitunter etwas, was einen noch mehr in die Tiefe zieht.

Dein Seelenfreund Niko, der Dich zuvor viele Monate als guter Schutzengel begleitet hatte, hätte in dieser Krisenzeit zu Dir kommen können. Das war eine Chance, vielleicht hast Du sie gesehen, aber nicht ergriffen, sicher hattest Du und auch Niko Gründe dafür.

Du hättest mich anrufen können, nachdem ich - planmäßig für ein paar Tage außerhalb von Berlin war, aber da warst du wohl schon vom Abwärtssog erfasst.

Ich selbst war zu zögerlich, zu unsicher und darauf bedacht, Dir in deinem Freiheitsdrang nicht zu nahe zu treten, das ließ mich zögern, Dich anzurufen und Dich nach dem Eintritt in die Klinik dort aufzusuchen, Dir die Hand zu reichen und - wenn möglich - dabei zu helfen, Deine Tasche zu packen und gemeinsam mit Dir in Deine Wohnung zu fahren.

Die Klinik Konzept "Psychischer Erkrankungen" konnte Dir nicht helfen konnte, statt dessen verlosch dort Dein Lebenswille von Tag zu Tag und ich bin nicht zu Dir gekommen, um Dich da rauszuholen.

Kliniken und Psychopharmaka heilen keine schwer traumatisierten und destabilisierten Menschen, bestenfalls überbrücken sie die Zeit, bis echte Hilfe eintrifft

Heilen können nur heilsame, liebevolle und achtsame Beziehungen, Klarheit und Sinnfindung, wo Sinn verloren gegangen ist, was nicht heißt, dass es an Kliniken - über eine formale Versorgung - nicht auch gute Fachkräfte gibt, die das eine oder andere Gute leisten.

Aber das System ist ingesamt "krank", daran können einzelne engagierte Fachkräfte, die sich im System bewegen, nichts ändern, eher im Gegenteil, sie stabilisieren mit ihrem guten Tun das System, das in Gänze nichts taugt.

Wer auf der Titanic sitzt und mit seinem Orchester und Psychopharmaka die Leute einlullt, verhindert nicht den Untergang, sondern beteiligt sich an einer großen Lüge.

Mit dem Eintritt in die Klinik hätte ich handeln und das Richtige tun müssen, was ich nicht tat.

Verzeih mir liebe Anne, dass ich die "Spielregeln" nach denen Du auf Grund Deiner Lebensgeschichte auch lebtest und die Dich mehrmals in schwerste Krisen und an den Rand des Todes geführt haben, erst nach Deinem letzten tiefen Sturz in den Tod verstanden habe.

Ich hatte Dich in diesen Krisen nie erlebt und so fehlte mir die Zeit und Gelegenheit, mich mit dieser mir unbekannten Seite von Dir vertraut zu machen, die Spielregeln zu verstehen und gemeinsam mit Dir die Chance einer Neuaufstellung in diesem merkwürdigen Spiel zu ergreifen.

Erst nach Deinem Sprung - ich wusste noch nicht, dass es bereits geschehen war -  stieß ich durch Zufall auf das Buch von Fritz Riemann: Grundformen der Angst, wo ich Dich im Kapitel der schizoiden Angststörung treffend beschrieben wiederfand.

Verzeih mir liebe Anne, dass ich Dich nicht halten konnte.

Danke liebe Anne, für die wunderbare Zeit und die tiefe Erfahrung mit Dir.

 

 

 

 

Wie es zwischen uns anfing

31.01.2024

Ich sitze im Ortsteil Calera im Valle Gran Rey auf La Gomer vor der Zumeria, rechts neben mir sitzt Tanja, die in einer halben Stunde nach San Sebastian und von da aus nach Teneriffa arbreist.

Eine mir unbekannte Frau kommt aus Richtung Treppe zur Sprachenschule und fragt mich, ob der Platz links neben mir noch frei ist.

Ich schau sie an und sage: Auf Sie habe ich gewartet.

Es war Liebe auf den ersten Blick, wie man so schön sagt.

Schlüssel und Schloss passten im ersten Moment 100 Prozent, emotional, geistig und körperlich zusammen.

Schon auf dem gemeinsamen Weg runter an die Playa küssten wir uns, obwohl wir uns grad erst eine halbe Stunde kannten.

Anne hatte sich kurz zuvor mit ihren beiden Wegbegleitern, ein Mann und eine Frau aus Berlin, überworfen, nun ja so was kommt vor.

Auf dem Weg von Teneriffa nach Gomera hatte Anne Martina kennengelernt, die mit ihrem Mann und Tochter nach Gomera kamen. Offenbar entstand zwischen Anne und Martina sofort eine herzliche Beziehung und da Martina und ihr Mann Ansgar den ausgeliehenen Campingbus grad nicht brauchten, sie hatten eine Ferienwonnung im Ortsteil El Guro, stellten sie Anne den Bus zur Verfügung.

Schon am ersten oder zweiten Tag lud mich Anne in ihren Campingbus, der auf dem Parkplatz am Playa del Ingles stand zum Übernachten ein. Wir wurden gleich intim, warum soll man Monate warten, wenn die Energie stimmt.

 

 

02.02.2024

Nach wenigen Stunden sind wir schon ein Paar, so schnell und dennoch so verbunden ging das in meinem Leben noch nie.

Es ist, als ob wir uns schon zehn Jahre kennen, nur ohne Abnutzungserscheinungen, die eine gewöhnliche Ehe mit sich bringt.

Kushan der Schlagzeuger aus Hamburg, der mit Hörby und Micha auch in der Gomeralounge spielt, fotografiert uns spontan, als er uns im Valle Gran Rey am Baby Beach sitzen sieht.

 

 

 

 

 

Auch Rolf K. - ein ehemaliger Berufsfotograf aus der DDR/BRD /Berlin fotografiert uns auf meine Bitte, als wir auf der Strecke Calera - Playa auf einer Bank sitzen. Leider hat er die Fotos verpusselt.

 

Ich erzähle Anne die Methapher von Natrium und Chlor, die sich zu Natriumchlorid NaCl verbinden. Natrium ist ein chemisches Element mit dem Symbol Na und der Ordnungszahl 11. Chlor [kloːɐ̯] ist ein chemisches Element mit dem Symbol Cl und der Ordnungszahl 17. Beide Elemente verbinden sich zu Natriumchlorid. Weil sich die gegensätzlichen Ladungen beider Ionen anziehen, entsteht dabei ein relativ stabiles Gitter – ein Salz. Beim Kochsalz (NaCl) beispielsweise wechseln sich im Salzkristall positiv geladene Natrium- und negativ geladene Chloridionen ab und stabilisieren das Gitter dadurch. Salze haben wegen ihrer hohen Bindungsenergie oft einen relativ hohen Schmelzpunkt, dafür sind sie aber ziemlich spröde.

 

Anne hat wohl einen Sprachkurs in der Sprachenschule von Natalia gebucht.

 

I.D.E.A. LANGUAGE SCHOOL
La Cuestita, s/n 38870
Valle Gran Rey La Gomera Spain
Tel./Fax: 0034 922 807183
Email: info@idealanguageschool.com

 

Anne scheint aber nun kein rechtes Interesse mehr am Sprachkurs zu haben, sie unterhält sich lieber mit mir, was mir nur recht sein kann. 

 

 

04.02.2024

Anne hat mich bei telegram als privaten Kontakt aufgenommen.

Um 11.19 Uhr schickt sie mir das erste Bild, besser gesagt einen kurzen Film, ein kleines Mädchen dreht sich tanzend im Kreis, durch die einprogrammierte Endlosschleife erscheint es, als ob das Kind gar nicht mehr aufhört, sich zu drehen. So sieht sich Anne (auch), wie mir nach ihrem Tod klar wird.

 


Die Angst vor der Selbsthingabe, als Ich-Verlust und Abhängigkeit erlebt. S. 15

Wir wollen uns nun den Persönlichkeiten zuwenden, deren grundlegendes Problem – von der Seite der Angst her gesehen – die Angst vor der Hingabe ist und die zugleich – von der Seite der Grundimpulse her betrachtet – den Impuls zur »Eigendrehung «, das hieße psychologisch also: zur Selbstbewahrung und Ich-Abgrenzung überwertig leben. Wir nennen sie die schizoiden Menschen. S. 20

 

Bewusst wird die Hingabeangst von schizoiden Menschen meist nur als Bindungsangst erlebt. Die Sehnsucht nach Hingabe, die ja auch zu unserem Wesen gehört, staut sich durch die Unterdrückung auf und verstärkt die Angst, so daß Hingabe dann nur noch als sich völliges Sichausliefern als Ich-Aufgabe und Verschlungen-werden vom Du vorgestellt werden kann." S. 29

 

Schon das Mitteilenkönnen einer Angst ist eine Erleichterung. Wenn man das aber nie wagt, weil man fürchtet, sich dadurch den anderen auszuliefern, oder für verrückt gehalten zu werden, wenn man sich ihnen in seiner ganzen Schwäche und Ungeschützheit zeigen würde, kann Angst durch Anhäufung über lange Zeit Grade erreichen, die nicht mehr auszuhalten sind. Dann kann es zu Durchbrüchen der Angst kommen bis zur Psychose als letztem verzweifelten Versuch, der Angst zu entrinnen. Man wird »verrückt«, man »ver-rückt« die realen Maßstäbe und rettet sich in einer irreale Welt, in der man selbst gesund und die Außenwelt krank erscheint - was in manchen Fällen sogar stimmen kann. Man verlegt damit seine Ängste auf Objekte der Außenwelt, wo man sie leichter vermeiden, bekämpfen oder beseitigen kann; vor der Innenangst gibt es kein Entrinnen." S. 48

Fritz Riemann: Grundformen der Angst. Eine tiefenpsychologische Studie. Ernst Reinhardt, Basel/München 1961; 11. Auflage 1976
  

 

 

HIer auf Gomera - 3.704,60 km entfernt von Berlin - kann Anne sich hingeben.

Zurück in Berlin kommen ihre alten Ängste wieder zum Zuge und übernehmen das Kommando.

Am 11.03.2024 kippt das System, hätte ich das Kippen in Richtung Tod stoppen können, wenn ich "das richtige" getan hätte?

 

Anne Merkel, [04.02.2024 11:19]


Peter Thiel, [04.02.2024 15:09]


Peter Thiel, [04.02.2024 16:28]
Bin auf dem Weg.

Anne Merkel, [04.02.2024 16:39]
Hm schön, wir sind jetzt am Babybeach ✨🦋❤️

Peter Thiel, [04.02.2024 16:42]
Soll ich zu euch kommen oder am Machanga warten?

Peter Thiel, [04.02.2024 16:43]

 

Peter Thiel, [04.02.2024 15:41]
Lieber Egon, bist du die nächsten Tage in Vallehermoso, Anne und ich wollen mit dem Auto dorthin einen Ausflug machen.

Egon Scherer, [04.02.2024 19:18]
Wir gehen am Dienstag nach Arguamul bis 17.2.

Peter Thiel, [06.02.2024 11:03]
Würde mit Anne am Dienstag Nachmittag nach Arguamul fahren (Wohnmobil)

Egon Scherer, [06.02.2024 14:28]
wir sind gegen 16:00 dort

 

06.02.2024

Anne hat mich in ihre telegram-Gruppe love - peace - help aufgenommen, die sie offenbar am 20.01.2024 eingerichtet hat und die zum Zeitpunkt ihres Todes ca. 100 Mitglieder hatte: Nach Annes Tod wird die Gruppe umbenannt in peace - love - help, offenbar hat R... eine Administratorberechtigung, was er aber in der Gruppe nicht kommuniziert.

Ich guck mal rein in die Chatgruppe, ist mehr so praktisch orientiert: Ich habe eine Konzerkarte übrig, wer will die haben, ich suche jemand zum musizieren, wer hat Lust.

 

Oder Samenspendervermittlung:

S. K.

Ok, ich spiele Wingman.

Wir suchen einen tollen reflektierter Mann (mit Eier und) Kinderwünsch für einer meinen beste Freundinnen (38)
😁

 

HIer wird von S.K. offenbar ein Zuchtbullle gesucht, ob der dann auch Unterhalt für das Kind zahlt und sich kümmert, scheint mir fraglich.



Anne Merkel, [20.01.2024 19:47]
Mein Anliegen ist, dass wir uns aus unseren Erfahrungen heraus unterstützen. Jemand sucht, braucht, möchte oder wünscht sich etwas, hier entsteht ein space dafür.

Bitte wendet euch per PM an den Fragenden.

Einverständnis ist für mich enorm wichtig, deshalb bitte keine Nachrichten, Tipps, Ratschläge ohne Bedarf etc. posten.

In Liebe und von Herzen Anne

 

Anne Merkel, [21.01.2024 09:25]
Ich möchte gerne in diesem Jahr nach Riga fliegen 🛩 und wünsche eine ortsunabhängige Begleitung, wer hat Interesse?


Anne Merkel, [21.01.2024 18:28]

Ansage von Anne in "ihre" telegram Gruppe

 

Anne zeigt sich hier als Bestimmerin, klare Ansage: Ich möchte hier keine politischen Diskussionen, ich möchte ... .

Da kommt ein wenig die Lehrerin durch, die ihren Kindern sagt, wo es lang geht. Das hat sie vermutlich vón ihrer Mutter gelernt.

Nun ist Anne nicht mehr am Leben und die Gruppe ist dem ungeregeltem Selbstlauf überlassen. So sind von anfänglich 100 Gruppenmitgliedern dann nur noch 63 übrig (18.04.2024). Es fehlt die führende Hand, Anne.

 

Anne und ich fahren vom Valle Gran Rey mit dem Campingbus nach Arguamul, das ist auf der Westseite von Gomera, 10 - 15 verstreute Häuser, recht wild, die Straßen für einen ungeübten Europäer durchaus abenteuerlich zu nennen. Mein Freund Egon, der seit einigen Jahren auf La Gomera wohnt, hat dort ein Haus, was er erst vor zwei Jahren als Ruine gekauft und nun fertig instandgesetzt hat, wir sind heute mit ihm und seiner Freundin verabredet.

Anne fährt das Auto, wie ich finde sehr sicher.

Auf der abwärtsführenden Straße von Chorros de Epina hält Anne in einer Kurve an.

Wir steigen aus, Anne hockt sich zum Pinkeln an den rechten Straßenrand, ich find das toll, dass sie sich in meiner Gegenwart so unbefangen zeigt.

 

 

 

 

Anne und Peter am 06.02.2024, 18.56 Uhr

 

 

 

Anne fotografiert Peter am 06.02.2024, 18.59 Uhr

 

 

 

Kurz vor der Dämmerung treffen wir in Arguamul ein. Beim Einparken am Straßenrand fährt Anne das Auto in eine Kuhle, so dass es nun weder vorwärts noch rückwärts fahren kann und sich zudem in einer ziemlichen Schieflage um seine Längsachse befindet und ich das Gefühl habe, das Auto könnte jeden Moment umkippen und den nur wenige Meter entfernten steilen Abhang 300 Meter in die Tiefe hinunter stürzen. Daher belade ich das Auto auf der talaufwärtigen Seite mit Steinen, in der Hoffnung dass es so in der Nacht nicht umkippt und den steilen Abhang runterstürzt. Am liebsten würde ich bei Egon im Haus schlafen aber Anne meint, das ist doch o.k. wenn wir im schräg stehenden Auto schlafen, so machen wir das auch, ich lass mich auf das Risko ein.

Im Nachhinein ist diese Begebenheit exemplarisch für Annes Leben, aber auch für mich, seitdem ich sie kennengelernt hat, Anne ist so dicht am Abgrund gebaut, dass es schon bei gering anmutenden Destabilisierungen / Triggern, in den Abgrund gehen kann und ich lass mich auf das Abenteuer Anne ein. Während ich die mir gefährlich erscheinende Situation mit Steinen stabilisiere, erscheint Anne unbekümmert, als ob da nichts zu befürchten sei. Vielleicht hat sie dem Tod schon zu oft ins Auge geschaut, als dass sie ein schief stehender Campingbus am Abgrund Angst machen könnte,

Vielleicht hat sie gar Sehnsucht, in den Abgrund zu stürzen. Auf alle Fälle ist ihr die von mir gesehene Gefahr anscheinend egal, sie sieht keine Gefahr oder das Gefühl für die Gefahr ist in ihr blockiert, das mag eine frühe Überlebensstrategie von ihr gewesen sein. Womöglich hat sie es aber auch als Verlockung angesehen, gemeinsam mit mir in der Nacht mit dem schief stehenden Auto umzukippen und 300 Meter in die Tiefe im sich überschlagenden Auto zu sterben.

Seltsamer Weise mache ich am nächsten Morgen kein Foto von dem schief stehenden Auto, obwohl ich sonst alles fotografiere, was mir ungewöhnlich erscheint.

 

 

07.02.2024

Ich wache auf, das Auto steht noch, wir sind nicht abgestürzt. Wir frühstücken bei Egon und Christine.

Anschließend inspizieren wir den Campingbus, ein Rad hängt in der Luft. Aus eigener Kraft kann kommt man aus dieser misslichen Lage nicht heraus.

Ein Auto fährt von unten nach oben, ich springe zur Straße, um um Hilfe zu bitten, das Auto hält an.

Die beiden netten Italiener helfen, den Campingbus in Richtung Straße zu bewegen. ich setze mich an das Steuer des Autos, ich übernehme die Führung, Anne lässt mich gewähren, die Italiener schieben von hinten, ich schaukle am Steuer das Auto auf, hin- und her, bis das Auto mit Unterstützung der Italiener und eigener Motorkraft sich freifährt und ich mit Karacho die steil ansteigende Straße hochfahren kann.

Wir treffen die Italiener dann oben am Restaurant Epína wieder und laden sie auf einen Kaffee ein.

 

 

08.02.2024

(nicht immer kann ich jede Begebenheit oder Erzählung von Anne eindeutig einem Tag zuordnen, aber darauf kommte wohl nicht unbedingt an, eindeutige Zuordnungen habe ich gekennzeichnet)

 

 

 

Anne und Peter am 08.02.2024, Zumeria in Calera, Valle Gran Rey, La Gomera

 

 

Anne war in der Zeit unseres Zusammenseins kein einziges Mal im Meer baden, wenn ich mich recht erinnere.

Einmal waren wir zusammen am Playa del Ingles, da hat Anne mich mit ihrer Handykamera gefilmt, als ich nackt aus dem Wasser zu ihr kam.

 

Anne sagt mir an einem Tag, dass sie drei mal gekackt hat.

Das ist schon eine interessante Bemerkung, zum einen ist das Thema der Ausscheidung im Allgemeinen ja recht schambesetzt, man spricht für gewöhnlich nicht darüber.

Zum anderen zeigt es womöglich auch, dass in Annes Verdauungstrakt in meiner Anwesenheit einiges in Gang gekommen ist.

 

 

"Was fühlst du" fragt mich Anne des öfteren, das muss sie irgendeinem Selbsterfahrungsworkshop oder bei Christian Meyer gelernt haben.

Ich kann mit der Frage nicht viel anfangen, würde mir die auch nicht stellen. Aber ich versuchte - für Anne - zu fühlen, was ich fühle. Viel fühlte ich nicht, aber ich fühlte mich deswegen auch nicht schlecht. Sonst hätte ich antworten können: ich fühle mich schlecht, weil ich nicht fühle, was ich fühle. So hätte ich also etws gefühlt, aber nicht weil ich was fühlte, sondern weil ich auf Annes Frage keine Antwort geben konnte, was sich dann schlecht für mich angefühlt hätte haben können.

Anne stellt mir die Frage immer mal wieder, aber da ich Anne mag, ist mir das in keiner Weise unangenehm. Ich versuche zu fühlen, was ich fühle, aber die Ausbeute ist nicht all zu groß.

Heute - nach ihrem Tod - denke ich, dass sie diese Frage vielleicht gestellt hat, weil sie so viel Angst  hatte und meinte durch das Fühlen könne sie ihre Angst begrenzen.

 

Angeblich, so habe ich es grad im Internet gegoogelt, gibt es vier Gefühle: Angst, Freude, Trauer und Wut

Aber ich meine, die Frage nach den Gefühlen hilft letztendlich nicht, schwierige Konflikte zu meistern.

Wenn man eine Biene, die sich in ein Zimmer verirrt hat, am Fenster hoch und runter runter und hoch krabbelt, aber aus eigener Kraft nicht den Ausweg ins Freie findet, fragt: Wie fühlst du dich?

Was soll die Biene darauf antworten, außer: Ich fühle mich beschissen, ich will hier raus.

Fragt man dann lange genug: Was fühlst du? - ist die Biene tot.

So war es auch bei Anne.

 

Die Frage muss heißen, wie geht es dir, wo willst du hin, was brauchst Du.

Dann kann der eine sagen, ich brauche einen Porsche, der zweite, ich brauche eine Bombe, der dritte, ich brauche Schokolade, der vierte, ich brauche drei Schlüsser an meiner Tür ...

Dann kann man fragen, wozu brauchst du einen Porsche, eine Bombe, Schokolade oder drei Schlösser an deiner Tür, dann kann die Anwort lauten, damit ich gesehen werde, damit ich explodieren kann, damit ich Liebe bekomme, damit ich mich sicher fühle.

Auf diese Weise sind wir in kurzer Zeit bei den wichtigen Fragen.

 

Wer bereits - so wie Anne - auf dem Weg ist, der könnte sagen, ich brauche einen Wegbegleiter, verlässlich belastbar, mit Verstand und Gefühl.

Anne hat mich nicht gefragt, ob ich dies sein könnte: Hatte sie Angst, sich zuzumuten, hatte sie Angst vor Nähe und Bindung?

 

Ich hätte Anne fragen können, was brauchst Du, um in die Kraft zu kommen und Deinen Lebensmut zu stärken.

Wo liegt der Notfallplan, wenn sich Erinnerungen und Trigger Deiner bemächtigen, was ist dann meine Aufgabe und wer passt auf, dass ich meine Aufgabe erfülle?

Das Notfallteam bedarf also dreier Akteure:

Anne, Peter und der gute Dritte, der darauf zu achten hat, dass Peter in der Dynamik der Ereignisse nicht in die Lähmung kommt, sondern das tut, was zu tun ist.

Der gute Dritte, hat in diesem Drama leider gefehlt. Frank hätte es sein können, aber er hat an dieser wichtigen Stelle versagt.

Frank, ein Freund von mir, Psychologe und Psychotherapeut und seit vielen Jahren auch seelsorgerisch tätig, von dem ich hoffte, er könnte der gute Dritte sein, sagte mir als ich mit ihm ein Zoomeeting bezüglich der schwächer werdenden Signale von Anne und meine zunehmende Besorgnis um ihr Wohlergehen führte:

Mach dir mal keine Sorgen um Anne, ich mach mir eher Sorgen um Dich.

Ein kapitaler Fehler, wie man nachträglich feststellen muss.

Vermutlich hat der um Hilfe angerufene Freund sein Vatertrauma noch nicht aufgearbeitet, so dass er sich in der Rolle des Sohnes wähnte, der sich um seinen suizidalen Vater (in dessen Rolle er mich offenbar sah), aber nicht um die Frau seines Vater, also seine Mutter sorgen müsste.

 

 

 

09.02.2024

Anne erzählt mir viel aus ihrem Leben.

Finanziell geht es Anne offenbar gut, sie ist Mitinhaberin einer Firma, hat eine vermutlich abbezahlte Eigentumswohnung in Alt-Hohenschönhausen.

Anne ist seit längeren wegen psychischer Problematiken von der Arbeit freigestellt und überlegt, wie es für sie weitergehen soll. Ihre Psychiaterin in Berlin, Frau Dr. G. - mit der Anne aktuell nicht zufrieden ist - rät, dass sie sich frühberenten lässt, die Psychiaterin würde das bei der Rentenantragstelle befürworten.

Anne scheint von diesem Vorschlag nicht begeistert zu sein. Sie sieht sich offenbar - und das zu recht - noch nicht als Rentnerin, sie will in der Welt etwas bewegen, Moving Circle so heißt eine GmbH, deren Gesellschafterin sie ist, da hat sie offenbar noch Pläne.

 

An einen Tag telefoniert Anne in meinem Beisein mit ihrem Sohn, es geht um den Geburtstag bei ihrem Vater, ob er mit dazu kommt. Ihr Son antwortet recht einsilbig, er will wohl nicht zum Geburtstag des Großvaters kommen, auch sonst kommt kein unbefangenes Gespräch zwischen Anne und ihrem Sohn in Gang.

Anne telefoniert dann noch mit dem Vater des Sohnes, wohl um sich mit ihm über den Sohn auszutauschen, aber auch da, so nehme ich es wahr, kommt kein wirkliches Gespräch in Gang.

Anne erzählt mir von ihrem Ex-Freund, mit dem sie nach der Trennung vom Vater ihres Sohnes wohl längere Zeit zusammengewesen war. Dieser wollte, dass Anne sich wie ein Junge kleidet, was Anne dann wohl auch tat. Der Freund hatte wohl große Angst, dass andere Männer sich für Anne interessieren könnten, was er mit der Verkleidung zu verhindern suchte.

Anne muss die Verkleidung nicht unbedingt unangenehm gewesen sein, denn ein Teil von ihr wollte vermutlich ein Junge sein, allerdings kein Mann.

Anne wollte dann die Beziehung öffnen, ist ja auch klar, wenn man sich eingesperrt fühlt. Das führte zur Trennung.

Ich weiß nicht, wie Anne diese Trennung überlebt hat, vielleicht war das die Zeit wo sie in Herzberge in Berlin-Lichtenberg in der Psychiatrie war, aus der sie dann geflüchtet ist.

 

Anne erzählt mir, dass sie einen Bekannten oder Freund namens Michael hatte, dieser lebte wohl im Baltikum und nahm sich das Leben.

Das könnte den Zusammenhang zu Annes telegram Post am 21.01.2024 herstellen:

Anne Merkel, [21.01.2024 09:25]
Ich möchte gerne in diesem Jahr nach Riga fliegen 🛩 und wünsche eine ortsunabhängige Begleitung, wer hat Interesse?

 

Welches Verhältnis hatte Anne zu diesem Mann und seinem Suizid?

Was für Kräfte waren es, die Anne in Krisenzeiten immer wieder in Richtung Tod führten?

Wer war der "Foto-Nomade", der Ende 2018 / Anfang 2019 starb? 

 

Gudrun Wilhelm
Gudrun Wilhelm 16. Januar 2019, 22:43
Auf diesem Weg möchte ich allen Freunden der Bilder des
Foto-Nomaden
die traurige Nachricht überbringen das er leider nicht mehr durch seine Parkanlagen und durch seine Stadt wandert.
Er hat seine letzte Reise angetreten und wird uns von dort keine Bilder mehr schicken

uns verband eine lange Foto-Freundschaft und ich bin traurig

https://www.fotocommunity.de/fotograf/foto-nomade/1357400

 

 

  

 

 

 

Peter und Oliver, Zumeria Carlos in Calera, Valle Gran Rey, La Gomera, Anne fotografiert

 

 

 

Oliver ist ein Bekannter von Anne und mir von La Gomera. Er saß des öfteren mit seinem Laptop in der Zumeria, ich hatte ihn schon dort sitzen gesehen, als ich Anne noch nicht kannte.

Anne hat sich mit ihm öfter unterhalten. Es gab dabei auch ein missverständliches Ereignis, was sich aber schnell aufklärte.

Wir waren an einem Abend auch zu dritt im Restaurant Orchidea in Calera.

 

Anne war eine Bestimmerin, das habe ich respektiert, ich hatte auch kein Bedürfniss über Anne zu bestimmen. Anne ordnete sich auch unter, war aber nicht unterwürfig, das ist ein wesentlicher Unterschied.

Bei ihr zu Hause war ihre Mutter die Bestimmerin, ihr Vater ordnete sich unter, wie Anne mir erzählte.

Anne hat - nach meiner Erinnerung - nichts über mich bestimmt, was ich nicht toleriert hätte. Als sie mit Oliver zusammensaß und ich dazu kam, hatte ich eine Bemerkung von ihr missverstanden, ich sagte ihr, dass sie in einem solchen Fall aus meiner Wohnung ausziehen müsste. Es stellte sich dann aber heraus, dass Anne etwas ganz anderes meinte, so dass mein heftiger Einwurf nicht am richtigen Platz war und ich diesen zurücknehmen konnte.

 

 

 

 

12.02.2024 - genauer Termin ist nicht mehr bestimmbar

Anne erzählt mir, dass sie vor einiger Zeit in Berlin (sie verschweigt mir, dass das im Dezember 2023 gewesen sein muss) - offenbar in einem Anflug von "Lebensmüdigkeit" - eine hohe Dosis des Psychopharmaka Tavor eingenommen habe, also eine nicht ungefährliche Überdosis.

  

Tavor® ist ein benzodiazepinhaltiges Medikament und enthält den Wirkstoff Lorazepam.
Es wirkt angstlösend und wird daher oft bei Angst- und Panikstörungen verordnet.
Bei längerer Einnahme besteht ein hohes Suchtrisiko; besonders gefährdet sind ältere und alleinstehende Menschen.
Unterschieden wird zwischen einer Hoch- und einer Niedrigdosisabhängigkeit; die Diagnostik erfolgt nach ICD-10.
Beim Langzeitkonsum kommt es u. a. zu Müdigkeit, Schwindel, Muskelschwäche, verminderter Reaktion & paradoxen Reaktionen.
https://www.mywaybettyford.de/suchtkompendium/tavor-abhaengigkeit/

 

Wie ich später von einem Freund und Wegbegleiter von Anne erfahren habe, soll Anne 100 Tabletten geschluckt haben. Anne hat daraufhin zwei Tage durchgehend "geschlafen", als der Freund in ihre Wohnung kam, war sie wieder "aufgewacht".

Möglicherweise handelte es sich hierbei um eine "parasuizidale Geste mit dem Motiv des Appells"

 

Hierbei steht der Appell an die Umwelt deutlich im Vordergrund. Die Suizidenten
drücken diese Aufforderung sehr häufig durch ein typisches Arrangement des
Suizidversuches aus: z.B. wird der Suizidversuch vor den Augen des betreffenden
Mitmenschen vollzogen (Tabletteneinnahme, usw.) an den sich der Appell richten soll,
oder der Suizidversuch wird so angelegt, dass der Selbstmörder von der
anzusprechenden Person mit sehr großer Wahrscheinlichkeit gefunden wird, noch ehe
der Tod eintreten kann. Viele dieser Suizidversuche werden zum Beispiel bei drohender
Trennung in Partnerschaften in der gemeinsamen Wohnung oder der Wohnung des
Partners und zu einem Zeitpunkt vorgenommen, zu dem sich der Suizident sicher sein
kann, noch rechtzeitig entdeckt zu werden. Jedoch gilt auch für die parasuizidale Geste,
dass die Betroffenen eine hohe Wiederholungsrate für alle Arten parasuizidaler
Verhaltensmuster aufweisen.

Adrian Joachim Octavian Kleemann: Haftungsrechtliche Problematik beim Patientensuizid. 2004, S. 9

 

 

Es könnte aber auch sein, dass es sich auch um eine "parasuizidale Handlung mit dem Motiv der Autoaggression" gehandelt haben könnte, wenn Anne in dem Glauben war, die aufgenommene Medikamentenmenge wäre tödlich.

 

Drei Auffälligkeiten heben die
parasuizidale Handlung von der parasuizidalen Pause oder Geste deutlich ab. Im
Vergleich zur parasuizidalen Pause hat der Suizident hier die eindeutige Intention zu
sterben, und im Gegensatz zum parasuizidalen Appell lässt die Planung hier ein
rechtzeitiges Auffinden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu. Auch die Suizidmethode
unterscheidet sich von der parasuizidalen Pause oder Geste durch Auswählen besonders
harter Methoden (z.B. vor den Zug werfen, erhängen, erschießen, usw.) oder durch
Anwendung hoher Dosen hochwirksamer, pharmakologischer Substanzen.

Adrian Joachim Octavian Kleemann: Haftungsrechtliche Problematik beim Patientensuizid. 2004, S. 9


Anne starb bei dieser parasuizidalen Handlung nicht.

Zwei Tage nach der Medikamentenüberdosis erwachte sie wie Schneewittchen in ihrem Sarg wieder zum Leben.

Was hat Anne in diese suizidale Handlung hineingetrieben? Welche Konflikte, die sie offenbar meinte nicht lösen zu können, haben sie in den Vortagen und am Tag der Einnahme der Medikamentenüberdosis bewegt?

Dass Anne in der Folgezeit wieder in eine gute Energie kam, zeigt, dass ihre Lebensenergie nicht erschöpft war, nur kurzzeitig von schweren Gewichten in die Tiefe gezogen wurde, mithin also - nach meiner Überzeugung - eine gute Chance bestanden hätte, den letzten Schritt am 24.03.2024, sich das Leben zu nehmen, nicht zu vollziehen.

Anne hätte ihre letzte schwere Krise überleben können, wenn "richtig" gehandelt worden wäre. Sie selbst war nicht in der Lage "richtig" zu handeln. Gleichwohl ist ihr letzter Schritt - der meine Liebe zu ihr in keiner Weise mindert - zu respektieren.

 

Als Anne mir von diesem Ereignis erzählte - in ihrer Darstellung waren es 40 Tabletten - habe ich leider nicht nachgefragt, was die Auslöser für diese suizidale Handlung war oder hätte gewesen ein können und was ich, beim Eintreten in eine neue schwere Krise in der Zukunft machen könnte, machen sollte, machen müsste, ich war einfach zu unerfahren mit diesem Thema und wusste nicht, was auf mich zukommt.

Zu dieser Zeit ahnte ich nicht, in welcher Lebensgefahr Anne schwebt, wenn Belastungen auftreten und sie von nicht erlösten Traumatas überschwemmt wird und von außen keine wirksame und liebevolle Hilfe kommt.

Die Antwort auf die Frage ist aber ungemein wichtig, um herauszufinden, welche Situationen suizídale Handlungen auslösen können, so dass man zum einen ganz praktisch dafür sorgt, dass diese möglichst nicht oder nur in niedriger "Dosis" eintreten und - weiter gedacht - herauszufinden, welche praktischen oder von mir aus auch "psychotherapeutischen" Wege beschritten werden könnten, um die in ihrem Gehirn etablierten Angst- Ohnmachts- und Hilflosigkeitszenarien, wenn möglich, nach und nach in den Hintergrund treten zu lassen und neue, halt gebende Überzeugungsmuster zu etablieren.

Anne hat das leider von sich aus nicht thematisiert, sie wusste, dass ich seit vielen Jahren als systemischer Therapeut in freier Praxis arbeite und damit hätte umgehen können und ich selber ahnte, nicht, dass das wichtig sein könnte.

Vielleicht hatte sie Angst davor, dass ein Nachdenken über belastende / triggernde Auslöser selbst ein angstauslösender Trigger sein könnte: Wenn ich nicht darüber nachdenke, komme ich in die Krise, wenn ich darüber nachdenke, komme ich auch in die Krise.

Leider hat mit mir auch keiner, der Annes Krisen und "manisch depressiven Phasen" aus früheren Zeiten gut kannte, in ernsthafter Weise angesprochen. Marion, die Anne aus einer gemeinsamen früheren Zeit in Krausnick, kannte hatte offenbar einings von Annes "manisch depressiven Phasen" miterlebt, aber der einzige Tipp den sie mir mitgab war: "Anne ist psychisch krank". Ja was soll ich mit einer solchen Botschaft konstruktives anfangen, als daraus den Wunsch zu hören: Die hat einen an der Schüssel, du solltest einen weiten Bogen um sie machen.

Ein Problem des suizidalen Menschen ist seine Introvertiertheit bezüglich des eigenen Seelenzustandes, das schließt wichtige vergangene Problemereignisse ein. Das hat zur Folge, dass der andere, der darüber nicht informiert wird, sich in falscher Sicherheit wiegt und natürlich auch nicht, weiß, was gutes zu tun ist, wenn gehandelt werden muss.. 

So wiegte ich mich denn in der falschen Sicherheit, eine suizidale Handlung oder gar ein Suizid läge aktuell nicht im Möglichkeitsraum.

Es wäre notwendig gewesen, sich eine Übersicht zu verschaffen, was solche Handlungen auslösen könnte und einen Notfallplan aufzustellen, was in einem sich anbahnenden Notfall zu tun ist, nur dann kann geholfen werden, wenn die eigenen Sicherungssysteme versagen.

Auf Deinem provisiorischen Notfallplan stand zu dieser Zeit wohl drauf:

1. Michi

2. Klinik

3. Suizid

Der Name Niko fehlte vermutlich - er hätte Dir in dieser Krise sicher beistehen können. Warum stand er nicht auf Deiner Liste?

Mein Name fehlt wohl auch, vielleicht weil Du von mir nichts erwarten wolltest, um Dich vor Enttäuschungen und Vertrauensmissbrauch zu schützen, Du hattest gute Gründe, die aber nichts mit mir zu tun hatten, denn ich habe Dich weder enttäuscht noch missbraucht.

Sicher bin ich nicht frei von Eigennutz, die Liebe ist auch Eigennutz, denn wer sich liebt, der trägt und lässt sich tragen. Beides zusammen, tragen und sich tragen lassen, das ist Glück.

Ich hatte keine Übersicht und keinen Notfallplan, ob Anne einen hatte, weiß ich nicht, falls ja, dann hat sie mir diese nicht gezeigt. Wenn sie eine Übersicht und einen Notfallplan gehabt hätte, hätte sie sagen können:

Peter, bitte schau Dir meine Übersicht und meinen Notfallplan an, wir haben in meinen guten Zeiten darüber gesprochen und beides für stimmig befunden. Wenn ich in Not bin, dann handle, ohne auf meine Erlaubnis und Bitte um Hilfe zu warten, denn wenn ich in Not bin, kann ich nicht mehr handeln, daher gebe ich Dir hiermit für den Notfall Vollmacht und Auftrag.

In Liebe und Vertrauen in Dich, Anne.

 

 

 

Eintragungen von Anne auf ihrer Facebookseite 

https://www.facebook.com/anne.merkel.12/


Anne Merkel hat ihr Profilbild aktualisiert
25. Juli 2019 •

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31. Oktober 2019

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Anne Merkel
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Ökodorf Sieben Linden. Für mich - ein wohltuender Ort 🌞

Anne Merkel
28. Juli 2020
Brennen
Am liebsten möchtest du schreien,
doch du bist still
Am liebsten möchtest du die ganze Welt umarmen,
doch dafür fehlt dir der Mut
Am liebsten möchtest du springen von Stein zu Stein,
doch deine Schritte sind unsicher und dein Körper zittert vor Angst
Am liebsten möchtest du tanzen und lieben die ganze Nacht
28/07/20
........................................................................
In Gedanken an meinen Sohn, der derzeit in Australien ist - ich liebe dich 💞

Anne Merkel
30. Juli 2020 •

Verbunden

Ich tauche ein ins Meer
und nehme dich auf
wir lassen uns fallen bis zum Grund
steigen auf und treiben hinaus
verlieren uns in der Wildheit
des Windes und der Wellen
treiben aufeinander zu
sanfte Bewegung schenkt uns das Meer
in der Abenddämmerung
verbunden in der Stille und Unendlichkeit
geben wir all unsere Widerstände auf und lassen uns ein
30/07/20

Anne Merkel
20. August 2020 •
Glücklich beim Retreat von Christian Meyer auf dem Gut Frohberg

Anne Merkel
25. August 2020
Mein Sohn mit seinem Freund Noah dessen Freundin Sarah in Australien. So schön... 💞 Ich fühle Mitfreude und Abenteuerlust...
 
Anne Merkel
30. August 2020 •
Dieses Bild möchte ich Judd Sossin widmen, einem guten Freund, Wegbegleiter, der mich lachen und Sein lässt. Durch seine warme, liebevolle und ehrliche Art zeigt er mir, was ich nicht sehe, wo ich einen Teil von mir übersehe und übergehe. Das Bild entstand nach einem gemeinsamen Abendessen mit ihm und Isabel Dünnwald am Donnerstagabend. Bisher fehlt mir noch jeder Zugang zu einem Titel - manches braucht Zeit.
Eigentlich gefällt mir "Manches braucht Zeit" als Titel.

Anne Merkel
6. September 2020 •
Freudvolles Sonntagserleben in Berlin mit Michi To fernab von Illusionen

27. September 2020
Unsere gemeinsame Gartenzeit 🥀 findet heute ihren Abschluss. Wir räumten auf, nahmen Erinnerungen, Andenken und eins, zwei nützliche Dinge mit. Wir gaben unserer Traurigkeit und Freude Raum.
 
Anne Merkel
31.10.2020
Alles was fließt, findet seinen Weg zum Meer. Egal wie viele Steine sich auf diesem befinden.
Das Foto ist von meinem Sohn und es ist irgendwo in Australien entstanden. Ich freue mich auf sein baldiges wieder nach Hause kommen 🙏
 
7. November 2020
Adrian Iselin
Hey folks, the lockdown is here and classes are on hold for November.
If you’d like to keep your acro practice going, I’ll be offering personal coaching on- and offline, following regulations. Feel free to message me here or by email at info@adrianiselin.com

Hey Leute, die Ausgangssperre ist da und der Unterricht ist für November auf Eis gelegt.
Wenn Sie Ihre Akro-Praxis am Laufen halten möchten, biete ich persönliches Coaching on- und offline unter Einhaltung der Vorschriften an. Schreibt mir gerne hier oder per E-Mail unter info@adrianiselin.com
 
Anne Merkel
7. November 2020 •
Adrian begleitet mich seit nun zwei Jahren und ich empfehle ihn als Coach gerne weiter. Durch ihn habe ich mich, meinen Körper und Gefühle im Kontakt miteinander besser spüren und fühlen gelernt. Ich bin ihm für diese gemeinsamen Erfahrungen unendlich dankbar 🙏

Anne Merkel
7. November 2020 •
Das schönste Geschenk zu meinem Geburtstag. Diesen sonnigen Herbsttag mit meiner Schwester Rona zu verbringen und unseren Eltern, die sich mit ihren 81 und 79 noch bester Gesundheit erfreuen. Ich fühle tiefe Dankbarkeit und Liebe 💞

Anne Merkel
7. November 2020
So schön zu sehen, wie du gehst. So schön ein bisschen teilzuhaben durch Gespräche mit dir am Telefon oder durch Fotos. Ich bin neugierig auf dich. Bei mir taucht die Frage auf, wer bist du, wenn du wieder zurück kommst? Was haben all die Erfahrungen, Erlebnisse, Begegnungen mit dir gemacht? Ich bin neugierig. Ich fühle Aufregung und Vorfreude. Nur noch ein Monat, bis zu unserem Wiedersehen, was für ein Jahr - in dem wir uns nicht sahen.
In Liebe für meinen Sohn

 

Anne Merkel
27. Februar 2021•
Ich bin tief berührt, von diesem menschlichen Wunsch. Eine Hand - die meine hält, wenn ich friedvoll einschlafe 💞

 

Anne Merkel
18. März 2021

Liebe
Liebe fließt
Liebe öffnet
Liebe überwindet Stock und Stein
Liebe wärmt
Liebe strömt
Liebe kommt an, in dir Selbst, in Anderen
- berührt die Welt und trägt sie
Liebe lässt los
Liebe macht frei
Liebe das bist Du, bin Ich
sind Wir
in der Unendlichkeit

 

 


 

Anne Merkel
11. Juni 2021
Berühre mich
Berühre mich
wenn du dich traust
Ich spüre dich
wenn du mir traust
Fühle mich
und komm mir nah
Ich gebe mich hin
wenn du frei bist.
09/06/21

Anne Merkel
7. August 2021
Und wir geben uns dem Leben hin. Lassen uns treiben durch den Tag. Erleben das Meer gestern wild und heute still. Genießen gemeinsam den Moment, sind uns bewusst wie kostbar, lebendig und leicht Zeit im Zusammen-Sein ist. Mir fällt es leicht meiner nun 83-jährige Tante Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken. Ihre Freude und Liebe zu erleben ist sooo wunderschön.

 

https://www.facebook.com/anne.merkel.12/

 

 

Eintragungen von Anne auf ihrer Facebookseite 

https://www.facebook.com/profile.php?id=100082618404192

Anne-Dore Merkel
1. Juli 2022
Ich empfinde das unverhältnismäßig.

Neue Diätenregelung: Scholz verdient künftig mehr als 30.000 Euro im Monat
Olaf Scholz bezieht ab Freitag mehr als 30.000 Euro Monatsgehalt. Das geht aus einer AfD-Anfrage hervor, die dem SPIEGEL vorliegt. Grund ist eine Diätenerhöhung, von der auch einige Ministerinnen und Minister profitieren.

 

Anne-Dore Merkel
5. Juli 2022
Du warst für mich ein aufrichtiger und bedeutender Wegbegleiter lieber Christian. In Trauer und Erinnerung an so viele lehrreiche Momente. In Liebe Anne


Christian Bliss, der das Männertraining zusammen mit Sharan Thomas Gärtner seit 2015 konzipiert und aufgebaut hat, ist am 20.August 2021 völlig überraschend an einem Herzinfarkt gestorben. Er wurde 45 Jahre alt. Wir vermissen sein großes Herz und Liebe für die Männerarbeit, seine Kompetenz und Berührbarkeit.
Christian Bliss (1976 – 2021)

https://www.maennlichkeit-leben.com/nachruf-christian-bliss/

 

Nachruf auf unseren ehemaligen Kollegen Christian Bliss

Am 20. August ist Christian Bliss beim Laufen an der Spree in Berlin zusammengebrochen und gestorben. Die Nachricht hinterlässt uns fassungslos und traurig und erinnert uns, wie fragil das Leben sein kann.

Wir haben Christian als Mitarbeiter im BFM-Projekt „movemen“ kennen- und schätzen gelernt. Vom Mai 2016 bis Januar 2018 hat er hier die geschlechterreflektierte Arbeit mit männlichen Flüchtlingen wesentlich mitgestaltet und das Team des Bundesforums insgesamt bereichert.

Im Anschluss an seine hauptamtliche Tätigkeit war er dem Bundesforum Männer weiterhin verbunden und hat sich in der Fachgruppe Jungen und junge Männer engagiert. Nicht nur dort fehlt er mit seiner zugewandten und ausgleichenden Art, Beziehungen einzugehen und zu gestalten.

Schon lange davor hatte Christian sich dem Thema der Geschlechterrollen und der männlichen Sozialisation verschrieben. In Trainings und Seminaren für Männer lotete er einerseits die Grenzen unserer gemäßigten Männlichkeit aus, und lehrte und lebte andererseits Empathie, Kreativkraft und Gewaltfreie Kommunikation.

Wir behalten Christian als einen in Erinnerung, der einen hohen Anspruch an Miteinander und Integration verfolgte und oft auch verwirklichen konnte. In Spannungen und Konflikten suchte er nach guten Lösungen und dem Weg ins Freie.

Christian ist mit nur 45 Jahren verstorben, er hinterlässt einen achtjährigen Sohn. Und viele Projekte und Ideen, die nun unerledigt bleiben müssen. Viel zu früh musste er den unausweichlichen Weg aus dieser Welt gehen.
31. August 2021|Kategorien: Aktuelles|Tags: Bundesforum Männer, Christian Bliss, Nachruf

https://bundesforum-maenner.de/2021/08/31/nachruf-auf-christian-bliss/

Anne-Dore Merkel
5. Juli 2022
Das kann ich gut nachvollziehen. Mich hat es auch schwer betroffen. Das deutsche Gesundheitssystem ist reformbedürftig. Wie kann es sein, dass man in diesem krank gemacht wird? Dafür zahle ich auch noch einen Versicherungsbeitrag. Ich bin enttäuscht und empört. 


Anne-Dore Merkel
12. Juli 2022
Mut ist, wenn du nicht nur eine Meinung und Glauben hast, sondern zu dieser/m stehst und sie öffentlich vertrittst, alles andere ist verlogen und feige.

20. Juli 2022
Anne-Dore Merkel· Anne-Dore Merkel fühlt sich glücklich.·
Auch wenn der Strom dich in die Tiefe reißt, immer noch besser als gesichts- und ausdruckslos auf einem Kanal sich in der Masse zu verstecken und zu verlieren

26. Juli 2022
Anne-Dore Merkel
Abschied und Rückblick
Offensichtlich kann Deutschland auf engagierte Pflegekräfte verzichten. Einen "Impfzwang" lehne ich ab. Ich möchte und werde in einem kranken System, das Verbrechen an alten pflegebedürftigen Menschen verübt, nicht mehr Verantwortung tragen. Für mich war und bleibt die HU-MA Pflege GmbH - gegründet von Marko Huth und Kai Maschmann - ein Ort mit Visionen und Aufrichtigkeit.
Mein Job als Geschäftsführerin, den ich einmal liebte, endet am 30.06.2022.

Fernanda Vitor
Liebe Frau Anne-Dore Merkel
Es ist eine traurige Nachricht, aber Sie haben hervorragende Arbeit geleistet.
Sie haben einem riesigen Herzen und mich hat es sehr gefreut mit Ihnen zu arbeiten und auch kennenlernen zu dürfen. Sie sind eine toller Frau , darauf können Sie stolz sein. ❤️
Ich wünsche Ihnen Alles Gute und Gottes Segen ! Fühlen Sie sich von mir gedrückt! Liebe Grüße

 

Anne-Dore Merkel
7. November 2022 •
Herzlichen Dank für die Glückwünsche 😇 Meinen Geburtstag erlebte ich in Freude. Ich fühle sehr viel Dankbarkeit. Glückwünsche, Aufmerksamkeiten und Geschenke erreichten mich auf verschiedenen Wegen. Besonders berührten mich heute Menschen, die ich erst seit kurzer Zeit kenne und die mir neben meiner Familie einen wunderschönen Tag schenkten.
Danke Miri für deinen kreativen Straßen-Herst-Geburtstagsgruß.

Anne-Dore Merkel
9. April 2023 •
Ich freue mich auf Donnerstag. Momentan bewegt mich die Frage "Ist wirkliche Freiheit das Dasein mit allem was ist, was du bist - auch wenn dein innerer Impuls weggehen will?"

Anne-Dore Merkel
9. Juli 2023 •
Transformation - Triologie Sehnsucht - Sehnsucht nach der anderen Frau. Sehnsucht nach dem anderen Mann. Sehnsucht nach Lebendigkeit, Leichtigkeit, Freude - Glückseeligkeit.
Todessehnsucht.
Sehnsucht nach dem Einssein, dem Heilsein, dem Unverletzten.
Hingabe ohne Angst.
Sehnsucht nach Vertrauen, Geborgenheit, Halt - Gehaltensein.
Verbindung, Berührung, Zartheit.
Flieg kleiner Vogel und komme in Frieden, getragen von Liebe an, frei von Sehnsucht.

Anne-Dore Merkel
28. Oktober 2023 •
Durch den Vater
jetzt lässt sie sich fallen
sie fällt weich
auf das feuchte noch grüne Gras
umgeben vom Reichtum des Waldes
ihre Arme und Beine streckt sie weit von sich
sie atmet die regendurchtränkte Luft
- ein und aus
mit jedem Atemzug dehnt sich ihr Körper
schlängelt vorbei an Bäumen
ihr Atem wird tiefer und tiefer
sie lässt los
ihr Atem nun sanft
im Schutz des Vaters, im Vertrauen
der Wald, das Feld, die Straße, ihr Heimatort
- die Dinge verlieren an Bedeutung
Liebe durchströmt ihren Körper
diese reine Liebe
erfasst alles
auf wundersame Weise
28/10/23

28.11.2023

Krieg aus fehlender Impulskontrolle
Ich verstehe, nehme wahr, spüre, fühle und erfahre den Schmerz, die Ohnmacht und die Wut - die in der Verzweiflung liegen.
Ohne die Bereitschaft diese vollständig zu fühlen und mit dieser nichts zu tun, können und werden wir nichts aber auch gar nichts auf dieser Welt verändern.
Wir führen wieder und wieder Krieg, ob im Kleinen oder Großen.
Gehen in den Impuls der Wut - greifen an, vernichten - nicht, um zu überleben - um unser Selbst willen. Wir vernichten uns selbst. Wir vernichten die Liebe. Aus Angst vor dem Tod.
Du kannst gerne weiter meinen Wunsch nach Weltfrieden für dumm halten und glauben, dass dieser mich am Leben hindert und Ursache für mein Leid ist. Dumm ist das Menschen Menschen töten.
In dieser Welt fühle ich Verzweiflung und das ist gut so alles andere wäre Ignoranz, Wegschauen.
Ich schaue nicht weg, ich schaue bewusst hin, sehe, nehme wahr, spüre, fühle, erfahre, verstehe und versuche anzuerkennen was ist auch wenn es noch so schwer fällt.
Halte an, bleibe - hör auf zu kämpfen, weil du kämpfst, muss ich weder fliehen noch erstarren, ich schau dich einfach an und erkenne dich, weil tief in dir bist du längst Liebe und Frieden.
Danke unbekannter Mann für das gemeinsame Singen bei Liebe tanzen und für dieses Video. Du hast mich im Herzen berührt.

 

Anne-Dore Merkel
14. Januar 2024 •
Der Prager Frühling im Winter 2024 und Hans Feuerdrachme?
Aus der Reihe tanzen
Ich tanze aus der Reihe
na und
Ich tanze aus der Reihe
gibt es einen Grund
Ich tanze aus der Reihe
und fühle mich wohl
Ich tanze aus der Reihe
was macht das mit dir, mit euch?
Ich tanze aus der Reihe
gibt es euch das Recht
Ich tanze aus der Reihe
und halte an
Ich tanze aus der Reihe
im Kreis so what
Ich tanze aus der Reihe
und manchmal auch in der Mitte
Mit dir
in Liebe, aus Liebe für den Frieden 🕊
der Welt
In Dankbarkeit und Liebe FÜR Michi To, Claudia Blüte. Hauke Brekenfeld, Eli Jaxon-Bear, Christian Meyer, Amir Weiss, Bünyamin KristallSchmiede, Rahel Weber, Richard Sima, Nora Kammerhofer Dietmar Lucas, Meditanzion, Liebe tanzen, EcstaticDance Berlín, Jeroen Jeroen, Niko Jensen und für Mike Kretschmann

 

 

19.01.2024 - telegram Gruppe peace - love - help

Hallo Schwarm, hat Jemand eine Digitalkamera, die er mir für 2 Wochen leihen mag?

 

 

20.01.2024

Roadtrip mit Niko und Mira nach Litschkewitz

 

 

24.01.2024

Gestern Teneriffa
Ankommen
Abgeholt und Empfangen von Frieder
Am Strand
Verbinden mit dem was uns bewegt
Herzen sprechen
die Sonne wärmt unsere Haut
Meeresrauschen
Welle um Welle schlägt am Strand auf
am Himmel
Möwen fliegen
sie bewegen ihre Flügel und gleiten durch die Luft
Eintauchen
Getragen vom Meer
Zurückkehren
auf die warmen Steine zu Rahel und Frieder
- und dann
vor Glück durch die Straßen 🕺 tanzen 💃

 

 

Anne-Dore Merkel
24. Januar 2024·
Gestern la Gomera
Ankommen
Atmen Anhalten Sehen
Staunen und die Schönheit genießen
In den Erfahrungen wissend
meinen Weg gehend
mit Wahrhaftigkeit
in achtsamer, liebevoller und nährender Begleitung
Heilung, Wertschätzung
Leben und Lieben

Anne-Dore Merkel
29. Januar 2024
Gestern
Traumasensibles Choaching in der beruflichen Rehabilitation
Auf dem Weg
nach Vueltas zum Strand und Hafen
mit Martina
jede Welle bringt uns näher
in das Thema
welches durch uns in die Welt gebracht werden will.
Ich fühle tiefe Dankbarkeit für Martina Rusu, unsere Begegnung, Austausch und Wirksamkeit.

Anne-Dore Merkel
30. Januar 2024
Heute zu Hause in La Calera
the best place
my base in La Gomera
escuela de ideomas
in tiefer Dankbarkeit für Natalia und ihre Gastfreundschaft

Anne-Dore Merkel
30. Januar 2024
Happy Birthday liebe Tante, Seelenverwandte 😍
Ist deine Trauer, dein Schmerz um den Verlust deines Mannes, den Kontaktabbruch deiner Kinder noch so groß, erfahre ich dich warmherzig und offen. Ich bin und bleibe da für dich - mein Geschenk zu deinem 87.

 

 

03.02.2024

Ich bin mit Freunden auf einem Ausflug in Playa Santiago. Dort gibt es eine nette, öffentlich zugängliches Poolanlage, wo man sich was zu trinken holen und hinsetzen kann.

 

 

 

17.24 Uhr SMS von Anne an Peter:

Ich habe gerade mit Anna am Strand Fisch gegessen, nun bringé ich sie zum Flughafen. Bist du mit deinen Freuden schon wieder im VGR? (Valle Gran Rey)

 

11.02.2024

 

 

Thomas (Berufsbetreuer) und Frank (Landschaftsgärtner) - beim Konzert von Henry Stabel am 11.02.2024 in Vallehermoso

 

 

Mit Anne, Thomas (Berufsbetreuer) und Frank (Landschaftsgärtner) beim Konzert von Henry Stabel in Vallehermoso

Wir fahren mit dem Mietwagen von Thomas und Frank nach Vallehermoso.

 

 

Eines der wenigen Foto auf dem Anne traurig ausschaut. Sie hat es mir mit anderen Fotos über telegram geschickt. Wer hat fotografiert?

 

 

 

 

 

14.02.2024

Abreise von Anne von Valle Gran Rey nach Los Christianos, mit der Fähre nach Teneriffa und von dort mit dem Flugzeug nach Berlin.

Frank und Thomas bringen sie von mit dem Auto von Valle Gran Rey zum Hafen nach San Sebastian. Das hatte ich Anne vor ein paar Tagen vorgeschlagen, dass sie die beiden fragt, ob sie das machen würden und das hat dann auch geklappt, die beiden haben das mit einem Ausflug über die Insel verbunden.

 

Telegram - deutsche Zeit:

Anne Merkel, [14.02.2024 12:46]
Frank und Thomas haben mich bis zur Fähre ⛴ begleitet, nun warte ich auf Klaus

Peter Thiel, [14.02.2024 12:47]
prima. guck mal nach den delfinen, auf der armas, wenn es die alte armas ist, gibt es ein oberdeck, wo man auf das meer schauen kann.

Anne Merkel, [14.02.2024 12:55]
Danke für den Tipp, hast du schon mal welche gesehen?

Anne Merkel, [14.02.2024 12:55]
Ich habe gerade Klaus getroffen 😍

Peter Thiel, [14.02.2024 12:56]
Prima.

 

Anne sitzt auf der um 12 Uhr - spanische Zeit - von Los Christianos nach Teneriffa.abfahrenden Fähre von Armas von San Sebastian nach Los Christianos, offenbar ist ein Klaus mit auf der Fähre von.

 

 

 

14.02.2024 - 13.03 Uhr - deutsche Zeit: Sprachnachricht von Anne an Peter.

Vitale Stimme von Anne, offenbar auf dem Flughafen Teneriffa Süd, noch ist von Annes Sinkflug nichts zu spüren.

Wer ist Klaus, der sie auf dem Weg zum Flugplatz begleitet und den sie am Flughafen kurz aus den Augen verloren, dann aber wiedergefunden hat?

 

 


Anne Merkel, [15.02.2024 14:11]
Geschafft. Das gemeinsame Essen hier in ... lief entspannt ab im Kreis der Familie und den Freunden meiner Eltern. Jetzt fahre ich mit Niko wieder nach Berlin. Ich vermisse dich und la Gomera.

Heute Vormittag gab es hier sogar ein paar sonnige Stunden.

Was erfährst du momentan?


Anne Merkel, [15.02.2024 16:33]
Ich bin jetzt auf dem Weg mit Niko zum Haus Lebenskunst zum Liebe tanzen 💃 und du?

 

Anne Merkel, [16.02.2024 00:37]
So schön bei dir 😍

Anne Merkel, [16.02.2024 00:39]
Ich bin müde vom Tag, Geburtstag und tanzen 💃. Nun falle ich erschöpft ins Bett nach einem kurzen Austausch mit Elias. Niko schläft heute im Wedding bei einer Freundin. Ich denke an dich 😘

Anne Merkel, [16.02.2024 00:40]
Und fühle dich nah bei mir ✨🦋💫

Peter Thiel, [16.02.2024 00:54]
Schlaf schön, meine Liebe.

 

Peter Thiel, [20.02.2024 15:07]
ich habe dir doch den Link zugeschickt. Sende ihn gleich noch mal.

Anne Merkel, [20.02.2024 15:09]
Jetzt sollte es gehen, schau mal

Anne Merkel, [20.02.2024 23:52]
Bin gerade aus der wohlig warmen Sauna zu Hause angekommen. Elias und Niko schlafen schon. Ich wünsche dir eine wunderbare Nacht und schau mir morgen deinen Bericht an 💞✨🦋

 

 

Peter Thiel, [21.02.2024 13:16]
Wie läuft Dein Tag? Bin 14.15 Uhr hiesige Zeit am Busbahnhof, Frank sitzt dort, Musik spielt.

Anne Merkel, [21.02.2024 15:03]
Hm wie schön

Anne Merkel, [21.02.2024 15:16]
Ich bin jetzt wieder zu Hause. Ich hatte mich mit Frank am Anton-Saefkow-Platz getroffen. Das war ziemlich intensiv und interessant.

Peter Thiel, [21.02.2024 15:22]
ich gehe jetzt zum Busbahnhof, gerne können wir am Nachmittag zoomen.

Anne Merkel, [21.02.2024 15:26]
Ohja

 

23.02.2024 09.24 deutsche Zeit: Sprachnachricht von Anne an Peter

... Ich bin auf dem Weg zum Hauptbahnhof und hole Martina ab ...

Anne ist nun schon neun Tage in Berlin/Deutschland. Die Frísche und Lockerheit ihrer Stimme ist bereits vermindert. Aber immer noch vital.

Peter Thiel, [23.02.2024 11:16]
Liebe Anne, Dir und Euch einen schönen Tag, ich geh jetzt auf einen Espresso in die Zumeria.

Anne Merkel, [23.02.2024 12:00]
Wir sind gerade nach einem sonnigen Spaziergang durch den Friedrichshain bei mir zu Hause angekommen, 12.30 Uhr habe ich mein Treffen mit Kai und fühle eine leichte Aufgeregtheit

Anne Merkel, [23.02.2024 12:00]
Ich wünsche dir eine gute Zeit in der Zumeria. Triffst du Frank?

Anne Merkel, [23.02.2024 18:24]
Huhu

Peter Thiel, [23.02.2024 18:24]
Huhu, bin wieder "zu Hause".

Anne Merkel, [23.02.2024 18:25]
Was hast du erlebt?

 


Anne Merkel, [24.02.2024 11:05]
Ich möchte heute gerne mit dir zoomen

Peter Thiel, [24.02.2024 11:15]
Gerne am Nachmittag oder auch danach. Kuss.

Peter Thiel, [24.02.2024 12:03]
So ein laszives Foto/Bild in halbnackt hätte ich auch gerne von Dir.

Anne Merkel, [24.02.2024 12:37]
Ich bringe Martina zu 15.00 Uhr zum Zug, danach gerne

Peter Thiel, [24.02.2024 12:38]
Ja, ein aktuelles, liegend. Bis nachher, euch noch eine gute Zeit.

Anne Merkel, [24.02.2024 12:38]
Hm liegend sogar

Peter Thiel, [24.02.2024 12:39]
ja, dann kann ich mich gleich auf dich legen.

 

Anne Merkel, [24.02.2024 13:17]


Peter Thiel, [24.02.2024 14:29]
Luzifer, der Lichtbringer.

Anne Merkel, [24.02.2024 15:05]
Das ist doch eine Frau 👩

Anne Merkel, [24.02.2024 15:05]
Was hältst du von 16.00 Uhr?

Peter Thiel, [24.02.2024 15:06]
Luzifer ist beides, würde ich sagen, meine Mutter hieß Katrin Lucie, also die Lichtbringerin.

Peter Thiel, [24.02.2024 15:06]
Du bist meine Lichtbringerin.

Anne Merkel, [24.02.2024 15:08]


Peter Thiel, [24.02.2024 15:09]
Was ist denn da unter dem Rock, eine geheimnisvolles Schloss?

Anne Merkel, [24.02.2024 15:14]
Ich glaube du hast gerade sehr viel Lust kann das sein?

Peter Thiel, [24.02.2024 15:17]
Zwischen Lust und Frust.

Anne Merkel, [24.02.2024 15:29]
Ohje

Anne Merkel, [24.02.2024 15:30]
Was frustriert dich?

Peter Thiel, [24.02.2024 15:35]
Du fehlst mir, vermute ich mal. Und sonst, das ganze seichte Dahingeplätscher im Valle Gran Rey, Spass bis zum Umfallen, wir vergessen den Rest der Welt, wir phantasieren uns die Welt schön. Dann noch der Bürokratiekram, Geschäftsbericht, bin jetzt immerhin schon bei 90 Prozent Erledigung, grad einen Posten von 0,21 Cent in die Tabelle eingepflegt, damit der Finanzbeamte zufrieden ist. Und dann wollen mir andere Leute einreden, das es doch eine prima Sache ist, dass wir dem Staat zuarbeiten dürfen und seinen Krieg finanzieren, der nicht mein Krieg ist.

Anne Merkel, [24.02.2024 15:36]
Ich fühle dich, du fehlst mir auch im unmittelbaren Kontakt ✨

Anne Merkel, [24.02.2024 15:38]
Mein Beleg für die Liebe

Ich bin selbstständig seit dem ich denken kann. Viele Jahre war es mir zu dämlich jeden kleinen Mini-Beleg zu sammeln, zu buchen und zu archivieren. Ich bin ein Menschen des freien Flusses und kein Korinthenkacker.

Inzwischen bin ich bewusster und sammle sogar die Bons für den Kauf von einzelnen Briefmarken. Doch buche ich diese Belege nicht um ein paar Cent mehr in meiner eigenen Tasche zu haben. Ich buche sie für eine neue Welt.

Mehr Belege- weniger Panzer.

Hör niemals auf an deine Vision zu glauben, denn der Glaube an deine Vision versetzt Berge, aber nur wenn wirklich du an sie glaubst. Wir schöpfen eine Welt jenseits der Kriegsmittel, jenseits der Steuern und jenseits der Zettelwirtschaft und in dieser Welt bin ich bedingungslos bereit alles von mir zu geben.
Mein Beleg ist die Liebe.

Sophie & Wanja und die Seas of Love

Peter Thiel, [24.02.2024 15:42]
Nun, ich muss das buchen, denn wenn ich die 0,21 Euro nicht verbuche, dann stimmt die Bilanz nicht, es fehlen 0,21 Euro und dann bin ich für den Staat ein Betrüger, so sieht das aus in dem goldenen Käfig, in dem wir leben. Aber egal, auch der Frust geht vorbei, gehört wohl zum Leben dazu, auf jeden Zick folgt ein Zack auf jedes Hoch ein Tief. Kuss, meine Liebe. ich gehe nachher noch ein paar Schritte hoch ins Tal spazieren hier unten ist heute Karneval, die Musik bummert schon, furchtbar woran die Leute so Gefallen finden.

Anne Merkel, [24.02.2024 15:44]
Wollen wir 16.00 Uhr zoomen?

Peter Thiel, [24.02.2024 15:45]
😠gerne, richtest du das Meeting ein?

 

Anne Merkel, [24.02.2024 19:47]
Ich wünsche dir einen wunderschönen Abend mit deinem Neffen und seiner Freundin

Anne Merkel, [24.02.2024 19:47]
Und ich freue mich riesig auf unser Wiedersehen

Anne Merkel, [24.02.2024 19:48]
Herzliche Grüße von Oliver

 

Peter Thiel, [25.02.2024 23:07]
Liebe Anne, ich wünsch dir eine gute Nacht, nach diesem schönen Abend. Ich gehe gleich noch mal auf eine Stunde runter zur Gomera-Lounge, heute ist wieder mein alkohllfreier Tag, Herr Müller wird traurig sein. Aber so ist das. Kuss und Umarmung. Peter.

Anne Merkel, [26.02.2024 09:41]
Guten Morgen lieber Peter, danke für deine gestrigen Wünsche, ich bin ziemlich schnell eingeschlafen als ich zu Hause war.

Es waren gestern sehr, sehr viele Frauen da. Männer eher kaum. Naftali, Richard und eins zwei andere, die ich vom Tanzen her kenne, waren da, mit Richard hatte ich eine herzliche Umarmung. Heute fühle ich mich ein bisschen gerädert. Auf dem Heimweg sagte meine innere Stimme, dass noch viele unzählige Tote durch Kriege geben wird. Ich fühle Ohnmacht und den Wunsch doch irgendetwas dagegen tun zu können.

Ich wünsche dir einen guten Start in den Tag von Herzen 💕 Anne

 

Peter Thiel, [26.02.2024 12:11]
Bin wieder da.

Anne Merkel, [26.02.2024 12:18]
Wir können gerne 13.00 Uhr zoomen, wenn du magst. Heute Abend um 18.00 Uhr bin ich mit Hauke verabredet.

Peter Thiel, [26.02.2024 12:21]
gerne 13 Uhr deutsche Zeit, willst du das Zoom einrichten?

Anne Merkel, [26.02.2024 12:22]
Ja das mache ich sehr gerne

Peter Thiel, [26.02.2024 12:23]
Küsschen.

Anne Merkel, [26.02.2024 12:24]
❤️✨😘

Peter Thiel, [26.02.2024 13:59]
Küsschen, meine Liebe.

Anne Merkel, [26.02.2024 15:23]
Das war ein schöner Austausch mit dir, magst du mir später von deinem Treffen mit deiner Tochter und deinem Enkel berichten?

Peter Thiel, [26.02.2024 17:11]
Zoomeeting ist vorbei, alles gut geklappt. Bin noch eine Stunde erreichbar, dann gehe ich nach El Guro.

Anne Merkel, [26.02.2024 17:24]
Hm, das klingt schön.

Ich fahre jetzt in den Prenzlauer Berg und treffe mich mit Hauke, um meine derzeitigen Ideen zu Moving Circle mit ihm zu besprechen.

Ich wünsche dir einen schönen musikalischen Abend ♬, ich möchte gerne morgen in Ruhe über deine Begegnung mit deiner Tochter und deinem Enkel sprechen.


Peter Thiel, [26.02.2024 17:25]
Ich freu mich auf morgen. Kuss, Peter.

Anne Merkel, [26.02.2024 17:27]
Ich auch 😘


Anne Merkel, [27.02.2024 16:12]
Hm ich hatte gerade noch ein wichtiges Telefonat mit Jana vom Senioren Service und es hat länger gedauert als gedacht, tut mir leid

Anne Merkel, [27.02.2024 22:07]
Ich wünsche dir eine erholsame und entspannte Nacht und davor noch einen schönen Abend mit Frank ✨🦋❤️

Peter Thiel, [27.02.2024 22:19]
Danke dir auch, ich gehe jetzt runter zur Gomera Lounge, genug gearbeitet. Ich wünsch dir süße Träume,


Peter Thiel, [28.02.2024 21:18]
Und du bist meine Naschkatze.

Anne Merkel, [28.02.2024 23:20]
Noch 8 mal schlafen 😴.

Leonie ist nach ihrer Ankunft auf dem grünen Sofa in der Küche eingeschlafen. Nun schläft Niko alleine in meinem großen Bett und ich schlafe jetzt in seinem bisherigen Bett.

Vorhin haben wir beim Abendessen unsere lustigsten Begegnungen des letzten halben gemeinsamen Jahres geteilt, die wir zusammen erleben durften.

Ich wünsche dir eine wunderbare Nacht 🌃



Anne Merkel, [29.02.2024 10:58]
Guten Morgen lieber Peter ✨

Peter Thiel, [29.02.2024 11:20]
Guten Morgen, mein Sonnenschein.

Anne Merkel, [29.02.2024 11:48]
😍

Anne Merkel, [29.02.2024 11:50]
Ich fahre heute 14.00 Uhr mit Leonie und Niko zu Liebe tanzen, magst du vorher noch mit mir zoomen?



Anne Merkel, [01.03.2024 12:26]
Ich freue mich auf unseren Raum

Peter Thiel, [01.03.2024 12:27]
Kuss, meine Liebe.

Anne Merkel, [01.03.2024 14:11]
Michi hat mich angerufen und gefragt, ob wir uns treffen? Ich habe ihr spontan zugesagt. Ist es für dich ok, wenn wir am Abend zoomen?

Peter Thiel, [01.03.2024 14:24]
O.k.

Anne Merkel, [01.03.2024 14:29]
Wann wäre es dir abends lieb?

Peter Thiel, [01.03.2024 15:34]
Ich folge deinem Vorschlag.

Anne Merkel, [01.03.2024 15:40]
Ich wollte mich gerade mal telefonisch mit dir abstimmen zwecks einer für dich und mich passenden Zeit.

Anne Merkel, [01.03.2024 15:42]
Leonie ist gerade erst raus, da sie sich kurz bevor sie loswollte noch einen Zeh in meiner Küche gebrochen hat. Au ah

Anne Merkel, [01.03.2024 15:43]
Ich treffe Michi 16.15 Uhr und mag dann gerne gleich wieder nach Hause.

Anne Merkel, [01.03.2024 15:44]
Passt bei dir 20.00 Uhr oder ist das zu spät?

Anne Merkel, [01.03.2024 15:53]
Nur noch 5x schlafen

 

 

Anne Merkel, [02.03.2024 13:09]
Schön. Ich sortiere mich noch ein bisschen und dann geh ich zu REWE noch etwas für das Essen für Morgen holen. Morgen kommen ja Thomas, seine Frau und Frank.

Peter Thiel, [02.03.2024 13:16]
Ich frühstücke jetzt. Gerne können wir heute wieder zoomen.

Anne Merkel, [02.03.2024 14:45]


Peter Thiel, [02.03.2024 16:12]
Kuss.
Peter Thiel, [02.03.2024 16:12]
Kuss.


Anne Merkel, [02.03.2024 16:20]
Lieber Herr Klein, ich habe von Schwester Jane einen neuen Termin erhalten mit der Info, dass Sie mit dabei sein werden.

Momentan nehme ich eine Verunsicherung in unserem Kontakt wahr bzw nehme ich Sie nicht in diesem wahr. Seit dem letzten Treffen bei Frau Dr. Gießmann.konnte ich mich bisher nicht mit Ihnen austauschen.

Ist es der Wunsch von Frau Dr. Gießmann, dass Sie wieder dabei sind?

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Von Herzen Anne Merkel

 

Anne Merkel, [02.03.2024 16:22]
Ich habe jetzt mal noch mal eine Nachricht an meinen Therapeuten geschickt. Danke für dein Dasein 😘

Peter Thiel, [02.03.2024 16:23]
Danke für Dein Vertrauen.

Anne Merkel, [02.03.2024 16:25]

Anne Merkel, [02.03.2024 16:26]
Ich vertraue dir mein Herz ♥

Anne Merkel, [02.03.2024 16:44]
Herr Klein hat soeben spontan sich gerufen gefühlt mich anzurufen, haaa .... Ausatmen.

Peter Thiel, [02.03.2024 16:46]

Peter Thiel, [02.03.2024 16:46]
Das hat vielleicht die Sardine befördert an der ich Grad vorbeigelaufen bin.
(Foto vom Sardinenfest im Valle Gran Rey)

Anne Merkel, [02.03.2024 19:02]
https://open.spotify.com/track/13Fo5bvBmmDDaMGtLlAqB5?si=tcoDwU37SGqzWKwsZ9bKzA

Anne Merkel, [02.03.2024 19:02]
Wir können also gerne zoomen, melde dich wenn du magst

Peter Thiel, [02.03.2024 19:47]
Bin wieder in meiner Wohnung.


Anne Merkel, [02.03.2024 19:49]
Voll was los

Peter Thiel, [02.03.2024 19:50]
Innen wie im Außen. 20.30 Zoom?

Anne Merkel, [02.03.2024 19:50]

Anne Merkel, [02.03.2024 19:50]

Anne Merkel, [02.03.2024 19:51]
Yes

Peter Thiel, [02.03.2024 19:57]
Bist du das mit deinem Sohn?

Anne Merkel, [02.03.2024 20:08]
Das bin ich mit Alice der Tochter von Marion

Peter Thiel, [02.03.2024 20:09]
Interessant.

 

Anne Merkel, [02.03.2024 21:56]
https://images.app.goo.gl/6hZe8feRZP5fnCaXA

Anne Merkel, [02.03.2024 22:20]
Ich freue mich mit dir in See zu stechen, sagt man das so?

Peter Thiel, [02.03.2024 22:21]
In See zu stechen sagt man wenn man auf das Meer hinausfährt. In Lychen fahren wir raus auf den See.

Anne Merkel, [02.03.2024 22:21]
Ah ha

Anne Merkel, [02.03.2024 22:43]
Ich schlafe jetzt mit dir an meiner Seite ein, dir einen zauberhaften Abend

Peter Thiel, [02.03.2024 22:44]
Schlaf gut, meine Bootsfrau.

 

03.03.2024 - telegram

Anne Merkel, [03.03.2024 09:26]
Guten Morgen lieber Peter, ich wünsche dir eine erholsame und besinnliche Wanderung 🌸🤸♂⛰

Anne Merkel, [03.03.2024 09:27]


Peter Thiel, [03.03.2024 10:47]
Du bist der schöne Blick auf meiner Wanderung. Nach dem Frühstück versuche ich es mit dem Trampen.

Anne Merkel, [03.03.2024 10:53]


Peter Thiel, [03.03.2024 11:05]
Herausforderung ist wohl der bessere Begriff als "Überforderung". Kuss und Umarmung.

Anne Merkel, [03.03.2024 11:23]
Herausforderung danke das beruhigt mein System

Peter Thiel, [03.03.2024 11:25]


Anne Merkel, [03.03.2024 11:29]
Wer ist das?

Peter Thiel, [03.03.2024 11:30]
Das ist eine Frau mit einem Bogen, die steht in der kleinen niedersächsischen Fachwerkstadt Duderstadt, von mir fotografiert.

Anne Merkel, [03.03.2024 12:19]
Sie sieht klar und zielsicher aus

Anne Merkel, [03.03.2024 12:19]


Anne Merkel, [03.03.2024 12:20]
Ich habe Paula geschrieben wegen dieser von mir im Bus vergangenen Tasche. Im besten Fall sind meine Ketten da drinnen.

Anne Merkel, [03.03.2024 12:21]
Paula wäre bereit sich am Tag deiner Abreise vllt am Hafen zu treffen.


Anne Merkel, [03.03.2024 10:53]


Peter Thiel, [03.03.2024 11:05]
Herausforderung ist wohl der bessere Begriff als "Überforderung". Kuss und Umarmung.

Anne Merkel, [03.03.2024 11:23]
Herausforderung danke das beruhigt mein System

Peter Thiel, [03.03.2024 11:25]

 




Anne Merkel, [03.03.2024 11:29]
Wer ist das?

Peter Thiel, [03.03.2024 11:30]
Das ist eine Frau mit einem Bogen, die steht in der kleinen niedersächsischen Fachwerkstadt Duderstadt, von mir fotografiert.

Anne Merkel, [03.03.2024 12:19]
Sie sieht klar und zielsicher aus

Peter Thiel, [03.03.2024 13:53]
Liebe Anne, ich habe meinem Freund Steffen deine Nummer gegeben, .... Ich wandere jetzt weiter.

Anne Merkel, [03.03.2024 14:14]
Das kann er sehr gerne machen

Anne Merkel, [03.03.2024 14:14]
Ich freue mich über deine Fotos

Anne Merkel, [03.03.2024 14:14]
So bin ich immer ein bisschen bei dir

Peter Thiel, [03.03.2024 18:43]
Bin wieder zu Hause in meinem Studio.

Anne Merkel, [03.03.2024 21:50]
Thomas, Antje und Frank sind nun gegangen

Anne Merkel, [03.03.2024 21:51]
Wie war deine Wanderung

 

 

Thomas, seine Frau Antje und Frank waren Abends bei Anne in ihrer Wohnung in Alt-Hohenschönhausen zum gemeinsamen Kaninchenessen eingeladen. Anne hat Thomas und Frank auf Gomera getroffen, Thomas arbeitet als Berufsbetreuer, Frank als Landschaftsgärtner.

Anne kennt Thomas aus der Zeit ihres Studiums an der AliceSalomon Hochschule in Berlin. MIt ihm will sie ausloten, ob er gegebenfalls als Betreuer für sie tätig werden kann.

Ich selber hätte zu dieser Zeit keine Veranlassung gesehen, dass Anne sich um eine rechtliche Betreuung kümmert, sie war ja voll handlungsfähig und den worst case konnte ich mir auf Grund fehlender persönlicher Vorerfahrungen nicht vorstellen.

Anne hat mich diesbezüglich auch nicht über ihre Gefährdungslage aufgeklärt, vielleicht wollte sie mich nicht abschrecken, aber das wäre gar nicht der Fall gewesen.

 

 

07.03.2024

Anne holt Peter am Flughafen Schönefeld ab, wir fahren zu ihrer Wohnung nach Alt-Hohenschönhausen.

Sehr schöne Wohnung. in der ehemaligen Zuckerwarenfabrik in der Konrad-Wolf-Straße im Berliner Bezirk Lichtenberg.

Anne erzählt mir, dass es einige wenige "Aufgewachte" gibt, also Menschen, die sich - so verstehe ich das - aus den Niederungen des menschlichen Daseins an das Licht vorgearbeitet haben. Zu diesen "Aufgewachten" zählt sie wohl auch Christian Meyer, der in Berliner Spiriszene einen gewissen Ruf hat.

Nun ja, irgendwie brauchen viele Menschen immer jemanden, an dem sie aufblicken können, für die einen mit Angststörung heißt der Karl Lauterbach und für die anderen mit einer anderen Angststörung Christian Meyer. Ich brauche keine Halbgötter, ich bin selber einer. Jeder Mensch sollte ein Halbgott sein, dann wäre diese Erde konfliktfähiger und zugleich friedlicher.

 

08.03.2024

Freitag, Frauentag, in Berlin Feiertag, auch die Männer dürfen feiern, aber nur wenn sie angestellt sind, so will es die altbackene Berliner Linkspartei, die den Frauentag als gesetzlichen Feiertag in Berlin durchgesetzt hat.

Vor dem Haus von Anne, einer ehemaligen Großbäckerei in Hohenschönhausen befindet sich das Sportforum, zu DDR-Zeiten ein Zentrum für Nachwuchssportler im Leistungssport.

Gemeinsames Aufstehen, frühstücken.

Um die Mittageszeit gemeinsamer Spaziergang um den Obersee in Hohenschönhausen.

 

 

 

 

Anne und Peter am 08.03.2024, Berlin Alt-Hohenschönhausen, Obersee

 

 

Kuchen geholt, beim Konditor in der Konrad-Wolf-Straße.

Anne gibt mir ein Kompliment, ich sei ein Freigeist und das gefällt ihr sehr gut. In der Tat, zum Knecht bin ich nicht geboren, davon gibts in Deutschland ja auch mehr als genug. Ich könnte das auch schlecht vorheucheln, wie die grünen Oberlehrer:innen die ihre Scheinheiligkeit wie eine Monstranz vor sich her tragen.

Anne ist auch ein Freigeist, auch deshalb passen wir gut zusammen.

Anne zeigt mir ein Video, das zeigt wie sie in bei ihrem wohl letzten Klinikaufenthalt im Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge über einen hohen Zaun der an eine Hauswand grenzt, in die Freiheit flüchtet.

 

Im KEH versorgen wir jährlich rund 49.000 Patientinnen und Patienten stationär und ambulant in fünfzehn Fachabteilungen. Insgesamt haben wir 788 Krankenhausbetten in Somatik und Psychiatrie. Besondere Schwerpunkte unserer Arbeit liegen dabei auf der Altersmedizin, der Gefäßmedizin, der seelischen Gesundheit, der Behandlung von Menschen mit Behinderungen und der Epileptologie. Unsere rund 1.600 Mitarbeitenden verstehen sich dabei als zuverlässige Partnerinnen und Partner für die stationäre und ambulante Versorgung der Menschen in Berlin und den angrenzenden Gebieten.

https://www.keh-berlin.de

 

Der Zaun ist um die vier Meter hoch und damit Anne sich nicht verletzt, legt sie eine Jacke über die nach oben rausragenden Metallstangen. Einer der Klinikinsassen filmt vom Klinikgelände aus die Flucht und dieses Video sehen wir uns nun an.

Hier drängen sich mir merkwürdige Parallelen auf, Annes Cousin (ich vermute, es ist der Cousin) flüchtete 1987 mit seiner "persönlichen Waffe" in die BRD.:

 

Am 1.9.1987 wurde der ehemalige Angehörige der Grenztruppen der DDR. Oberleutnant Merkel, Frank unter Mitnahme seiner persönlichen Waffe in die BRD fahnenflüchtig. Er war auf Befehl des Regimentslommendeurs.des Grenzregiments Grabow zur Kontrolle der Vollzähligkeit und des technischen Zustandes der Signalgeräte im Grenzabschnitt eingesetzt. Merkel ist am 2.08.1961 geboren.

In geordneten Familienverhältnssen aufgewachsen, die Eltern sind Lehrer, erlernte er den Beruf eines Maschinen- und Anlagenmonteurs im VEB Schiffswerft "Neptun" Rostock. ...

https://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Sozialistische-Grenzregime/weiterfuehrendes-Material/Rapport-184_83/Fahnenflucht-Oberleutnant.pdf

 

Von dieser Flucht erzählte mir Anne schon auf Gomera, mir schien sie war stolz, dass sie so einen Verwanden hatte und man den Bericht zu ihm auf der Internetseite der Freien Universität findet, kann gut sein, dass sich Anne mit dieser Flucht aus nicht haltgebenen Strukturen gut identifizieren kann.

Keiner flüchtet, wenn er einen guten Halt hat.

Im Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge hat Anne Elias kennengelernt, der aus Marokko stammen soll. Anne nimmt ihn zeitweise in ihre Wohnung auf, er muss nichts bezahlen, geht tagsüber irgendeiner Arbeit nach und kommt dann in Annes Wohnung und brät sich Fleisch. Ansonsten schläft er bei Wind und Wetter in seinem Zelt im Treptower Park.

 

Rückblickend betrachtet gibt mir Anne jede Menge Einblick in ihr "Psycholeben", sie kann sich sicher sein, dass ich nichts verurteile oder missbillige, ich habe zu viel Lebenserfahrung und bin zu humanistisch, als dass ich die Oberlehrerattitüde eines Karl Lauterbach oder einer Saskia Esken von der neostalinistischen SPD einnehmen würde.

Leider hat Anne mit mir zu keiner Zeit darüber gesprochen, was passiert und was gutes getan werden kann, wenn sie wieder in eine schwere Krise kommt.

  

2021 Unterbringung / Aufenthalt:

 

Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge
Herzbergstraße 79
10365 Berlin
https://www.keh-berlin.de/medizin-pflege/fachbereiche/psychiatrie-psychotherapie-und-psychosomatik

 

Anne ergreift über einen vier Meter hohen Zaun die Flucht, dokumentiert in einem Video, das sie mir auf ihrem Laptop zeigt.

 

Auch wenn mir Anne viel erzählt - jetzt im Rückblick nach ihrem Tod - sehe ich, dass mir vieles zum Verständnis fehlt. Wenn ich heute noch mal mit ihr darüber reden könnte, würde ich mit ihr eine Exceltabelle anlegen und die relevant erscheinenden Ereignisse - so weit sie nicht vergessen oder verdrängt sind - in chronologischer Reihenenfolge aufschreiben.

Anne erzählt mir von Robert, mit dem sie wohl mal eine Beziehung und den sie als Mitarbeiter in die HU-MA geholt hatte.

Sie ließ ihn auf einem gemeinsamen Spaziergang an der Spree einfach stehen und beendete die Beziehung von jetzt auf gleich, ich habe vergessen, was sie mir als Motiv angab. Es muss eine für Anne schwer überbrückbare Differenz gewesen sein, sonst beendet man nicht abrupt eine Beziehung und lässt den anderen einfach stehen.

Vielleicht war es ein Vertrauensbruch.

 

 

Christian Meyer

5.April.2022

Wenn die inneren Zwänge aufhören, dann hören auch die Konzepte auf, die Einschränkungen und die Erwartungen. Dann bin ich frei.
Aufwachen braucht das Verliebtsein und die Besessenheit von Freiheit.

 

Das ist ja nun eine küchenpsychologische Weisheit, die Christian Meyer hier verkündet, Annes Absturz konnten solche Weisheiten nicht verhindern. Aber auch dafür wird sich eine "psyscologische" Erklärung finden. Irgendwas passt immer.

 

 

 

09.03.2024

Sonnabend

Frühstück

Anne wird von einem Bekannten besucht, den sie möglicherweise aus ihrer telegram Gruppe peace - love - health kennt. Der will ihr in einer privaten Notsituation einen krummen Deal vorschlagen, bei dem Anne in keiner Weise einen Gewinn hätte, sondern nur das Risiko tragen würde bei einem Aufflug der unerlaubten Handlung in schwere Turbulenzen zu kommen. Strenge genommen ist es kein Deal, denn es gibt keinen erkennbaren Nutzen für Anne.

Der Bekannte war offenbar auch einige Zeit in der Community, zu der sich Anne zugehörig fühlt, hat sich davon aber offenbar entfernt, er spricht von der "Blase", zu der er sich jetzt nicht mehr zugehörig fühlt. Er kann aus irgendwelchen Gründen nicht mehr in der Wohnung wohne, in der er vermutlich zur Untermiete wohnte. Seine Idee: Anne nimmt ihn offiziell als Untermieter mit Untermietvertrag auf, das könnte sie machen, da sie ja eine Eigentumswohnung hat. Das Jobcenter überweist ihm die im Untermietvertrag offiziell genannte "Miete, die er in Wirklichkeit aber nicht an Anne bezahlt. Mit dem Geld, das er auf diese Weise bekommt, finanziert er die Untermiete eines Hauses im Norden von Berlin, dessen Besitzer wohl für einige Zeit im Ausland (Südamerika?) ist.

Ich hätte den Typen schon nach 10 Minuten verabschiedet oder gefragt, wie er sein Leben ohne Fliickschusterei auf die Reihe bekommen will - an einer Stelle am Anfang habe ich ihn auch gefragt, wie er sich sein Leben so vorstellt, aber außer Traumtänzerei ist ihm da nichts eingefallen, er hofft wohl auf den Verkauf eines Hauses seiner Mutter, das mal irgendwann verkauft werden soll. Anne will ihn wohl nicht vor den Kopf stoßen und verschwendet bald eine Stunde damit, den Typen irgendwie zufriedenzustellen, ohne sich für ihn flach zu legen. Der Typ verschwindet dann endlich, sicher weil ich auch als "Wachhund" mit im Zimmer saß und er meine zunehmende Ablehnung spürte.

Das war sicher eines der zentralen Probleme von Anne, sich in bestimmten, ihr nicht gut tuenden Situationen nicht ausreichend abgrenzen zu können. Sie wollte geliebt werden, ihre inneren Grenzen, müssen durch die jahrelangen Traumatisierungen erheblich geschädigt worden sein und der Neu- und Wiederaufbau war - nach meinem heutigen Gefühl erst bei 20 Prozent der notwendigen Sollgröße angekommemn. Anne war aber auf einem guten Weg, nur habe ich die Risiken ihrer Gefährdung völlig unterschätzt .

 

Anne tauscht sich mit mir darüber aus, wie es mit der HU-MA Pflege GmbH weitergehen könnte, wo sie mit 30 Prozent Geschäftsinhaberin ist.

Sie überlegt ihre Anteile an die Mitarbeiter zu verkaufen, die dann auf diese Weise eine Mitbesitzerrolle übernehmen würden. Anne sucht nach einem guten Weg, das Kapitel HU-MA für sich gut abzuschließen, selber will sie dort wohl nicht wieder aktiv tätig werden. Heute vermute ich, dass die Beziehung zwischen ihr und ihrem Mitgesellschafter nachhaltig zerrüttet war.

Ihr Mitgesellschafter, der 70 Prozent der Firma besitzt, hat sich in der Coronazeit staatskonform verhalten, so Anne.

Anne hat - zu Recht - gegen den staatlIchen Coronawahn rebelliert, das hat die Vertrauensbasis zwischen den beiden beschädigt; wie sie mir gegenüber sagte.

In einer "manischen" Phase in der Vergangenheit hat Anne möglicherweise auch einigen Schaden in der Firma angerichtet, so dass ihr wohl der Zugang zu den Geschäftskonten oder ähnlichem gesperrt wurde. Ich frage mich allerdings auch, ob Anne nicht auch einigen Grund für destruktive Aktionen gehabt haben könnte. 

 

Am Nachmittag fahren wir mit Annes Auto nach Tempelhof zur Meditanzion. Klingt ein wenig ungewöhnlich der Name. Ungewöhnliches, noch dazu wenn es mir von Anne nahegebracht wird, find ich interessant. Langeweile gibt es in diesem Land schon genug, man muss sich ja nur mal eine SPD-Ortsversammlung anschauen, lauter halbtote Zombies, die nicht sterben können.

Anne zeigt mir also ihre Welt und ihre gute "Familie".

Sehr klug, hat sie die letzten Monate gute praktische und emotionale Hilfen durch ihr guttuende Menschen für sich gesucht.

 

Ich brauchte ob ihrer auf Gomera gelebten Lebensfreude und Vitalität einige Zeit, bis ich eine leise Ahnung davon hatte, auf welch dünnen Eis Anne sich bewegt. Das Eis brach schließlich unter ihren Füßen, die Gefahr hatte ich unterschätzt.

Auf abenteuerlichen Weg im Zickzack durch Berlins Straßenlabyrint - ein Wunder dass wir keinen Zusammenstoß mit einem anderen Auto hatten - zurück mit dem Auto von Tempelhof in die Konrad-Wolf-Straße nach Alt-Hohenschönhausen.

 

 

10.03.2024

Sonntag

Anne spricht mit mir über Christian Meyer, der so eine Art Halbgott in der Berliner Psychoszene zu sein scheint. Sie zeigt mir auf Youtube ein Video mit ihm, das reisst mich wahrlich nicht vom Hocker, wird Zeit, denke ich, dass sie sich von ihm löst. Sie ist doch auf einem guten Weg.

Und tatsächlich ist Anne mir dankbar, als ich ihr empfehle, eine private Bitte um eine Dienstleistung von Christian abzulehnen, sie schickt ihm in meiner Anwesenheit eine kurze Nachricht, dass sie der Bitte nicht nachkommen wird.

Später, nach ihrem Tod lese ich in ihrer "Auseinandersetzung mit meiner Lebensgeschichte":

Bei dem Treffen mit Christian Meyer am 12/11/2018 unterstützt er
mich beim Einsortieren vergangener Erfahrungen. Ich nehme wahr,
was für ein unverständliches und unsortiertes Wirrwarr in mir
ist. Er lässt mich meine Augen schließen und ich komme zur Ruhe.
Auf seine Frage, was nimmst du im Augenblick wahr, antworte ich,
„Ich fühle mich allein.“ Ich bin es nicht und doch ist dieses Gefühl
so präsent wie eh und je. Er empfiehlt mir, das Buch von
Stavros Mentzos „Depression und Manie“ zu lesen. Begeistert bin
ich darüber nicht, dennoch nehme ich es mit nach Hause. Der Versuch
es zu lesen scheitert.
Bei einem erneuten Treffen am 10/12/2018 fragt er mich, nach dem
Buch. Ich sage ihm, dass ich es nicht gelesen habe. Er fragt
mich, ob es aufgrund der Fachtermini zu schwierig für mich ist.
Ich verneine. Woran liegt es dann? Ich sage ihm, dass ich seit
Jahren versuche, mich von dem Psychisch-Kranksein zu lösen und
dass ich dieses Buch deshalb nicht lesen mag. Am Ende des Gesprächs
sagt er, dass er glaubt, dass mir gerade das Buch dabei
helfen kann. Mir ist es nicht möglich, seinem Rat nicht zu folgen.
Ich vertraue ihm als Lehrer und glaube, dass er durchaus
weiß, was hilfreich für mich ist. Dieses Vertrauen möchte ich
nicht in Frage stellen. Noch schaue ich ihn nachdenklich an.
„Lies das Buch und schreibe auf, womit du nicht einverstanden
bist, was du aus eigener Erfahrung anders siehst.“ Mit dem Buch
im Gepäck fahre ich nach Hause.

 

 

Intensive Gespräche mit Anne über ihre bewegte, teils traumatische Vergangenheit (Zwangsbehandlung in der Psychiatrie), wobei ich mich zu diesem Zeitpunkt in falscher Sicherheit wiege, das wäre Vergangenheit und jetzt sind wir in der guten Gegenwart mit ihren vielen Optionen, das Leben neu und gut zu gestalten, bin halt ein unverbesserlicher Optimist, auf jeden Zick folgt ein Zack so eine meiner küchenpsychologischen Weisheiten. Leider wusste ich zu wenig um die lebensgeschichtlich bedingte Labilität von Anne, die beim Erscheinen bestimmter Trigger das Angstkarussel wieder in Gang setzen konnten.

Anne erzählt mir, dass sie im Frühjahr 2022 in der Coronazeit in einer offenbar manischen Phase gemeinsam mit N... "die Welt retten" wollte.

Vor Annes Haus liegt die Konrad-Wolf-Straße eine auch von Straßenbahnen befahren Straße. Wir sitzen auf dem Sofa in der Wohnküche, Anne sitzt am geöffneten Fenster und raucht, ich trinke Kaffee. Die totale Harmonie, Anne denkt nach und erzählt mir, dass die Straßenbahnen und deren aufgedruckte Werbesprüchen, die vor Annes Haus scheinbar harmlos von rechts nach links und von links nach rechts fahren, sie beunruhigt haben. Wie ich nach Annes Tod erst später in vollem Umfang erfahre, sah Anne in diesen Werbesprüchen chiffrierte Bootschaften an sie. Mit meinem heutigen Wissen hätte ich mich natürlich dem Thema angeommen und sie gefragt, was ihrer Meinung nach denn für Botschaften an sie ausgestrahlt würden. Vermutlich hätte sie darauf nicht konkret darauf antworten können, man kann davon ausgehen, dass sie aus ihrem eigenen bedrängten Ich. auf die Werbebotschaften der Straßenbahnen projiziert hat.

Zu Annes manischer Phase zählte wohl auch die nicht so gut gelungene Luftballonaktion vor der Hu-Ma am Fennpfuhl, schlechtes Wetter verhinderte den Aufstieg von 300 mit Helium gefüllten Luftballons. Davon habe ich erst nach Annes Tod erfahren. Anne löste dann in der Hu-Ma auch noch den Feueralarm aus, auf der symbolischen Ebene die richtige Handlung, denn es war Zeit dafür die rot-grün-schwarze Coronadiktatur zu stoppen.

Warum startete Anne ihre Luftballonaktion gerade am Betriebssitz der Hu-Ma und bezog die dortigen Mitarbeiter in die Aktion mit ein, sie hätte ja ebensogut auch am Alexanderplatz 300 Luftballons in die Luft steigen lassen können. Dann noch der in der Hu-Ma von ihr ausgelöste Feueralarm. Man kann nicht nicht kommunizieren, sagt Paul Watzlawick. Wollte Anne ihrem Mitinhaber der Firma auf diese Weise etwas sagen?

Wo viele andere sich weggeduckt haben und dem schwarz-rot-grünen Panikmainstream unter Angela Merkel, Olaf Scholz, Jens Spahn, Christian Drosten und Lothar Wieler willig gefolgt sind, da ist Anne in den Widerstand gegangen, Freiheit war ihr wichtiger als der Tod.

Anne erzählt mir auch, dass sie vor einiger Zeit - ich weiß nicht wann - mit einem Typen, den Namen nennt sie mir nicht, Bondage gemacht hat. Anne war in der Opfer- und Ohnmachtsrolle, also (kunstvoll) gefesselt), als ob das einen Unterschied machen würde, ob man "kunstvoll" gefesselt ist´oder in einer Psychoklinik durch Lederriemen an ein Bett. Anne meinte, sie wollte in diesem Bondageerlebnis noch einmal ihre Ohnmacht nachspüren. Nur leider ist Bondage mit Typen wie dem Mann, die ihre sadistischen Anteile und ihren Machtanspruch inszenieren wollen, keine Therapie, sondern Retraumatisierung.

Ich frage Anne, was da konkret in der Bondagesession passiert ist, darauf gibt sie keine Antwort. Ich halte so was bei suizidal gefährdeten Menschen für hochgefährlich und unverantwortlich.

Wer war der Sadist, der Anne im scheinbar harmlosen Bondage misshandelt hat? Ich habe die Vermutung, dass es einer aus ihrer Comunity war. Den Namen kenne ich.

 

 

7. Fixierungen von Initiative und Wut, Sado-Masochismus

Vernichten, Zerstören, Initiative und Wut sind Funktionen guten Kontakts, notwendig für Unterhalt, Lust und Sicherheit eines jeden Organismus in einem schwierigen Umfeld. Wir haben gesehen, daß sie in verschiedenen Kombinationen auftreten und meist mit Lust verbunden sind. ...

Auch ist die feindselige Aggression oft genau dort rational, wo sie als neurotisch gilt; zum Beispiel wird Feindschaft (des Klienten - Anmerkung P. Thiel) vielleicht nicht deshalb gegen einen Therapeuten gekehrt, weil er eine `Vaterfigur` wäre, sondern weil er `schon wieder einer` ist, der einem unassimilierbare Deutungen aufzwingt und einen ins Unrecht setzt.

...

Allgemein ist das Selbst (wie wir ausführlicher im nächsten Kapitel sehen werden), wenn ein Verlangen verdrängt und habituell außerhalb des Gewahrseins gehalten wird, auf Feindschaft gegen sich selber fixiert. Sofern diese Feindschaft nach innen gekehrt bleibt, haben wir es mit einem wohlerzogenen Masochismus zu tun; sofern sie ein Abbild des Selbst in der Umwelt findet, ist sie fixierter Sadismus. Die Lust des Sadismus ist die Steigerung des Verlangens im Ablassen vom Selbst; Schlagen, Zustechen und so weiter sind die Formen, in denen der Sadist sein Objekt lustvoll berührt. Und das Objekt wird geliebt, weil es wie das eigene unterdrückte Selbst ist.

...

Beim Masochismus werden die Triebregungen ausgreifender und erhöhen die Spannung, und entsprechend straffer wird die Hemmung; das Verlangen nach der Abfuhr wird neurotisch interpretiert als der Wunsch, es gemacht zu bekommen, vergewaltigt, zerbrochen, angestochen zu werden, um den inneren Druck loszuwerden. Der Masochist liebt den brutalen Geliebten, der die ersehnte Befriedigung gewährt und doch mit dem eigenen selbstbestrafenden Selbst identifiziert wird.

Frederick S. Perls; Paul Goodman; Ralph F. Hefferline: “Gestalttherapie. Grundlagen“, dtv, 1979, S. 136/137

 

 

Aber - rückblickend - Anne war auf einem guten Weg, er hätte weiterführen können, der Tod vor der Zeit - auch bei schwerem Lebensschicksal - ist kein Naturgesetz.

Viktor Frankl: … trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager.

Nur Anne ist kein Viktor Frankl und auch kein Peter Thiel, sondern eher die Frau in Frankl Buch, die im KZ vor seinen Augen stirbt, ohne dass er ihr helfen kann.

 

2023: Anne erklärt gegenüber einer Freundin, dass sie in die Schweiz will, wo sogenannte "Sterbehilfe" angeboten wird. Anne dachte also darüber nach, wie sie sich mit fremder "Hilfe" töten kann. (10.04.2024)

Ich nehme an, dass Anne zu dieser Zeit in einer depressiven Phase war. Ich vermute, dass das am 24.03.2024, am Tag ihres Sprunges in den Tod anders war, da löste sich die Depression auf in eine Entschlossenheit, in den Wunsch, ein Signal zu setzen. (20.04.2024)

 

Womöglich habe ich ihr am Vorabend ihres Todes den Abschied erleichtert, in dem ich ihr per telegram das nachdenkliche Lied "Just" von David Lang zuschickte.

 

Peter Thiel, [23.03.2024 20:16]
Liebe Anne, ich würde mich freuen, wenn du mich noch heute Abend voll heulen und volljammern würdest.

Anne Merkel, [23.03.2024 20:38]
Ich schaffe es nicht. Es tut mir leid.

 

20.44 Uhr: ich sende an Anne das Lied

David Lang – Just (After Song of Songs)


Just your mouth
Just your love
Just your anointing oils
Just your name
Just your chambers
Just your love
And my mother's sons
And my own vineyard
And my soul
...

 


Peter Thiel, [23.03.2024 20:44]
Alles o.k. Ich bin an deiner Seite, so oder so.

 

Womöglich hat ihr meine bedingungslose Bereitschaft, ihre Entscheidung so zu akzeptieren, wie sie sich entscheidet, geholfen, am nächsten Tag ohne Angst in den Tod zu gehen:

Alles o.k. Ich bin an deiner Seite, so oder so.

 

Ich erfahre erst am 31.03.2024, dass Anne große Menschenansammlungen stark beunruhigen, daher dann sicher auch ihr späterer Vorschlag, dass sie mir mit dem Auto in den Schwarzwald nachkommen wird und nicht mit der Bahn. Leider hat sie mir íhre Motivation nur zur Hälfte erklärt, dass sie gerne mit ihrem Auto fährt, aber verschwiegen, dass sie nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, weil sie da Angst bekommt.

Die Tage nach Ihrer Rückkehr nach Berlin bis zu meinem Eintreffen hat sie einen Termin mit Uwe Klein, der ihr, ohne dass Anne das bezahlen muss, als Gesprächspartner zur Verfügung steht.

  

Uwe Klein

QUALIFIKATIONEN
● Diplom-Sozialpädagoge
● Diplom-Sozialgerontologe
● Psychoanalytischer Familienberater / Familientherapeut (BvPPF)
● Fachsozialarbeiter für Klinische Sozialarbeit / Clinical Social Worker (ZKS)
FUNKTIONEN
Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
● Leitungsteam Kompetenzzentrum für Familiengesundheit, Lehrbeauftragter
Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin
Bereich Regionalgeschäftsführung
● Referent für Strategie- und Unternehmensentwicklung
● Leitung Zentrum für Familiengesundheit
● Integrationsbeauftragter
SCHWERPUNKTE
● Familiengesundheit im Lebenslauf
● Familiengerontologie
● Familie und Interkulturalität
● Familie und chronische Erkrankung
● Familien im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer
● Familienorientierte Kunst- und Gestaltungstherapie
● Familienzentrierte Medizin, Pflege und Beratung
● Familie im sozialräumlichen Kontext (Compassionate Communities)

https://www.khsb-berlin.de/sites/default/files/CV%20Uwe%20Klein%2006082019.pdf

 

 

Es scheint, dass Anne mit dem letzten Gespräch mit Uwe Klein nicht so zufrieden ist, jedenfalls berichtet sie mir nichts davon. Auch über den Inhalt der Gespräche erzählt sie mir nichts, womöglich ging es um ihre Suizidaliät, das Thema hat Anne bei mir nie angesprochen, wenn man mal von der Tablettenaktion absieht, aber auch bei diesem Ereignis hat sie mir die Dramatik nicht vermittelt.

Auf meine Mail vom 09.04.2024 an Uwe Klein erhalte ich keine Rückmeldung, woran liegt das?

 

Bei aller Offenheit von Anne, über ihre Verletzlichkeit und Krisen spricht sie nur in Bezug auf die Vergangenheit, nicht auf die Gegenwart, was sie da gefährden und wie man handeln könnte. So fehlt die Hälfte des Ganzen, was letztlich wohl auch zu dem tragischen Ende beigetragen hat, da ich weder emotional noch kognitiv auf den Eintritt eines Ernstfalles vorbereitet war.

Dabei hat sie mich erlebt, dass ich ihr gegenüber völlig tolerant war, aber die alten Misstrauensängste aus ihrer Vergangenheit wirkten nach. Gut möglich, dass sie sich in ihrer Lebensgeschichte Menschen vertrauensvoll geöffnet hat und dieses Vertrauen dann missbraucht wurde, da wird man vorsichtig, damit das einem nicht noch mal passiert. Vielleicht hat sie in ihrer Vergangenheit auch zu viele "gut gemeinte" Vor-Schläge bekommen, was sie tun und lassen soll. Kommen solche Vor-schläge zu intensiv, kann sich ein sensibler Mensch dagegen nicht abgrenzen.

Mit Herrn K, Psychoanalytischer Familienberater / Familientherapeut (BvPPF), hatte Anne vor ein paar Tagen ein Gespräch, wie sie mir erzählt. Sie kennt ihn aus ihrem beruflichen Umfeld. Herr K. und Anne verabreden sich ein oder mehrmals zu einem Spaziergang, offenbar in der Absicht, dass Anne Unterstützung von Herrn K. erfährt. Anne muss dafür nicht bezahlen, obwohl das finanziell kein Problem für sie wäre. So richtig zufrieden scheint Anne von den Gesprächen nicht zu sein. Was fehlt?

Anne hat für nächste Woche einen Kennenlerntermin mit einem Psychotherapeuten vereinbart, von ihm erhofft sie sich ebenfalls Hilfe. Sie hat auch recht schnell einen Termin bekommen, üblich sind ja ansonsten monatelange Wartezeiten. Mit den Psychos, mit den sie die letzte Zeit so Kontakt hatte, ging es offenbar nicht wirklich voran, auch mit ihrer Psychiaterin, Frau Dr. G, bei der sie dann und wann einen Termin hat und Tabletten verschrieben bekommt, ist sie nicht zufrieden. Irgend etwas fehlt.

Außerdem hat Anne  einen Termin mit Kai von der Hu-Ma vereinbart, Frank B... ein Bekannter von ihr soll daran teilnehmen, angedacht ist von Anne, dass dieser in der Firma Aufgaben von ihr übernehme könnte, bzw. in die Moving Circle GmbH, in der sie Mitgesellschaterin war, integriert werden könnte.

 


Anne-Dore Merkel

Aktiv

Berlin

54 Jahre

Letzte Meldung: 02.12.2021

...

Moving Circles HU-MA Unternehmensberatung GmbH
Geschäftsführerin
Seit 01.12.2021 - heute

...

https://www.companyhouse.de/p/Anne-Dore-Merkel-Tz1-8bShqLuJcpnV4p41MEh9Wmo


 

Hätte Anne mich doch nur mit zu diesem Termin mitgenommen und überhaupt darum gebeten, dass ich in der Folgewoche, wo zwei für sie wichtige Termina anstanden mit dabei zu sein oder doch wenigstens jeden Tag telefonischen Kontakt zu halten und sich auszutauschen. Das hätte den Verlauf wenden können.

Am Nachmittag fahren wir mit ihrem Auto nach Pankow, wo ich einige Erledigungen absolviere.

 

 

 

11.03.2024, Montag

Der Kipppunkt

Die Umstände des Kipppunktes liegen im Dunkeln, nur Anne könnte darüber Auskunft geben.

Mir fehlte es an relevanten Informationen, was im Vorfeld des Kipppunktes in ihr vorging, was Anne dachte, wie Anne "funktionierte".

Der Kipppunkt kam und Anne sagte am Vormittag des 11.03.2024 zu mir: "Ich kann eine Mann - Frau Beziehung nicht leben"

und ich fragte Anne nicht:

Was ist eine Mann - Frau Beziehung?

Wovor hast Du Angst?

 

Am 11.03.2024 am Vormittag kippte die Waage in Richtung Tod.

 

Match Point ist ein Melodram-Thriller aus dem Jahr 2005 von Regisseur Woody Allen, der auch das Drehbuch schrieb. Bei seiner 39. Regiearbeit drehte Allen zum ersten Mal einen Film ausschließlich in England.

Der Film beginnt mit der Zeitlupenaufnahme eines Tennisballs, der die Netzkante trifft und senkrecht in die Höhe springt. Dann wird das Bild angehalten, und somit bleibt unklar, in welchem Feld der Ball landen wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Match_Point

 

 

Der Anglizismus Tipping Point (deutsch „Umkipppunkt“, „Kipppunkt“ oder „Kippelement“) ist in der Netzwerkökonomik die kritische Masse, die erforderlich ist, damit sich eine Nachricht oder ein Sozialverhalten massenhaft verbreitet. Auch andere Fachgebiete verwenden diesen Begriff.

...

Bei der Zubereitung von Popcorn kann das Phänomen des Tipping Points (und des Umkehrgrenzpunktes) beobachtet werden. Man gibt einige Millimeter hoch Speiseöl in einen Topf, fügt Maiskörner hinzu und erhitzt den Topf. Zunächst ist lediglichzu beobachten, dass der Topf und sein Inhalt wärmer werden. Erst nach einigen Minuten, wenn das Öl die Temperatur von 163 Grad Celsius erreicht haben wird, wird das erste Maiskorn aufplatzen. Ein Maiskorn hat außen eine harte und stabile Hülle, die mit weicher und wasserhaltiger Stärke gefüllt ist. Das Wasser im Inneren beginnt zu kochen und zu verdampfen, wobei durch den entstehenden Druck die Hülle nicht mehr standhalten kann und folglich platzt. Nach und nach werden jetzt die Maiskörner explodieren, erst wenige, dann immer mehr und schneller (Tipping Point), darauffolgend immer weniger und langsamer, bis die Temperatur von 169 Grad Celsius erreicht wird. Der Tipping Point liegt daher in einem Intervall von ungefähr 6 Grad, da die Maiskörner nicht gleich groß und die Hüllen der Maiskörner nicht gleich dick sind. Im Bereich von 163 bis 169 Grad Celsius werden fast alle Körner platzen; zudem ist der Prozess nicht mehr umkehrbar.[17][18] Im Mikrowellenherd verläuft der Prozess bei mit Öl vermengten Maiskörnern im Papiersack ähnlich.

https://de.wikipedia.org/wiki/Tipping-Point

 

 

Wollte sich Anne von mir trennen oder wollte Sie mir "nur" mitteilen, dass sie sich mit einer "Mann-Frau-Beziehung" überfordert sieht.

 

So oder so, das Setting ihrer Mitteilung war denkbar schlecht. Sie hatte an diesem Tag vermutlich keinen hilfreichen guten Dritten.

Oder hat sie nach meiner Abreise mit jemanden telefoniert oder gsprochen, der ihr hätte ein guter Dritter sein können.

Wenn nicht, war der Absturz vorprogrammiert, das hat Anne wohl nicht bedacht, sie war kurzsichtig, im wahrsten Sinne des Wortes, sie hat es mir auf Gomera gesagt.

Ich bin weitsichtig, das hatte ich Anne auf Gomera gesagt, daher hätten wir auf dieser Ebene gut zusammengepasst. 

 

Das Denken ist hier wichtiger als das Fühlen. Das Fühlen ist zwar da, aber es ist sehr diffus.

Das Denken kann Klarheit schaffen, aus Klarheit kann Entschlusskraft wachsen.

Grübeln schafft keine Klarheit, dreht sich im Kreis und frustriert.

War Anne zu sehr im zwanghaften Grübeln und im Netz ihrer alten negativen Erfahrungen gefangen?

 


Viele zwanghafte Menschen bleiben aus ähnlichen Motiven der
Absicherung in den Vorbereitungen zu etwas stecken wie das ein Witz
sehr treffend illustriert: ein Mann kommt in den Himmel, sieht dort
zwei Türen mit den Aufschriften "Tor ins Himmelreich" und "Tor zu
Vorträgen ins Himmelreich" - und er geht durch das zweite Tor.

Fritz Riemann: Grundformen der Angst. Eine tiefenpsychologische
Studie. Ernst Reinhardt, Basel/München 1961; 11. Auflage 1976, S. 113

 

Beim Frühstück auf dem Sofa in ihrer Wohnküche, wir saßen vis-avis- erzählt mir Anne, dass sie nachts länger Zeit wach war und Ängste hatte. Ich hatte die Nacht davon nichts bemerkt und gut geschlafen.

Anne sagt mir - sinngemäß -  dass sie eine "Mann-Frau-Beziehung" nicht leben kann.

Ich frage nicht nach, was sie damit konkret meint und wie sie sich die Zukunft vorstellt, Die Frage hätte helfen können, sich klar zu werden in welchem Prozess Anne gerade ist und was sie überhaupt denkt, wie es für sie weitergeht, ...

Sie sagt mir auch nicht, sie will sich trennen. Das wäre eine sachliche Information gewesen, mit der ich mich hätte auseinandersetzen können.

Nein, sie sagt, dass sie eine "Mann-Frau-Beziehung" nicht leben kann - eine Doppelbotschaft - ich will mich trennen, ich will mich nicht trennen - und kaum, dass sie es gedacht oder gesagt hat - vielleicht auch schon in der vorhergehenden Nacht wo sie lange wach war - fängt sie an, in den steilen Sinkflug zu gehen, um dann nach 14 Tagen in wahrsten Sinne des Wortes abzustürzen.

 

Man sieht die ungemeine Vorsicht und die Absicherungen, es werden alle negativen Möglichkeiten vorweggenommen, oft an den Haaren herbeigezogene Rationalisierungen, nur um sich nicht entscheiden oder handeln zu müssen, um ja kein Risiko einzugehen.


Fritz Riemann: Grundformen der Angst. Eine tiefenpsychologische Studie. Ernst Reinhardt, Basel/München 1961; 11. Auflage 1976, S. 121: Der zwanghafte Mensch und die Liebe.

 

Anne, wenn Du klug und vorausschauend gehandelt hättest, hättest Du gesagt:

Peter, ich bin gerade in einer schwierigen Entscheidungsproblematik. Das Eingehen einer Bindung überfordert mich, macht mir Angst. Das Nichteingehen einer Bindung, überfordert mich auch, denn dann bin ich wieder in meine lebenslang erlebte Ungebundenheit zurückgestoßen. Mein Drang nach Freiheit ist der Drang nach Selbstbestimmung, Nichterleben von Zwang und Ohnmacht. Der Mensch ist aber auch ein Bindungswesen, Bindung schränkt die Freiheit ein, kann sie aber auch erweitern, da sie Kraft geben kann, nur in der Kraft kann ich Freiheit leben.

Gibt es nicht noch ein drittes, zwischen meinem Wunsch nach Freiheit und meiner Angst vor Bindung. Warum kann ich Freiheit und Bindung nicht als eine Lösung sehen und leben. Bitte Peter, lass uns darüber sprechen, lass den Zug in die Uckermark fahren, es kommt ja nicht auf einen Tag an. Meiner Angst vor Bindung kann mich in den Tod stoßen, wir müssen miteinander reden.

Das hätte Anne retten können.

Wieso hat das offenbar keiner Deiner Therapeuten mit Dir trainiert?

Statt Anne zu fragen, was sie damit genau meint, dass sie eine "Mann-Frau-Beziehung" nicht leben kann -  will sie sich trennen, will sie sich nicht trennen, will sie dies, will sie das ... - erlebe ich ihre Aussage vor dem Hintergrund meiner lebensgeschichtlichen Erfahrung als Zurückweisung. Dabei wollte mich Anne nicht zurückweisen, da bich ich mir sicher, sie wollte sich absichern, um kein Risiko einzugehen, keine neue Enttäuschung und Vertrauensbruch zu erleben. Das konnte oder wollte sie mir nicht mitteilen.

Ihre Botschaft triggert bei mir einen Rückzugsimpuls, wahrscheinlich hängt das mit meinen Erfahrungsmustern meiner Kindheit, mit meiner Mutter aber auch mit meinem Vater zusammen, die mit der Rolle der zugewandten Eltern zum Teil überfordert waren, mein Vater noch mehr als meine Mutter, daher habe ich ihn in solchen Momenten vermutlich gar nicht erst für eine Kontaktaufnahme in Betracht gezogen, meine Mutter schon. Aber auch sie war überfordert, spraclos, als ich sie mit 15 Jahren mit meinem Liebeskummer konfrontierte.

Noch ahne ich nicht, welches düstere Unwetter sich spätestens ab jetzt zusammenbraute und in welchem tödlichen Finale das enden wird.

 

Noch bin ich in der Hoffnung, dass der Zug wieder an Fahrt gewinnt, wenn man ihm nur Zeit gibt und nicht drängt.

Ich fahre mit dem Zug in die Uckermark, ich habe dort etwas zu erledigen und will dann von dort aus am 15.03.2024 zu einer Tagung nach Fulda fahren.

Eigentlich wollte Anne auch mit in die Uckermark kommen, aber sie hat zwei wichtige Termine in Berlin, das leuchtet mir ein, einen Termin bei einem Psychotherapeuten, von dem sie sich Hilfe verspricht und von dem sie gerade einen Ersttermin bekommen hat. Der andere wichtige Termin betrifft ihre Firma, da will sie Verantwortungsanteile an einen ihr bekannten Mann abgeben, der dafür offenbar geeignet sein könnte.

Wenige Stunden nach meiner Abfahrt von Anne sende ich ihr aus der Uckermark um 18.02 Uhr ein Foto mit Frühlingsblumen, ich will den Kontakt und die Verbundenheit mit ihr also halten.

Um 18.03 Uhr sendet mir Anne eine kurze Sprachnachricht von 15 Sekunden Länge, in der man an ihrer Stimme eine starke Niedergeschlagenheit bemerkt.

Anne hatte so eine schöne Stimme auf Gomera, auch auf dem kurzen Video vom Darß, den man auf ihrer Facebookseite findet, erlebt man Anne in ihrer liebenswerten Freundlichkeit..

Heute früh schien sie noch in ihrer Kraft, jetzt wenige Stunden, ist sie offenbar schon in die Niedergeschlagenheit gerutscht.

 

Hat es bei ihr Schuldgefühle ausgelöst, sich nicht zu einer Mann-Frau Beziehung in der Lage zu sehen, will ein Teil von ihr sich trennen, kann ein Teil von ihr nicht Ja sagen, da dies bei ihr starke Bindungsängste aktivieren würde? 

Ich hätte am Vormittag fragen sollen, spätestens aber nach ihrer Sprachnachricht, wo ich ihre Niedergeschlagenheit bemerkt haben muss.

Vielleicht hätte sie es mir trotz meiner Frage nicht gesagt, da sie sich womöglich schon so weit im Rückzug befand und das Energieniveau bereits unter der Schwelle lag, wo sie noch in der Lage gewesen wäre, reflektiert und im vollen Bewusstsein mit mir zu sprechen.

 

Während wir die letzten sechs Wochen jeden Tag miteinander im Kontakt waren, persönlich oder über Zoom, ziehe ich mich nach Annes Sprachnachricht vom 11.03.2024 zurück, allerdings in der Hoffnung, dáss sie sich wieder meldet.

Es wäre richtig gewesen, wenn ich jeden Tag versucht hätte, sie anzurufen. Ich habe es nicht getan, ich spürte Unsicherheit, wollte auch nicht aufdringlich sein.

Vielleicht hätte es ihr geholfen, zu spüren, da ist Peter, der sich mit dir verbunden fühlt.

Und wenn sie mich abgewiesen hätte, dann wäre dies eine Bedürfnisinformation gewesen.

Mein Rückzug mag dazu beigetragen haben, dass sie in den Folgetagen immer mehr in die Depression rutschte und sich schließlich "freiwillig" in die Klinik Hedwigshöhe begab.

Erst am 17.03.2024 sende ich ihr zwei Fotos aus dem Südschwarzwald.

Am 18.03. dann noch einmal zwei Fotos, worauf hin, Anne mir per telegram schreibt:  

Anne Merkel, [18.03.2024 16:37]
Lieber Peter, herzlichen Dank für dein an mich denken und die schönen Fotos.

Mir ging es in den letzten Tagen leider so schlecht, dass ich mich entschlossen habe für eine stationäre Aufnahme.

Ich wünsche dir eine wunderbare Zeit im Schwarzwald. Richtig schön sieht die kleine Burg deiner Tochter und Familie aus.

Von Herzen Anne

Peter Thiel, [18.03.2024 16:46]
Liebe Anne, schön von Dir zu hören. Wenn du magst, können wir zoomen oder telefonieren, vielleicht geht es dir dann wieder besser. Die Musik bezwingt alles Bestien, sagt Thomas Müller (Gomera Lounge) immer, ich ersetze das Wort Musik durch das Wort Liebe. Peter.

Peter Thiel, [18.03.2024 17:18] - Anne nimmt meinen Anruf nicht an.
Abgebrochener Anruf

Anne Merkel, [18.03.2024 17:58]
Danke lieber Peter für deine Nachricht. Ich bin seit gestern in Hedwigshöhe in Berlin in der Klinik. Ich weiß momentan sogar nicht wie es weiter geht. Vielleicht habe ich die Tage mal die Möglichkeit zum telefonieren. Momentan fällt es mir unglaublich schwer im Kontakt zu sein.

Peter Thiel, [18.03.2024 18:04]
Liebe Anne, Danke für Deine Nachricht. Ich hoffe, du bist in guten Händen. Vielleicht kann dich deine Freundin Michi besuchen? Vielleicht kannst du mir auch die Telefonnummer von ihr und von Ansgar aus Lüneburg mitteilen. Ich mache mir Sorgen um Dich. Lieber Gruß Peter.


Mit meinem heutigen Wissen in Bezug auf suizidalem Verhalten und mir im Nachhinein viel besser bekannte Vorgeschichte, von Anne, würden bei mir heute alle Warnsignale angehen und ich würde versuchen, mit Anne zu sprechen, sei es per Telefon und wenn das nicht gelungen wäre, was dann auch so war, mit ihr in unmittelbaren Kontakt zu treten, also am nächsten Tag zu ihr nach Berlin zu fahren. Gut möglich, dass sie mich abgewiesen hätte, weil ihr Rückszugsmuster schon aktiviert war. Ihr suizidales Muster mag zu dieser Zeit noch nicht aktiviert gewesen sein, sonst wäre sie nicht in die Klinik gegangen. Eine Klinik ist nicht der ideale Ort für einen Suizid, da passen zu viele Leute auf einen auf.

Ich fuhr aber nicht nach Berlin, weil ich am Donnerstag bei Freunden in der Uckermark einen Film gucken wollte, den Film The Pillow Book hätte ich mir besser sparen sollen, ein ins Depressive abgleitender Film, n der die Hauptheldin zwei mal ein Haus anzündet und schließlich einen Killer beauftragte, den Verleger zu töten. Die sensible Anne hätte vermutlich einen Schok erlitten, wenn sie diesen Film unvorbereitet gesehen hätte.

 

Leider hat mir niemand gesagt, was mit Anne passieren kann, wenn sie durch Trigger, in eine schwere Krise rutscht.

Auch Marion, die Anne aus ihrer Zeit in Krausnick gut kannte, hatte keine hilfreíche Warnung für mich, sie meinte nur zu mir: Ach mit der Anne bist du jetzt zusammen, die ist ja manisch-depressiv.

Wertschätzend ist das nicht formuliert und auch nicht hilfreich, was nützt es mir, wenn Anne ein Etikett aufgeklebt bekommt, ein Mensch ist doch kein Wurstpaket beim Fleischer, wo man ein Etikett drauf klebt und dann wissen alle, was in der Packung ist.

Ungeklärt - wohl für immer - bleibt, was an diesem Tag oder den Tag davor in Anne vorging oder sie triggerte und welche destruktiven Denk- und Handlungsmuster bei ihr ansprangen, die sich im Wege der Selbstverstärkung und Autoaggression sehr schnell zur tödlichen Waffe entwickelten.

 

Aber erinnern wir uns, was sie in ihrem Bericht über ihre "Psychiatriekarriere" schrieb


"Der Tag zur Beobachtung (in der Klinik) führte zwangsläufig zur Hospitalisierung.
Aus dem einen Tag wurden 16 Wochen. Nach der Geburt meines Sohnes und dem Bewusstwerden der Verdrängung des Geschehenen und der Abspaltung meiner Gefühle kamen weitere 48 Wochen hinzu. Insgesamt habe ich also 54 Wochen meines Lebens in einer geschlossenen Psychiatrie bzw. zum Teil in der Tagesklinik verbracht. ...


Erfahren habe ich, dass mir 1991 in der Landesklinik in Lübben und in der Charité in Berlin mein Selbstbestimmungsrecht genommen wurde und das obwohl ich Volljährig war. Der stattgefundene Missbrauch bzw. die stattgefundene Straftat durch den Freiheitsentzug mit Zwangsfixierung und Zwangsmedikamentierung erfährt keine Gerechtigkeit keinen Ausgleich. Das Anliegen der Klinik und aller Beteiligten war sicher Heilung, dennoch habe ich das Gegenteil erfahren. Erfahren habe ich auch, dass es Menschen gibt, die zugewandt und respektvoll handeln. Mich und meine Wahrheit nicht in Frage stellen. ..."

 

Im Aufzuschreiben des Leides und ihrer Krisen lag eine große Chance, die Gesetze zu erkennen, von denen sie - neben ihrem eigenen Wollen - gesteuert wurde und Optionen auszuloten, Stabilität zu finden. Ohne ein gutes Maß an Stabilität gibt es keine Freiheit.

Im März suchte Anne nach einem Psychotherapeuten, dem sie sich hätte anvertrauen können, der sie verstanden und wirksam geholfen hätte, die Drehbücher ihrer schweren Krisen zu erkennen und gemeinsam mit ihr neue Drehbücher, die sie im Leben hätten halten konnten, zu schreiben.

Die Suche brach ab, das alte destruktive Muster gewann die Oberhand.

Ich habe zu zu wenig gewusst, das entschuldigt mich.

 

 

 

Der finale Absturz war - so meine ich - nicht unvermeidlich, allein, es fehlte in entscheidenden Momenten das Wissen und das darausfolgende richtige Tun. Anne, die sich und ihre Lebensgeschichte kannte, hatte dazu nicht die Kraft, ich hätte es gekonnt, kannte aber Anne nicht, wusste also nicht wie sie in schlechten Zeiten "tickt" und was der Abwärtsspirale entgegenzusetzen wäre.

 

Sinnvoll für Betroffene ist es, eigene Warnsysteme zu entwickeln, um nicht wieder in extreme Phasen zu geraten, mit Stressmanagement, Selbstbeobachtung, Selbstregulation und Selbstmanagement. Das Erkennen der persönlichen Frühwarnzeichen der depressiven, manischen oder gemischten Phasen und ein rechtzeitiges Gegensteuern durch entsprechendes Verhalten (z. B. antidepressive Tätigkeiten bei Gefahr einer Depression; antimanisches Verhalten wie genügend Schlaf, Beschränkung, Reizabschirmung bei der Gefahr einer Manie sowie die richtige Medikation zum richtigen Zeitpunkt) kann den Ausbruch einer neuen Episode verhindern. Ein geregeltes, stressfreies, erfülltes Leben mit ausreichend Schlaf, Bewegung (Sport) und Meditation oder Yoga kann neue Episoden verzögern oder seltener auch ganz verhindern. Voraussetzung dafür ist, dass sich Betroffene von den Folgen der letzten Episode erholt haben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bipolare_St%C3%B6rung#Vorbeugung_gegen_Episoden

 

Es fehlte ein Frühwarnsystem, das automatisch angesprungen und um wirksame Hilfe gerufen hätte, wenn Anne nach und nach die Kontrolle über ihr Leben und ihre Selbstwirksamkeit verliert. Der Beitrag in Wikipedia zeigt, dass die dortigen Autoren nicht wirklich verstehen, was getan werden muss. Sie sprechen zwar auch von einem Warnsystem, aber nicht davon wen dieses Warnsystem ausser dem Betroffenen - der sich immer weiter weg entfernt - erreichen soll.

Ein Feuerwarnmelder in meiner Wohnung nützt mir nichts, wenn ich gar nicht mehr in der Lage bin, den Warnton zum Anlass zu nehmen, andere Menschen, die mir gut tun könnten, um Hilfe zu bitten oder mich gar selbst aus der Todeszone zu bringen.

In Deutschland werden Suizide nach wie vor tabuisiert, nur selten informieren die Medien darüber, ob wohl es jedes Jahr ca. 10.000 vollendete Suizide gibt, mit auch sehr schwerwiegenden Folgen für die Hinterbliebenen.

Statt da immer den Deckel des Schweigens drauf zu halten, muss endlich eine Kulur des darüber sprechens geben, nicht nur in Selbsthilfe- und Therapiegruppen, sondern im öffentlichen Raum. Das ist vom politschen Mainstream, egal ob er nun SPD, CDU oder Grüne, nicht gewünscht, denn zu schnell würde diesen Parteien ein Spiegel vorgehalten, schaut, das seid auch ihr, die ihr mit eurer kaltherzigen Politik Anne und viele andere Menschen in den Tod getrieben haben. Das würde ein Licht werfen, auf gesellschaftliche kaltherzige Strukuren und Bürokratien, die auf der dunklen Seite der Macht agieren und sich aber meisterhaft als Menschenfreunde und Gutmenschen zu tarnen pflegen. Sag doch einmal einer in der Öffentlichkeit zum Lauterbach, du stehst auf der dunklen Seite der Macht, der Mann bringt es fertig und erfindet eine zweite "Pandemie".

 

Dass ich am Montag den 11.03.2024 nicht anders handelte, mag damit zusammenhängen, dass ich bei vorherigen Trennungen in meinem Leben die Erfahrung gemacht habe, ich kann trotz intensiven Bemühens die Trennung nicht aufhalten, der Unterschied liegt hier nur darin, dass meine vorherigen, mir damals sehr wichtigen Beziehungspartnerinnen alle noch leben.

Ich wollt, Anne würde heute noch leben, auch wenn wir nicht mehr zusammen wären.

Ich vermute, Annes Bindungsängte waren zu stark, als das sie Ja zu einer Gebundenheit in Liebe und Freiheit  sagen konnte.

Gebundheit oder Angst dem Wunsch nach Bindung nachzugehen oder sich in diesem Wunsch bedroht fühlen, das lässte bei ihr vermutlich das Gefühl der Einsamkeit und Hilflosigkeit aus.

Angst ist ein zentrales Thema in unserem Leben, vor dem wir nur zur gern die Augen verschließen, weil wir meinen, wenn wir hinsehen, könnte sie uns beherrschen. Das Gegenteil ist der Fall, wenn wir hinsehen, können wir erkennen, worum es geht.

So hat sie mir denn gesagt, dass sie eine "Mann-Frau-Beziehung" nicht leben kann.

Von nun an ging es für Anne - mehr oder weniger ungebremst - in Richtung Abgrund.

Ich habe die Chance gehabt, das Ruder herumzureißen, wenn ich mit Anne im unmittelbaren Kontakt bei ihr in Hohenschönhausen geblieben wäre. Vielleicht wäre es denoch nicht gelungen, aber ich habe es nicht probiert.

Ich, ihr Schutzengel und Geliebter, habe Anne an diesem Tag verlassen, wo ich hätte besser bleiben sollen.

Hätte Anne mich gebeten, zu gehen, dann wäre ich gegangen, das gebietet der Respekt. Aber so bin ich gegangen, wo nicht klar war, ob ich nicht hätte bleiben sollen, weil Anne das in ihrem Kampf der Engel und Dämonen geholfen hätte.

Ich habe die folgenden Tage nicht bei ihr angerufen, um mich zu vergewissern wie es ihr geht, ich wollte ihr - im wahrsten Sinne des Wortes "nicht zu nahe treten".

Statt dessen vertraute ich darauf, dass sie sich schon melden wird, wenn sie mich braucht. Doch dafür hatte sie nicht die Kraft.

Leider konnte ich den tödlichen Abgrund, auf den Anne zutrieb nicht sehen, das entschuldigt mich.

Aus anderen Krisen ist Anne immer wieder als Überlebende aufgetaucht, mit ihrem Willen, ihrer Freude, ihrer Anmut und ihrer Leichtigkeit, das Leben zu leben, hier ist ihr das nicht gelungen.

 

Nachtrag:

Viele Leute reden einen kompletten Unsinn: Ja das ist eben eine schwere psychische Erkrankung, da kann man nichts tun, außer Tabletten, das ist genetisch bedingt, da kann man nichts tun, das muss du doch einsehen.

Das ist einfach nur ein Konzept von Ahnungslosigkeit oder Hilflosigkeit. Natürlich können viele Leute nichts tun, weil sie selbst mit Problemen überhäuft sind und es gar nicht schaffen würden, anderen wirksam zu helfen, weil sie fachlich keine Durchsicht haben und weil ihnen die Nähe und der Zugang zu dem Menschen in Not fehlt. Das ist auch das Dilemma der Psychiater und Kliniken, die finden oft nicht den Zugang und das Vertrauen zu den sogenannten "Patienten", verlieren sich in Bürokratie und struktureller Unfreiheit. Staatssozialistische Systeme, letztlich nicht anders als in der DDR.

Der Staat bringte keine Rettung, der Staat ist das Problem.

Oder um es mit Karl Kraus zu sagen:

So gilt der Staat in einer bekannten, sarkastischen Definition als die Krankheit, für deren Behandlung er sich hält - ein Aphorismus, der ihr paradoxes, selbstrückbezügliches Wesen sehr gut umreißt, ...

 

"So gilt die Psychoanalyse in einer bekannten, sarkastischen Definition als die Krankheit, für deren Behandlung sie sich hält - ein Aphorismus, der ihr paradoxes, selbstrückbezügliches Wesen sehr gut umreißt, ..." 

(Aphorismus von Karl Kraus, aufgegriffen von Paul Watzlawick; John H. Weakland; Richard Fisch: "Lösungen. Zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels", Verlag Hans Huber, Bern; 1974/1992/1997/2001/2003, S. 93)

 

Dies ist nun nicht so verstehen, als ob nur noch Anarchie und Gesetzlosigkeit, die Menschen in ihrer Not retten könnten.

Nein, es ist das Prinzip Verantwortung, jenseits von Staat und Anarchie.

Die Menschen müssen Verantwortung für sich übernehmen und nicht auf ferne Götter, den Staat oder den medizinisch-industriellen Kompex hoffen, dass diese ihnen die Verantwortung abnehmen, die sie selber nicht zu tragen bereit sind.

 

 

 

17.03.2024 - Sonntag

Anne meldet sich "freiwillig" in der Klinik Hedwigshöhe in Berlin, aber wer meldet sich schon freiwillig in einer Klinik, wenn keine Freiheit ist, sich zu entscheiden.

 

18.03.2024 - Montag

 

Anne Merkel, [18.03.2024 16:37]
Lieber Peter, herzlichen Dank für dein an mich denken und die schönen Fotos.

Mir ging es in den letzten Tagen leider so schlecht, dass ich mich entschlossen habe für eine stationäre Aufnahme.

Ich wünsche dir eine wunderbare Zeit im Schwarzwald. Richtig schön sieht die kleine Burg deiner Tochter und Familie aus.

Von Herzen Anne

Peter Thiel, [18.03.2024 16:46]
Liebe Anne, schön von Dir zu hören. Wenn du magst, können wir zoomen oder telefonieren, vielleicht geht es dir dann wieder besser. Die Musik bezwingt alles Bestien, sagt Thomas Müller (Gomera Lounge) immer, ich ersetze das Wort Musik durch das Wort Liebe. Peter.

Peter Thiel, [18.03.2024 17:18] - Anne nimmt meinen Anruf nicht an.
Abgebrochener Anruf

Anne Merkel, [18.03.2024 17:59]
Danke lieber Peter für deine Nachricht. Ich bin seit gestern in Hedwigshöhe in Berlin in der Klinik. Ich weiß momentan sogar nicht wie es weiter geht. Vielleicht habe ich die Tage mal die Möglichkeit zum telefonieren. Momentan fällt es mir unglaublich schwer im Kontakt zu sein.
 

Peter Thiel, [18.03.2024 18:04]
Liebe Anne, Danke für Deine Nachricht. Ich hoffe, du bist in guten Händen. Vielleicht kann dich deine Freundin Michi besuchen? Vielleicht kannst du mir auch die Telefonnummer von ihr und von Ansgar aus Lüneburg mitteilen. Ich mache mir Sorgen um Dich. Lieber Gruß Peter.

 

Die Ordensgemeinschaft der Alexianerbrüder, kurz Alexianer (lateinisch Congregatio Fratrum Alexianorum, Ordenskürzel: CFA; historisch auch Celliten und anders), ist eine römisch-katholische Brüdergemeinschaft, die vor allem in der Krankenpflege tätig ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Alexianer

 

Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik schreibt auf ihrer Website:

 

In der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik betreuen wir psychisch Kranke und Menschen in Krisensituationen. Abgestimmte Therapiekonzepte schaffen die Voraussetzung für eine körperlich-​seelische Stabilisierung zu einem möglichst selbstbestimmten Leben.

https://www.alexianer-berlin-hedwigkliniken.de/krankenhaus-hedwigshoehe/leistungen/kliniken/psychiatrie-psychotherapie-und-psychosomatik

 

und behauptet dort:

"Abgestimmte Therapiekonzepte schaffen die Voraussetzung für eine körperlich-​seelische Stabilisierung zu einem möglichst selbstbestimmten Leben."

Was für ein "abgestimmtes Therapiekonzept" hatte die Klinik für Anne? Mit wem hat sie es abgestimmt, mir mir nicht, obwohl ich in Annes schwerer Krise eine zentrale Bezugsperson bin. Jeder einigermaßen qualifizierte Familientherapeut schaut, welche relevanten Akteure für den in Not geratenen Klienten eine Rolle spielen.

Die Klinik hat vermutlich nur in ein schlecht geschriebenes Handbuch geschaut, da war für mich kein Platz vorgesehen.

 

 

19.03.2024 - telegram

Anne Merkel, [19.03.2024 11:37]
Nun habe ich mir das Gedicht durchgelesen. Mein Mut hat sich gerade gefühlt in Luft aufgelöst.

Peter Thiel, [19.03.2024 15:36]
Wie geht es dir?

Peter Thiel, [19.03.2024 15:41]
Do., 21. März
Direktfahrt

Berlin Hauptbahnhof (FlixTrain)

11:28
Müllheim (Baden) (FlixTrain)

18:54

1 Erwachsener
29,99 €
Servicegebühr
0,99 €
Summe (inkl. MwSt.)
30,98 €

Anne Merkel, [19.03.2024 17:39]
Ich fühle mich berührt von dir. Und ein Teil von mir würde die Klinik am liebsten so schnell wie möglich wieder verlassen und vllt auch den Zug in den Schwarzwald nehmen. Die Blume gefällt mir. Danke du Lieber

Peter Thiel, [19.03.2024 17:41]
Ich freu mich über deine Lebenszeichen. Vielleicht gibst du dem Teil, der in den Schwarzwald kommen würde noch ein wenig Futter. Die Klinik rennt nicht davon und hier unten gibt es auch jeder Menge Kliniken. Jetzt gehe ich zu meiner 7-köpfigen Familientherapiefamilie. 18 Uhr gehts los.

Anne Merkel, [19.03.2024 18:01]
Ich wünsche dir einen angenehmen und guten Termin

Peter Thiel, [19.03.2024 20:16]
Alles gut geklappt. Fahre jetzt in meine Ferienwohnung.

Anne Merkel, [19.03.2024 20:26]
Das freut mich für dich und die Familie

Peter Thiel, [19.03.2024 21:09]
Gute Nacht, liebe Anne.

 

20.03.2024

 

Anne Merkel, [20.03.2024 18:56]
Das sieht sehr idyllisch aus

Peter Thiel, [20.03.2024 20:16]
Ja. Und wie sieht es bei dir aus. Bist du noch in der Klinik?

Peter Thiel, [20.03.2024 22:55]
Liebe Anne, wenn du magst, kannst du mir eine Gesundheitsvollmacht für dich ausstellen, siehe Anlage.

 

 

Ich habe für 16 Uhr ein Zoommeeting mit einem Freund vereinbart, der als Psychologe und Psychotherapeut beruflich auch mit dem Thema suizidale Krisen zu tun hat.

Ich erhoffe mir von ihm Rat, wie ich mich in der aktuellen problematischen Situation am besten verhalten könnte.

Nachdem er mir zugehört hat, sagt er: Mach dir mal nicht so viel Sorgen um Anne, die Klinik der Alexianer ist gut, da ist Anne gut aufgehoben, ich habe mehr Sorgen um dich.

Nun, um ehrlich zu sein, ich empfand das Zoommeeting nicht sonderlich hilfreich, im Nachhinein sogar toxisch. Sorge dich nicht, lebe, könnte man seinen Rat drastisch beschreiben.

Er hätte mich - auch aus seiner professionellen Rolle heraus - in meiner Sorge ernst nehen müssen, womöglich hat er meinem Gefühl nicht vertraut, dass da ein schweres Unheil im Anmarsch ist.

 

22.03.2024 - telegram

Peter Thiel, [22.03.2024 11:11]
Guten Morgen, liebe Anne.

Anne Merkel, [22.03.2024 11:41]
Guten Morgen lieber Peter

Peter Thiel, [22.03.2024 11:47]
Was fühlst Du?

Anne Merkel, [22.03.2024 11:54]
Ziemlich erschöpft und überfordert mit allem

Peter Thiel, [22.03.2024 11:55]
Was überfordert dich?

Anne Merkel, [22.03.2024 11:56]
Das Leben

Peter Thiel, [22.03.2024 11:57]
Was überfordert dich am meisten, was überfordert dich am zweitmeisten, was überfordert dich am drittmeisten.

Peter Thiel, [22.03.2024 12:10]
Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.

Epiktet
griechischer Philosoph (um 50 - um 138)

Peter Thiel, [22.03.2024 13:03]
Das weiße Kaninchen setzte seine Brille auf. »Wo befehlen Eure Majestät, daß ich anfangen soll?« fragte es.

»Fange beim Anfang an,« sagte der König ernsthaft, »und lies bis du an's Ende kommst, dann halte an.«

Dies waren die Verse, welche das weiße Kaninchen vorlas: –

»Ich höre ja du warst bei ihr,
Und daß er mir es gönnt;
Sie sprach, sie hielte viel von mir,
Wenn ich nur schwimmen könnt'!

Er schrieb an sie, ich ginge nicht
(Nur wußten wir es gleich):
Wenn ihr viel an der Sache liegt,
Was würde dann aus euch?

Ich gab ihr eins, sie gab ihm zwei,
Ihr gabt uns drei Mal vier;
Jetzt sind sie hier, er steht dabei;
Doch alle gehörten erst mir.

Würd' ich und sie vielleicht darein
Verwickelt und verfahren,
Vertraut er dir, sie zu befrei'n,
Gerade wie wir waren.

Ich dachte schon in meinem Sinn,
Eh' sie den Anfall hätt',
Ihr wär't derjenige, der ihn,
Es und uns hindertet.

Sag' ihm um keinen Preis, daß ihr
Die Andern lieber war'n;
Denn keine Seele außer dir
Und mir darf dies erfahr'n.«

Peter Thiel, [22.03.2024 13:04]
»Das ist das wichtigste Beweisstück, das wir bis jetzt gehört haben,« sagte der König, indem er sich die Hände rieb; »laßt also die Geschwornen –«

»Wenn es Einer von ihnen erklären kann,« sagte Alice (sie war die letzten Paar Minuten so sehr gewachsen, daß sie sich gar nicht fürchtete, ihn zu unterbrechen), »so will ich ihm sechs Dreier schenken. Ich finde, daß auch keine Spur von Sinn darin ist.«

Die Geschwornen schrieben Alle auf ihre Tafeln: »Sie findet, daß auch keine Spur von Sinn darin ist;« aber keiner von ihnen versuchte, das Schriftstück zu erklären.

»Wenn kein Sinn darin ist,« sagte der König, »das spart uns ja ungeheuer viel Arbeit; dann haben wir nicht nöthig, ihn zu suchen.

Peter Thiel, [22.03.2024 13:06]
Lewis Carroll: Alice's Abenteuer im Wunderland - Kapitel 12


Höre hierzu auch Audiovortrag von Paul Watzlawick (Teil 10, am Ende)

Peter Thiel, [22.03.2024 18:42]

Peter Thiel, [22.03.2024 18:53]
Anruf bei Anne, sie geht nicht ans Telefon

Anne Merkel, [22.03.2024 19:57]
Danke für deine schönen Fotos lieber Peter. Das Geschriebene kann mein Geist momentan gar nicht aufnehmen. Ich Kopf enthält nur angstgesteuerte Gedanken.

Anne Merkel, [22.03.2024 19:58]
Heute war meine Mutter zu Besuch

Peter Thiel, [22.03.2024 20:00]
Liebe Anne, ich freu mich, wenn ich von Dir höre. Ich habe vorhin auch mal versucht, dich anzurufen.


Per telegram sende ich Anne die Geschichte von Zilli, Bili und Willi von Elisabeth Shaw

In der 1972 im Kinderbuchverlag Berlin erstmals erschienenen Adaption von Elizabeth Shaw werden die drei kleinen Schweinchen Zilli, Billi und Willi genannt. Der Wolf platzt beim Versuch, das Steinhaus wegzupusten.



Anne Merkel, [22.03.2024 20:13]
Ich mag diese Geschichte sehr. Sie zauberte mir ein kleines Lächeln ins Gesicht.

Anne Merkel, [22.03.2024 20:14]
Ich habe gesehen, dass du versucht hast mich zu erreichen. Vielleicht schaffe ich es am Wochenende dich mal anzurufen.

Peter Thiel, [22.03.2024 20:15]
Das würde mich sehr freuen. Wenn ich nicht rangehen sollte, dann schlafe ich noch.

 

 

23.03.2024

Am 23.03.2024 schaute Anne zum letzten Mal in die von ihr ins Leben gerufene telegram-Gruppe peace - love - health

 

Peter Thiel, [23.03.2024 09:40]
Guten Morgen, liebe Anne.
 
Peter Thiel, [23.03.2024 15:47]
Liebe Anne, ich rufe dich heute Abend an. Bin Grad im Café am Belchen. 1000 Meter.
 
Peter Thiel, [23.03.2024 17:56]
Meine zehn schönsten Herzenswünsche.
 
Peter Thiel, [23.03.2024 19:38]
Abgebrochener Anruf
- Anne geht nicht ans Telefon

Anne Merkel, [23.03.2024 20:09]
Lieber Peter, ich habe gesehen, dass du angerufen hast, bitte sei mir nicht böse, ich kann gerade nicht mit meinem völlig leeren Zustand in Kontakt treten und ich möchte dich nicht voll heulen oder voll jammern. Mir geht's einfach richtig beschissen und ich schätze es sehr wie du versuchst den Kontakt zu halten.
 
Peter Thiel, [23.03.2024 20:16]
Liebe Anne, ich würde mich freuen, wenn du mich noch heute Abend voll heulen und volljammern würdest.
 
Anne Merkel, [23.03.2024 20:38]
Ich schaffe es nicht. Es tut mir leid.


19.50 Uhr rufe ich bei den Eltern von Anne an, es geht keiner ans Telefon.

21.46 Uhr rufe ich bei den Eltern von Anne an, es geht keiner ans Telefon.

 

Per Mail informiere ich am 23.03.2024 um 21.45 Uhr - Anne lebt noch - die Klinik Hedwigshöhe über eine suizidale Gefährdungslage.

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Praxis für Lösungsorientierte Arbeit [mailto:info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de]
Gesendet: Samstag, 23. März 2024 21:45
An: 'psychiatrie-khh@alexianer.de'
Betreff: Anne Merkel


Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe

Höhensteig 1
12526 Berlin

(030) 6741 - 0
(030) 6741 - 5009
hedwigshoehe(at)alexianer.de


Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

psychiatrie-khh@alexianer.de



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Peter Thiel, ich bin ein guter Freund von Anne Merkel, die zur Zeit bei Ihnen in der Klinik ist.

Am 08.03.2024 war bei ihr noch alles in Ordnung, ich hatte mit Anne einen Spaziergang um den Obersee in Berlin Hohenschönhausen gemacht, siehe Foto in der Anlage.


Ich bin beruflich selber im psychosozialen Bereich tätig, wie Sie meiner Internetseite entnehmen können

http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de


habe häufig mit sehr schwierigen Fällen und Schicksalen zu tun.


Hier schreibe ich Sie aber in erster Linie als guter Freund von Anne an.


Anne ist nach meiner Kenntnis Anfang der 90-er Jahre in einer Berliner Psychiatrie traumatisiert worden (Zwangsfixierung).

Das sollte sich aktuell auf keinen Fall wiederholen.

Andererseits bitte ich Sie, im Rahmen Ihrer Möglichkeit und ohne freiheitsbeschränkende Maßnahmen, darauf zu achten, dass es nicht su suizidalen Handlungen kommt.


Falls eine rechtliche Betreuung notwendig werden sollte, was ich nicht hoffe, stehe ich bei Bedarf zur Verfügung, ich arbeite seit über 20 Jahren für verschiedene Gerichte in Deutschland als Umgangspfleger, Vormund und Ergänzungspfleger.

Infos dazu auf meiner Website

http://umgangspfleger.de/index.htm




Gerne können Sie mich kontaktieren, per Mail oder per Funk: 0177.6587641

Bei Bedarf kann ich auch in die Klinik kommen.


Aktuell bin ich im Südschwarzwald bei meiner Tochter und meinem Enkelsohn, könnte aber bei Bedarf zeitnah nach Berlin kommen.


Ich bitte um eine Empfangsbestätigung meiner Mail.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

13187 Berlin


Funk: 0177.6587641

Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de



Meine Mail landet im Spam-Ordner der Klinik, erst vier Tage - nach einer Intervention von mir - liest man sie.

 

 

24.03.2024

Anne verlässt - ungehindert von den für ihr Leben und körperliche Unversehrtheit verantwortlichen Mitarbeitern - die Klinik.

Geplant oder spontan springt Anne von einem Hochhaus in Berlin-Hohenschönhausen in den Tod. 

Meine Mail samt angehängtem Foto von mir und Anne verschwand im Spampostfach der Klinik, wo sie keiner gelesen hat.

Das ist ein unentschuldbarer Vorfall, der in einer für Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, in der suizidgefährdete Menschen betreut werden, nicht passieren darf. 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Psychiatrie -KHH
Gesendet: Mittwoch, 27. März 2024 10:34
An: 'Praxis für Lösungsorientierte Arbeit' <info@praxis-fuer-
loesungsorientierte-arbeit.de>
Betreff: AW: Anne Merkel

Sehr geehrter Herr Thiele,

wir haben heute früh Ihre Mail erhalten, die uns unsere Sekretärin
weitergeleitet hat.
Ihre Mail vom 23.03.24, in der Sie Ihre Sorge um Frau M.
mitteilten, hat uns nicht erreicht. Deshalb haben wir Ihnen auch
nicht geantwortet.
Wie Sie selbst schreiben, haben Sie inzwischen auch von der Polizei
erfahren, was passiert ist.
Wir können Ihnen mitteilen, dass wir in Kontakt mit den Angehörigen
von Frau M. stehen und bitten Sie, sich ggf. mit diesen in
Verbindung zu setzen.

Wir unterliegen grundsätzlich der ärztlichen Schweigepflicht und
können deshalb keine weiteren Aussagen schriftlich oder telefonisch
machen.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea Zander Dott. Michele
Zanasi
Leitende Oberärztin Oberarzt

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Alexianer
Krankenhaus Hedwigshöhe Höhensteig 1
12526 Berlin


Mit freundlichen Grüßen

Sarah Höstermann
Chefarztsekretärin
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe Höhensteig 1
12526 Berlin
Tel. +49 30 6741 3003
Fax +49 30 6741 3002
S.Hoestermann@alexianer.de / www.alexianer-berlin-hedwigkliniken.de

Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin GmbH
Geschäftsführer: Alexander Grafe
Registergericht: Amtsgericht Berlin Charlottenburg
Registernummer: HRB 53556 B

 

 

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Praxis für Lösungsorientierte Arbeit [mailto:info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de]
Gesendet: Freitag, 29. März 2024 11:45
An: 'Psychiatrie -KHH'
Betreff: AW: Anne Merkel

Sehr geehrte Frau Zander,

Sie oder eine Kollegin von Ihnen, rief mich am 28.03.2024 um 15.25 Uhr auf meiner Funknummer an.

Mir wurde mitgeteilt, dass man die Mail von mir doch noch gefunden hat, im Spamordner.


Bitte führen Sie in Ihrem Unternehmen oder Ihrer Abteilung eine ernsthafte Aufarbeitung des menschlichen Versagens durch und informieren mich, über das Ergebnis dieser Aufarbeitung und die Konsequenzen, die seitens Ihrer Klink für die Gegenwart und Zukunft getroffen werden, um solche, das Leben von Menschen gefährdenden Versäumnisse zukünftig zu verhindern.

Ich hoffe, dass meine Mail hier, nicht auch im Spam Ordner landet, wie meine Mail vom 23.03.2024, die vielleicht das Leben von Anne gerettet hätte, wenn man sie denn bei ihnen gelesen hätte.


Peter Thiel


0177.6587641

 

22.05 Uhr - Anne ist schon tot, was ich nicht weiß, rufe ich noch mal bei den Eltern von Anne an, diesmal geht jemand ran. Offenbar wiegt man sich dort noch in Sicherheit, jedenfalls wird das Gespräch nach ca. zwei Minuten beendet, ohne dass sich auf der anderen Seite interessierte Nachfragen erbeben, wer ich bin und wie ich zu Anne stehe, was ich von ihr weiß..

 

Am 25.03.2024 - Anne ist schon seit einem Tag tot, was ich nicht weiß, poste ich in die telegramgruppe


Peter Thiel, [25.03.2024 19:22]
Liebe Gruppe, Anne ist leider in eine Krise gerutscht, daher braucht ihr Euch nicht wundern, wenn sie sich hier in der Runde zur Zeit nicht meldet. Falls jemand von Euch Interesse hat, gemeinsam mit mir zu überlegen, wie wir Anne unterstützen können, aus der Krise gut herauszukommen, bitte bei mir melden: 0177.6587641 oder info@peterthiel.de. Bitte nicht über die Liste hier kommunizieren. Lieber Gruß Peter Thiel.

Peter Thiel, [25.03.2024 20:57]
Liebe Gruppe, zwei Teilnehmer/innen aus der Gruppe haben sich nach meiner obigen Mittteilung bei mir gemeldet, danke. Mal schauen, was sich gutes tun lässt. Ich gebe gelegentlich Nachricht.

Peter Thiel, [25.03.2024 22:09]
Liebe Alle, fünf Gruppenmitglieder haben sich bei mir gemeldet und Unterstützung angeboten, Danke. Ich gebe Nachricht sobald ich was neues weiß. Macht euch keine Sorgen, es reicht, wenn ich mir Sorgen mache, die mir leider niemand abnehmen kann. Einer trage des anderen Last, heißt es in der Bibel. Nun ja, geht leider nicht immer und wenn doch ist die Last ja nicht weg, sondern nur einem andern aufgeladen. Doch das Leben ist nicht immer ein Staffelstab, manchmal eher ein Langstreckenlauf. Lieber Gruß Peter.

Frieder - Anne, [25.03.2024 22:24]
„geteiltes Leid, ist halbes Leid…“
Lass uns solange *mit-(einander)-teilen*, bis wir es im Herzen tragen können und von dort zu den Sorgen blicken 🌬💚💛🧡


Peter Thiel, [25.03.2024 22:26]
Danke. Peter.

 

 

26.03.2024

Noch immer weiß ich nicht, dass Anne bereits seit zwei Tagen tot ist.

Nach einer telefonischen Rückmeldung auf meinen besorgten Post in der Gruppe am Vortag ruft mich ein Nachbar von Anne an, drei Polizisten wären gerade da gewesen, um sich nach Anne zu erkundigen, es gäbe einen Suizidfall und es soll abgeklärt werden, ob dieser mit Anne zu tun hat.

 


Peter Thiel, [26.03.2024 13:17]
Liebe alle, es gibt schlechte Nachrichten, durch einen Teilnehmer aus der Gruppe wurde ich darauf aufmerksam, dass Anne möglicherweise Suizid gemacht hat. Eine offizielle Bestätigung liegt noch nicht vor. Ich melde mich, sobald ich mehr weiß.

...

 

Ich schreibe eine Vermisstenanzeige an die Polizei: 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Peter Thiel [mailto:info@peterthiel.de]
Gesendet: Dienstag, 26. März 2024 13:43
An: 'dir-3-a-31@polizei.berlin.de'
Cc: 'psychiatrie-khh@alexianer.de'; ...'
Betreff: Vermisstenanzeige - Anne Merkel


Polizei Berlin

Abschnitt 31

Pablo-Picasso-Str. 2
13057 Berlin

Erreichbarkeit der Wache

Tel.: (030) 4664-331700
Fax: (030) 4664-331799

E-Mail (nur zu Bürodienstzeiten)



Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit stelle ich Vermisstenanzeige


Anne-Dore Merkel
Konrad Wolf Str. 84
13055 Berlin



Es gibt Hinweise eines Nachbarn von Anna im selben Wohnhaus, dass Anne Suizid begangen hat.

Drei Beamte der Polizei waren wohl heute oder gestern dort.


Anne hielt sich nach meiner Kenntnis seit ca einer Woche in der Kinik Hedigshöhe auf

https://www.alexianer-berlin-hedwigkliniken.de/krankenhaus-hedwigshoehe


Ich habe die Klinik am 23.06.2024 über eine mögliche Suizidgefahr informiert, siehe Mail in der Anlage.


Möglicherweise liegt dort eine Pflichtverletzung seitens des verantwortlichen Personals vor.


Ich selber bin ein enger Freund von Anne.


Ich bin seit dem 16.03.2024 im Schwarzwald, wo meine Tochter und der Enkelsohn wohnen.


Sie erreichen mich unter


0177.6587641


Oder per Mail



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel


 

 

Peter Thiel, [26.03.2024 14:45]
Liebe Alle, jetzt ist es amtlich. Die Polizei hat mich angerufen, Anne lebt nicht mehr. In unfassbarer Traurigkeit. Peter.

 

01.04.2024

Seit Tagen denke ich darüber nach, was ich hätte anders machen können, damit Anne heute noch am Leben wäre. Es hätte sich gelohnt.

Anne war nicht am Leben verzweifelt, sie liebte das Leben. Anne stürzte ab, da sie bestimmte Konflikte in der Gegenwart nicht gut regulieren konnte, frühere Lebenserfahrungen haben sie daran gehindert. Von außen kam nicht die Hilfe, die sie gebraucht hätte, um lebend durch die Krise durchzugehen.

Nun bleibt viel Zeit zum Nachdenken und Abschied nehmen.

Viele Freunde und Wegbegleiter von Anne helfen mir dabei. Mit einigen von ihren führe ich lange Telefongespräche. Das bringt mich in meiner Erkenntnis über die Zusammenhänge weiter.

Anne hat in ihrem Leben Gewalt erlitten, in welcher Form und Intensität können wir nur ahnen, einige Ereignisse hat sie mir erzählt, Zwangsunterbringung, Zwangsfixierung, Zwangsmedikamentierung, so offenbar 1991 in der Landesklinik in Lübben, wie sie in ihrem 2018 geschriebenen zehnseitigen "Bericht" schreibt:

Bericht von Anne

14.06.1991
(16 Wochen)
geschwächter Zustand
nach Virusgrippe und Fehlgeburt
Traumatisierung: Vertrauensverlust gegenüber den Eltern und Zwangsbehandlung

Der Tag zur Beobachtung führte zwangsläufig zur Hospitalisierung.
Aus dem einen Tag wurden 16 Wochen. Nach der Geburt meines Sohnes
und dem Bewusstwerden der Verdrängung des Geschehenen und der Abspaltung
meiner Gefühle kamen weitere 48 Wochen hinzu. Insgesamt
habe ich also 54 Wochen meines Lebens in einer geschlossenen
Psychiatrie bzw. zum Teil in der Tagesklinik verbracht. Ein Jahr
meines Lebens, ausgeschlossen und ausgegrenzt mal mit mehr und
mal mit weniger Mitbestimmung. Wenn ich 100 Jahre alt werde, ist
es nur 1% Prozent meines Lebens, also kein großes Drama oder
doch? Ich denke ja, es gab den Moment als ich beschloß, aus dem
5
Seite 6 von 10
Leben zu treten. Mein Sohn war damals 3 Jahre alt. Eines Tages
fragt er mich danach. Fragt, ob es mir einmal so schlecht ging,
dass ich mir das Leben nehmen wollte. Ich antworte ihm ehrlich,
dass ich es versucht habe. Er reagiert betroffen und traurig. Er
sagt, dass er froh ist, dass ich noch lebe.
Der unerträglich seelische Schmerz über das Erfahrene ist noch
immer da und befindet sich nach wie vor im Prozess der Heilung.
Ich habe noch immer Angst mich öffentlich zu zeigen mit dem was
ich bin, was ich kann. Nach wie vor ist sie da, die Angst vor
Ausgrenzung.

44. Lebensjahr
09.05. -
06.06.2014
(4 Wochen)
Suizid einer Bewohnerin,
Fixierung einer
anderen Bewohnerin im
KEH, die wenig später
bei uns angstvoll
stirbt
manische Psychose mit depressiven
Anteilen und einhergehendes
traumatisches
Wiedererleben und Erleben
Teil eines medizinischen
Versuchs zu sein
47. Lebensjahr
22.12.2016
- 2017
Session bei Rainer T.
erste „Aufwacherfahrung“,
Tod von Markus,
den ich ein halbes
Jahr zuvor in
seinen Augen voraussah
manische Psychose, mit Verfolgungserleben,
Erleben
Teil eines medizinischen
Experiments zu sein und dem
Erleben übersinnliche Fähigkeiten
zu besitzen
Alter Dauer Auslöser Erleben

 

 

 

Die vorletzte Krise war im Dezember 2023 als Anne eine Überdosis Tabletten schluckte.

Sie war in den letzten Lebenswochen auf der Suche nach einem Psychotherapeuten, von dem sie sich Hilfe erhoffe, sie war nicht resignativ, sondern im Aufbruch.

In der zweiten Märzwoche hatte sie einen Ersttermin bei einem Psychotherapeuten in Berlin, von dem Termin erhoffte sie sich einiges. Vielleicht ist ihre Hoffnung von diesem Therapeuten enttäuscht worden, ich hätte bei ihr sein sollen, als sie von dem Termin zurück in ihre Wohnung kam, da hätte ich ihr beistehen können, ich war doch auch ihr Schutzengel.

Anne hat nicht die Kraft aufgebracht zu rufen: Peter sei mein Schutzengel, fliege schnell zu mir, ich stürze gerade ab.

Und ich habe nicht aus eigener Anschauung gewusst, wie Anne bei retraumatisierenden Triggern "tickt" und wie gefährdet sie in bestimmten ir angstmachenden Situationen ist.

Nun kann man nicht immer 24 Stunden um die Uhr mit jemanden in unmittelbaren Kontakt sein, bei denen es bei bestimmten Triggern zu massiven Ängsten kommt. Man kann also nie zu 100 Prozent eine Suzid verhindern, aber zu 90 Prozent, wenn man den richtigen Modus findet, der kein Modus der Kontrolle und Überwachung ist, sondern ein Modus der Liebe, der den anderen im Blick hat und denoch den anderen frei und selbstbestimmt lässt.

Anne hat mir, wo es ihr noch gut ging, ein Video über die Blueser-Szene in der DDR auf Youtube gezeigt, in einer kurzen Filmszene ist Anne zu sehen, sie war - Jahrgang 1969 - damals in dieser Szene "zu Hause", hat sich mit dieser Szene identifiziert.

https://www.youtube.com/watch?v=_b_3FEy_OIQ

"Das Wort Blues leitet sich von der bildhaften englischsprachigen Gemütslage I’ve got the Blues bzw. I feel blue („ich bin traurig“, einer Dysphorie oder Melancholie) ab." - https://de.wikipedia.org/wiki/Blues

Anne hatte also schon dieser Zeit eine Tendenz zur Dysphorie oder Melancholie), was dann 1991 - kurz nach dem aprupten Systemwechsel in der DDR -  zu einer ernsten Krise geführt haben muss. Durch die Einlieferung in den Zwangskontext der Klinik dürfte zu einer möglichen Dysphorie oder Melancholie nun auch noch ein massives und über die Zeit ihres Legens anhaltendes Angsterleben und Bedrohungsgefühl entstanden sein. So machen Kliniken aus Menschen in Krisen, Dauerpatienten, die sich irgenwann in großer Not das Leben nemen, um der Angst zu entfliehen.

Es ist wie bei den Exorzisten, die mit Gewalt den vermeintlichen Teufel aus dem Körper des Patienten austreiben wollen.

 

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar", heißt es in "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry. Das stimmt so nicht.
Man sieht nur mit dem Herzen und dem Auge gut.

Wenn das Herz in schwerer Not ist, sieht es nur noch die Angst und den Tod als einzig möglichen Weg. Wenn das Auge und der Verstand dazu kommt, dann kann man aus der Phantasie, es gäbe nur den Weg in den Tod, herauskommen.

Anne hat sich auf diesen Weg gemacht, sie konnte ihn leider nicht weitergehen, ihre Angststruktur schnappte am 11.03.2024 zu, dreizehn Tage vor ihrem Tod.

 

 

 

 

 






-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: T...
Gesendet: Sonntag, 31. März 2024 08:55
An: Peter Thiel
Betreff: Aw: Anne

Lieber Peter,
wenn Du akute Suizidgefahr gesehen hast, verstehe ich nicht, warum Du die Klinik nicht angerufen hast. Du weisst doch, das mails oft viel später - wenn überhaupt - gelesen werden. Wenn man will, das etwas wirklich ankommt, sollte man direkten Kontakt aufnehmen. Das Thema haben wir auch öfters.
Dir gute Ostertage Thomas


Lieber Thomas,

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Peter Thiel [mailto:info@peterthiel.de]
Gesendet: Sonntag, 31. März 2024 11:04
An: 'T..
Betreff: AW: Anne


23.03.2024 - telegramm Korrespondenz

Peter Thiel, [23.03.2024 09:40]
Guten Morgen, liebe Anne.

Peter Thiel, [23.03.2024 15:47]
Liebe Anne, ich rufe dich heute Abend an. Bin Grad im Café am Belchen. 1000 Meter.

Peter Thiel, [23.03.2024 17:56]
Meine zehn schönsten Herzenswünsche.

Peter Thiel, [23.03.2024 19:38]
Abgebrochener Anruf - Anne geht nicht ans Telefon

Anne Merkel, [23.03.2024 20:09]
Lieber Peter, ich habe gesehen, dass du angerufen hast, bitte sei mir nicht böse, ich kann gerade nicht mit meinem völlig leeren Zustand in Kontakt treten und ich möchte dich nicht voll heulen oder voll jammern. Mir geht's einfach richtig beschissen und ich schätze es sehr wie du versuchst den Kontakt zu halten.

Peter Thiel, [23.03.2024 20:16]
Liebe Anne, ich würde mich freuen, wenn du mich noch heute Abend voll heulen und volljammern würdest.

Anne Merkel, [23.03.2024 20:38]
Ich schaffe es nicht. Es tut mir leid.



ich habe nicht akute Suizidgefahr gesehen, sondern auf eine Gefährdungslage aufmerksam gemacht.

Es gab keinen Hinweis von oder über Anne, dass sie sich am nächsten Tag das Leben nimmt, aber die spärliche Kommunikation mit ihr per telegram - sie ging nicht ans Telefon - ließ in mir große Sorge entstehen.



In der Tat, ich rufe nicht gerne an, hier hätte es vielleicht noch irgendwie helfen können.

Aber bedenke, es war 21.45 Uhr als ich beschloss die Klinik zu informieren, gehst du noch 21.45 an das Telefon?

 

Anne ist mehrmals in ihrem Leben in Kliniken mit Gewalt daran gehindert worden, die Klinik zu verlassen, bis hin zur Zwangsfixierung und Zwangsmedikamentation, das ließ mich zu lange zögern, die Klinik von meiner Sorge zu informieren.

Anbei ihr Bericht, den mir Martina vor einigen Tagen zugeschickt hat.

Was hätte die Klinik denn tun könne, um Anne vom Suizid abzuhalten, doch nur, sie einzusperren, was sie nicht wollte, sie wollte frei sein, was die Freiheit einschloss in den Tod zu gehen.


Ich hätte zu ihr hinfahren müssen, das wäre eine Chance gewesen.


Ich probiere ess heute abend mal aus, ob um 21.45 noch einer in der Psychoabteilung an das Telefon geht.

Vermutlich springt eine Anrufbeantworter bei den beiden Chefsekretärinnen an, aber da hätte ich in der Tat raufsprechen können.

Aber ich meinte in der Tat, so eine Psychoklinik, die muss doch am Morgen, wenn der Dienst beginnt, die Mails checken, die über Nacht eingegangen sind. So was ja vermutlich auch, aber dass in einer solchen Klinik Nachrichten ungelesen im Spam Ordner verschwinden, das konnte ich mit nicht vorstellen.



Für ein selbstbestimmtes Leben

In der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik betreuen wir psychisch Kranke und Menschen in Krisensituationen. Abgestimmte Therapiekonzepte schaffen die Voraussetzung für eine körperlich-seelische Stabilisierung zu einem möglichst selbstbestimmten Leben.

https://www.alexianer-berlin-hedwigkliniken.de/krankenhaus-hedwigshoehe/leistungen/kliniken/psychiatrie-psychotherapie-und-psychosomatik



"Abgestimmte Therapiekonzepte", wer hat sich denn diese Wortblase ausgedacht.

Was für ein auf Anne "Abgestimmtes Therapiekonzept" hat diese Klinik gehabt, das werde ich dort nachfragen.

Lieber Gruß


Peter








-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Praxis für Lösungsorientierte Arbeit [mailto:info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de]
Gesendet: Sonntag, 31. März 2024 11:31
An: 'Psychiatrie -KHH'
Betreff: AW: Anne Merkel

Sehr geehrte Frau Zander, sehr geehrte Damen und Herren,

Sie schreiben auf Ihrer Website:

In der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik betreuen wir psychisch Kranke und Menschen in Krisensituationen. Abgestimmte Therapiekonzepte schaffen die Voraussetzung für eine körperlich-seelische Stabilisierung zu einem möglichst selbstbestimmten Leben.

Chefärztin

Prof. Dr. med. habil. Vjera Holthoff-Detto

https://www.alexianer-berlin-hedwigkliniken.de/krankenhaus-hedwigshoehe/leistungen/kliniken/psychiatrie-psychotherapie-und-psychosomatik



Was für ein "abgestimmtes Therapiekonzept" haben sie für und mit Anne entwickelt, mit wem wurde das Therapiekonzept "abgestimmt.

Mit mir leider nicht.


Wir sollten das nachholen, das sind wir Anne und anderen Menschen, die in schwerer Not sind, schuldig.

Bitte benennen Sie mit einen Nachmittagstermin in der Woche ab dem 9.4.2024.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 

 

 

Es stellt sich nach dem tödlichen Finale hier die Frage, ob gegenüber den konkret Veranwortlichen der Klinik der Vorwurf der fahrlässigen Tötung erhoben werden kann.

 

Strafgesetzbuch (StGB)
§ 222 Fahrlässige Tötung
Wer durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__222.html

 

Jeder der längere Zeit mit einem E-Mailpogramm, weiß, dass mitunter auch Nicht-Spams im Spamfach landen. bei einem Bäcker richtet das in der Regel keinen großen Schaden an, wenn man mal eine Mail nicht liest, weil sie im Spam-Fach verschwunden ist. Bei einer Klinik wie dem Krankenhaus Hedwigshöhe - Alexianer Berlin-Hedwigkliniken - Klinik Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik sind andere Maßstäbe anzulegen. HIer geht es im Einzelfall um Leben und tot und es muss daher sichergestellt werden, dass suizidale Gefährdungsmeldungen, die - aus welchen Gründen auch immer - im Spamfach landen, spätestens bei Diensbeginn gesichtet werden.

Dies ist hier nicht geschehen. Ob es den Tod von Anne noch hätte verhindern können, ist hier nicht zu untersuchen, kann im Nachinein auch nicht festgestellt werden. Es muss aber unterstellt werden, dass Anne von den diensthabenene Mirarbeitern der Klinik noch hätte aufgehalten werden können, wenn diese meine Nachricht gelesen hätten. Dies ist nicht geschehen. Von daher werde ich, wenn die Klinik hier in den nächsten Tagen in inakzeptabler Weise auf meine Bitte um Klärung udn Aufarbeitung des Falles reagiert Strafanzeige gegen Unbekannt erheben.

Das bringt Anne nicht ins Leben, aber jeder Schrankenwärter, der vergisst die Schranke abzusenken, bevor der Zug die Straße quert, muss sich den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft stellen. Das Prinzip Verantwortung hat das Hans Jonas genannt.

 

02.04.2024

Geschlafen wie ein Stein, alles hat sich zusammengezogen in mir, mir friert, obwohl das Zimmer warm ist.

Vor dem Aufwachen träumte ich, ich war mit vier, fünf Leuten in einem Raum, ich hatte das Gefühl, das ist eine gute Energie, das sind die richtigen Leute. Da bemerkte ich, dass unten an einer großen Glasscheibe ein Stück Glas fehlte, durch das der Wind von draußen in den Raum endringen konnte. Ich dachte, nun ja, ist ja nur ein kleines Stück Glas, was da fehlt, da muss ich mir keine Sorgen machen, kommt eben ein wenig Wind in den Raum, das wird uns nicht groß stören. Als ich genauer hinsah, sah ich, dass die Glasscheibe in der Diagonale einen durchgehenden Riss hatte, das untere Dreieck der Scheibe noch irgendwie mit dem oberen Dreieck verbunden war, aber drohte jeden Moment herabzufallen. Unter dieser diagonal geborstenen Glasscheibe saß ein Mann und ich sagte ihm, setzt dich lieber weg von der kaputten Glasscheibe, wenn die runterfällt, kannst du schwer verletzt werden. 

Seit Tagen denke ich über Annes Tod und mein Tun oder Nichtun nach, ich suche für meinen Teil der Veranwortung für das tragische Ende die Antwort, vielleicht ist es diese hier:

Leider konnte ich den tödlichen Abgrund, auf den Anne zutrieb nicht sehen, das entschuldigt mich.

 

03.04.2024

Mit meiner Tochter, meinem Enkelsohn und mit meinem Schwiergersohn zum Abendessen im Restaurant in Buggingen. Anschließend gehen wir in den Vorgarten, es ist schon dunkel, meiner Tochter zündet die mitgebrachte blaue Kerze an und ich spiele ein nachdenklich-besinnliches Musikstück, das ich in Annes beruflichen Nachlass gefunden habe.

Ich lehne mich an meine Tochter, die mich gut hält und auch mein 13-jähriger Enkelsohn ist bei mir. Gut, dass er Eltern hat, die es ihm möglich machen, seinen Großvater weinen zu sehen.

Zum Schluss, bevor ich in die Bahn einsteige, umarme ich jeden einzeln und bin dankbar, dass ich so liebe nahe Menschen habe, meine kleine Familie.

 

04.04.2024

Ich gehe durch den Prozess der Trauer, so nennt man das wohl. Heute ist es schon ein wenig leichter und ich denke, es ist erst 11 Tage her, seit mich der Polizist von der Vermisstenstelle anrief und den Tod von Anne bestätigte.

Draußen in der Natur ist der Frühling im vollen Gange, die Leute machen ganz normal ihre Dinge, fahren zur Arbeit, bringen die Kinder in den Kindergarten, streiten sich, freuen sich, diese Schwachsinns-Panik-"Pandemie" namens "Corona wurde von der Regierung inzwischen auch beendet, klar es gibt Kriege in der Welt, in der Ukraine, im Gaza-Streifen und die NATO feiert sich, weil sie sich in dem wahnsinnigen Glauben wähnt, sie kann Frieden mit Krieg erzwingen.

Und wo ist Ánne?

Weg, einfach weg, egal wo ich suche, sie ist nicht mehr da.

Sie ist auch nicht im Himmel oder im Weltall oder sonst was, ich glaub nicht an die Seele, die da die nächste Wanderung antritt.

Es ist als ob sie sich in Luft aufgelöst hat, nicht einmal ein Geist ist von ihr übrig. In einer Kühlzelle des Bestattungsinstituts liegen Reste ihres ehemaligen Körpers in einer Kühlzelle, das ist alles, was von ihrer biologischen Existenz auf dieser Erde noch da ist.

Ansonsten gibt es noch diesen oder jenen Gegenstand,der an sie erinnert, ...

Sonst nur noch Erinnerung, in mir und in anderen Menschen, die Anne nahe standen.

In 10 Jahren werde ich einem Freund die alten Fotos zeigen und sagen, schau mal, das war meine liebe Anne.

 

 

Was würde Anne sagen?

Lieber Peter, ja du hast Recht, in meinen Angstzuständen, da habe ich sehr, sehr gelitten, aber die Last konntest Du mir nicht abnehmen.

Aus der Angst bin ich in den Nebel gegangen, ich dachte, mir springt sonst der Kopf.

Das letzte mal, als ich in den Nebel ging, da hat die Kraft nicht mehr gereicht herauszukommen, ich hatte ja auch keine Orientierung mehr.

Deine Rufe erreichten mich, aber ich hatte keine Kraft um Hilf mir, zu rufen, vielleicht wollte ich es auch nicht mehr.

Aber wo Du recht hast, hast du recht. Du hättest zu mir kommen können, um zu versuchen, mich aus dem Nebel nach Hause zu geleiten, grad wie man einen Ertrunkenen, der noch nicht tot ist, versucht wiederzubeleben, auch wenn es oft nicht zum Erfolg führt.

Ob du mir hättest helfen können, vielleicht ja, vielleicht nein. Das wird wohl ein Geheimnis bleiben, auch ich kann es nicht lüften, weil ich die Antwort nicht weiß.

Aber Schuld ist es nicht, dass Du vom Südschwarzwald - wo wir beide eine schöne Zeit verbringen wolten - nicht zu mir in die Hedwigsklinik nach Berlin gekommen bist,

Du hast nach Deiner Abfahrt von Berlin viele Tage den Kontakt zu mir - so gut du es konntest - gehalten, du vertrautest auch auf die Klinik, dass sie mich gut behütet.

Mach Dir nicht so viele schwere Gedanken um mich, reicht doch aus, wenn ich einen ganzen Sack davon voll hatte und ihn in meinen Krisenzeiten, so gut es eben ging, getragen habe.

Ich hatte auch viele schöne Zeiten in meinem Leben, wenn die Angst mich nicht triggerte, zuletzt mit Dir

Wenn es am schönsten ist - und das war es mit Dir - soll man aufhören, hat meine Oma immer gesagt.

Wir bleiben verbunden, ich Danke Dir von Herzen, Grüß mir ganz lieb Gomera.

Deine Anne.

 

 

 

 



 

 

04.04.2024

per telegram - 11.07 Uhr - gesendet an X

Liebe ..., Danke für deine Sprachnachricht.

Ich fühle mich nicht von dir "überrollt", schön, dass wir gemeinsam über Anne nachdenken können, schön, dass wir über darüber sprechen können, wie sich Annes Beisetzung gestalten lässt.

Das kurze Lied, das ich dir geschickt habe, würde sehr gut passen, denke ich. Es sollte eine Lautsprecheranlage da sein, die beim Abspielen nicht plötzlich schlecht funktioniert, das wäre fürchterlich. Ich würde während dieses Liedes nur ein einziges Foto von Anne aus der Gegenwart auf eine Leinwand beamen wollen, keine Abfolge von Bildern, das würde zu viel Unruhe hineinbringen. Viele Menschen, die nach vorne gehen und sich zu Anne äußern, davon würde ich abraten, das wäre wie auf einem Parteitag.

Ich würde auf einen bezahlten Trauerredner verzichten wollen, der ist auf Grund seiner persönlichen Distanz nicht in der Lage, den Verstorbenen so zu würdigen, wie es dem Verstorbenen zukommt, so sehe ich das. Die Hinterblieben nehmen einen bezahlten Traurredner, da sie sich selber nicht in der Lage sehen, die richtigen Worte zu finden, dann ist das auch o.k.

Gerne bin ich bereit mich einzubringen.

Noch eine Ergänzung, sicher kann man in einer Trauerrede auch ein paar neutrale biografische Daten vortragen, Anne wurde dann und dann eingeschult, dann und dann bekam sie ein Kind, dann und dann zog sie nach Berlin, aber das kann man ja auch auf einen Zettel schreiben und am Eingang der Trauerhalle auslegen, so dass sich jeder, der das will, einen solchen Zettel mitnehmen kann. Von daher wäre es sicher keine schlechte Idee, wenn ihre Eltern, wenn R..., vielleicht auch sein Vater, vielleicht auch alle, die Anne kannten, aufschreiben, was sie für wichtig halten, dass es aufgeschrieben ist. Das kann man dann im Hintergrund mit bedenken und gegebenenfalls mit einbeziehen. Nur keine Abfolge von Auftritten, das wäre irritierend und nicht angemessen.

Ach so, dieses Gedicht von Anne könnte man mit dem Beamer an die Leinwand projizieren.

Und natürlich auch ein Foto von ihr. Das Gedicht könnte man auf die Leinwand projizieren, wenn sich die Tür zur Trauerhalle öffnet, ein Foto von Anne, wenn die Trauerfeier beginnt.

Liebe X, falls es aus der Zeit von Annes Klinkaufenthalten noch eine Patientenakte und Behandlungsdokumentationen gibt, würde ich diese gerne zur Verfügung gestellt bekommen, kann man ja alles einscannen und mir als PDF zusenden. Ich würde aber auch die Originalunterlagen nehmen und wenn ... die eines Tages haben will, kann ich ihm diese geben.

 

 

 

 

Gedicht von Anne, 18.06.2020

 

 

 

 

 

Peter Thiel, [02.04.2024 10:21]
ja, das wäre lieb.

B..., [02.04.2024 22:15]
Lieber Peter, das macht ja nun I... .

Nein, Anne war nicht chronisch depressiv. Ich kenne sie seit 30 Jahren, mal mehr mal weniger Kontakt aber kontinuierlich. Sie hatte auch die manischen Phasen.
Anne sprach zu mir im Dezember, dass sie immer Scherbenhaufen hinterläßt, nach der Manie. Letztes Jahr ist so einiges passiert, was ihr dann sehr leid tat. Ich denke, dass sie Angst vor dem hatte, was sie anrichtet, wenn sie sich nicht unter Kontrolle hat. Nach der Manie kommt meist die Depression. Hier hätte sie nicht allein sein dürfen, das sehe ich auch so. Ich habe auch nicht gesehen, dass sie so tief oder so schnell hinein fällt.
Sie ist noch so lebendig für mich, dass ich es nicht glauben kann.

Peter Thiel, [02.04.2024 22:19]
Ich hätte sie gehalten, wenn sie in die manische Phase gegangen wäre. Man kann mir das glauben oder nicht, es ist so. Aber nicht jede/r kann jeden halten, wir dürfen auch demütig sein und uns das zugestehen, wenn es so ist.


B..., [02.04.2024 22:21]
Wie traurig, dass du erst jetzt gekommen bist. Wenn du dir das zutraust, als Partner, nehme ich mal an, dann wäre es eine Chance für sie gewesen.


Peter Thiel, [02.04.2024 23:03]
Eine Chance wäre es auf alle Fälle gewesen, aber ich habe die Gefahr nicht voll erkannt, das ist so als wenn mal als Kapitän mit seinem Schiff und der Besatzung im Nebel fährt und plötzlich taucht 500 Meter an Backbord ein Eisberg auf, den man nicht sehen konnte, dann folgt der Zusammenstoß, weil man nicht mehr ausweichen oder bremsen kann.

B..., [07.04.2024 10:14]
Lieber Peter, die Beisetzung findet am 17.05. auf einem Berliner Friedhof statt. Welcher genau, weiß ich noch nicht, die Uhrzeit auch nicht. Es ist ein Friedhof in der Nähe ihrer Wohnung, wo sie wohl auch hin und wieder mit ihrer Mutter spazieren gegangen ist.

Peter Thiel, [07.04.2024 11:15]
Liebe B... Danke für Deine Nachricht. Ich bin unendlich traurig, zum Glück habe ich einen starken Überlebenswillen und Menschen, die mir in meiner Not beistehen und für mich da sind. Den Weg der Trauer können sie mir nicht abnehmen, den muss ich selber gehen. Am Montag den 11.03.2024 Vormittag hätte ich mit Anne ins Gespräch kommen müssen, dann hätte sie überlebt, aber ich wusste nicht von der Gefahr, die hinter ihr lauerte. Den 17.05. habe ich mir notiert, vielen Dank. Peter.

 

 

 

 

Draußen vor dem Fenster blühen die Obstbäume und Anne ist nicht mehr da.

 

 

 

 

 

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-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 4. April 2024 12:05
An: Peter Thiel
Betreff: Re: anne

lieber peter,

intensive, bewegte tage sind das für mich, mit anne im herzen. und wie ich lese auch für dich.

ich bin berührt von all den begegnungen und dem erfahrungsaustausch der letzten tage. ich habe einige schöne kontakte mit anne‘s herzensmenschen erlebt.

auch das gespräch mit dir, während ich im park saß, wirkte in mir sehr befriedend. danke!

ich möchte nun noch auf zwei themen eingehen, die mir auf dem herzen liegen.

zunächst zu deiner e-mail bezgl. dem kliniktermin:
ich fühle nicht, dass ich bei dem gespräch mit der klinik in der kommenden woche dabei bin. ich habe mich von dir überrumpelt gefühlt, dass du der klinik eine e-mail schreibst und meine anwesenheit ankündigst, bevor du mich fragst ob ich dabei sein mag.
ich selbst fühle keinen bezug zu anne‘s geschichte mit diesem verkorksten psychatrie-apparat. es gibt da für mich nichts mehr zu tun.

folgendes schreibe ich aus meiner eigenen perspektive und teile dir daraus mit. ich erlaube, dass du eine andere perspektive hast:

anne‘s großer weg, mit all dem licht und dem schatten, endet schließlich, so wie er am 24.3. auf tragische weise endet.
weder die klinik, noch du, noch ich tragen dabei schuld.
anne verlässt uns aufgrund von inneren pränatalen/frühkindlichen traumatisierungen, die sich auf ihrem weiteren lebensweg in retraumatisierenden situationen erneut manifestieren/ sich wiederholen.

...

 

 

 

Sicher, lieber ..., Anne hatte biographische Gründe, uns zu verlassen.

Es gab aber keine schicksalshafte Vorherbestimmung für das tragische Ende.

Ein Grund, dass sie uns verlassen hat, war, dass wir es nicht verstanden, sie zu halten.

Wir, die wir Anne am nächsten standen, blieben unter unseren Möglichkeiten.

 

Die Klinik hat das gemacht, was sie immer macht, die Klink "behandelt" Menschen auf "höchstem Niveau", sei es in Lübben, in Herzberge oder in Berlin-Treptow, nur das höchste Niveau ist bestenfalls Mittelmaß. Aber was kann man von einer Klinik auch schon erwarten, außer Mittelmaß.

 

"Das gemeinnützige Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe ist ein modernes Akutkrankenhaus mit einem umfangreichen somatischen und psychiatrischen Behandlungsangebot. In unserem Krankenhaus mit seinen angeschlossenen Einrichtungen behandeln wir Patientinnen und Patienten stationär, teilstationär und ambulant auf höchstem medizinischen Niveau.

...

In der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik betreuen wir psychisch Kranke und Menschen in Krisensituationen. Abgestimmte Therapiekonzepte schaffen die Voraussetzung für eine körperlich-​seelische Stabilisierung zu einem möglichst selbstbestimmten Leben.

...

Unsere Grundhaltung basiert auf dem christlichen Menschenbild. Akzeptanz und menschliche Zuwendung steht für unsere Behandlerteams im Vordergrund der täglichen Arbeit. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, jeden Patienten in einer weitgehend selbstbestimmten Lebensführung zu unterstützen. Dafür planen wir gemeinsam mit Ihnen Ihre Behandlung.

So können unsere Patientinnen und Patienten auf die umfassenden Behandlungsmöglichkeiten eines Allgemeinkrankenhauses vertrauen.

...

https://www.alexianer-berlin-hedwigkliniken.de/krankenhaus-hedwigshoehe/leistungen/kliniken/psychiatrie-psychotherapie-und-psychosomatik

 

Toll, was die PR-Agentur für viel Geld und mit wenig Verstand, hier für die Klinik und ihren ruhigen Schlaf verfasst hat.

Für mich, mit 62 Jahren Lebenserfahrung, klingt das wie in der DDR. wo von "der Partei" auch immer alles "auf höchsten Niveau" für das Volk getan wurde. 1989 ist das Volk ausgebüchst, das "höchste Niveau" hinter sich lassend, so wie Anne am 24.03.2024.

Wenn ein Mensch im Sterben liegt, dann ruft man die nächsten Angehörigen, dass sie den Sterbenden begleiten können, wenn ein Mensch davor steht, sich das Leben ´zu nehmen, dann ruft man die Menschen, die ihn noch aufhalten könnten. Dies ist hier nicht geschehen.

Die Klinik hat es nicht geschafft, mich anzurufen und zu sagen: Anne ist in großer Not, Sie müssen zu ihr kommen, damit sie eine Chance hat.

Die Klinik hat es noch nicht einmal geschafft, meine per Mail geschickte Gefährdungsmeldung am Vorabend von Annes Suizid zu lesen.

 

 

07.04.2024

Heute hatte sich eine Biene in meine Zimmer "verirrt", sie lief an der Innenscheibe des angekippten Fensters, das Tageslicht gab ihr die Richtung vor, aber es lag eine Glasscheibe dazwischen. Es war klar, wenn sie weiter so hin und her läuft, von links nach rechts, von oben nach unten wird sie bald sterben, denn dies ist kein Raum wo eine Biene überleben kann.

Ich klappte das Fenster zu, dreht den Fensterriegel um 90 Grad und öffnete das Fenster, gab der Biene einen leichten Schubs, sie krabbelte Richtung Licht, dann flog sie los, in die Freiheit, wo sie - bei schönem Frühlingswetter - sicher noch einige Tage oder Wochen ihr Bienenleben leben konnte.

 

 

 

 

09.04.2024

14.30 bis 15.10 Uhr Gesprächstermin in der Klinik Hedwigshöhe - Abteilung Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Treptow.

Teilnehmer seitens der Klinik: Die Leitende Oberärztin und der Pflegedirektor.

Ein Bekannter aus dem Freundeskreis von Anne begleitet mich in diesem Termin.

Es wurde alles besprochen, was zu besprechen war.

 

 

 

 

 

 

Epilog

Aus der Illusion einer vollkommenen Zweiheit ohne Vorwarnung herausgerissen, finde ich mich wieder als halbierter Mensch. Das ist es wohl auch, was so schmerzt.

Läuft man allein durch das Leben, wie ich es immer mal wieder - auch für längere Zeit hatte, sehnt man sich natürlich auch nach Verbundenheit und Nähe, aber man ist kein halbierter Mensch, man ist Individum, irgendwie kommt man damit klar, der Braunbär zieht auch allein durch den Wald.

Ist man dagegen in Liebe verschmolzen - was nicht heißt, dass man ein siamesischer Zwilling ist, das ist ja die hohe Kunst der Liebe, verschmolzen und zugleich frei - und wird durch Suizid vom Partner/Partnerin verlassen, kehrt man nicht einfach in die alte Freiheit des Singledaseins zurück, nein man läuft als halbierter Mensch durch das Leben, das Herz sucht seine andere verlorene Hälfte.

Der mind weiß, dass diese andere Hälfte nicht gefunden werden kann, es sei denn in der Imagination oder auf einem anderen Stern, wohin kein Bus fährt und keine Rakete fliegt. Das Herz sucht also weiter ... bis es sich gewandelt und die Illusion der Trennung erkannt hat.

 

 




-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: st...
Gesendet: Mittwoch, 3. April 2024 21:31
An: Peter Thiel
Betreff: AW: Anne

leider habe ich die E-Mail erst jetzt zur Kenntnis genommen. Das tut mir leid, was da passiert ist. Ich weiß nicht, was die Klinik da hätte machen können. Leider weiß ich auch nicht, ob eine Suizidberatung noch geholfen hätte. Immerhin hat sie es angekündigt.

Zwei meiner besten Freunde haben sich vor ca. 15 Jahren ebenfalls in die Tiefe gestürzt-der eine in einem Steinbruch, der andere von einem Hochhaus in Hamburg. Das kam für mich völlig überraschend. So etwas lässt mich seitdem nicht in Ruhe.

...




-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: s...
Gesendet: Dienstag, 9. April 2024 20:39
An: sc...
Betreff: Aw: AW: AW: AW: ...

Guten Abend lieber Peter.

Deine Geschichte ist sehr berührend und spricht auch mein kämpferisches Herz für Gerechtigkeit an. Ich kenne eine ähnliche Geschichte aus dem letzten Jahr, als der Vater meiner Freundin aus dem Fenster sprang, als Langzeitpatient in einer geschlossenenen Einrichtung.
Für deinen Umgang und die Verarbeitung eines solchen nahestehenden Schicksals wünsche ich dir alles was du dazu brauchst um gut bei dir sein zu können und dass du einen Weg für deine Gerechtigkeit findest.

Wenn ich etwas dazu beitragen kann würde ich das gerne tun.

Herzliche Grüße


 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Sabine ...
Gesendet: Donnerstag, 11. April 2024 10:29
An: Peter Thiel
Betreff: Re: Annes Bericht

Sehr berührend.
Zeugt von einer zarten, empfindsamen Seele, die sich im ständigen Konflikt zwischen ihrem Sehnen, ihrer Wahrnehmung und innerem Fühlen mit dem Erleben in ihrer Umwelt befand.
Das grundlegende" ich bin nicht richtig"- Gefühl, das all ihre ureigenen Gaben- ihr "Ich" an der Entfaltung gehindert hat, zieht sich offenbar durch ihre Geschichte.
Du sagtest ja, dass sie mitunter sehr kindlich war. Vielleicht waren das Momente, in denen Zugang zu ihrem "Ich" hatte.

 




11.04.2024:

Dass Anne keinen Abschiedsbrief hinterlassen hat, das könnte darauf hin deuten, dass sie bei ihrem Weggang von der Klinik am Sonntag den 24.04.2024 den Sprung in die Tiefe nicht geplant hatte. Kann also sein, dass sie nach Hause gefahren ist, um nach dem Rechten zu sehen, dann vielleicht auf die Idee kam Richtung HU-Ma am Fennpfuhl vorbeizulaufen und aus der Situation vor Ort heraus einen spontanen Suizid vollzogen hat.

Denkbar auch, dass sie in ihrer Wohnung war, sich dort, so wie ich sie kannte, ans Fenster gesetzt hat, eine Zigarette geraucht hat, über ihr Leben nachgedacht und sich dann spontan auf den Weg gemacht hat, ihr Leben zu beenden.

Warum hat Anne mich nicht angerufen. Wollte sie nicht, dass ich sie aufhalte?

 

12.04.2024

fast will
Mir es scheinen, es sei, als in der bleiernen Zeit.

 

 

 


Friedrich Hölderlin



Hölderlin-Kalender


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Der Gang aufs Land
An Landauer

Komm! ins Offene, Freund! zwar glänzt ein Weniges heute
Nur herunter und eng schließet der Himmel uns ein.
Weder die Berge sind noch aufgegangen des Waldes
Gipfel nach Wunsch und leer ruht von Gesange die Luft.
Trüb ists heut, es schlummern die Gäng' und die Gassen und fast will
Mir es scheinen, es sei, als in der bleiernen Zeit.
Dennoch gelinget der Wunsch, Rechtgläubige zweifeln an Einer
Stunde nicht und der Lust bleibe geweihet der Tag.
Denn nicht wenig erfreut, was wir vom Himmel gewonnen,
Wenn ers weigert und doch gönnet den Kindern zuletzt.
Nur daß solcher Reden und auch der Schritt’ und der Mühe
Wert der Gewinn und ganz wahr das Ergötzliche sei.
Darum hoff ich sogar, es werde, wenn das Gewünschte
Wir beginnen und erst unsere Zunge gelöst,
Und gefunden das Wort, und aufgegangen das Herz ist,
Und von trunkener Stirn' höher Besinnen entspringt,
Mit der unsern zugleich des Himmels Blüte beginnen,
Und dem offenen Blick offen der Leuchtende sein.

...

   

 

14.04.2024

Heute vor drei Wochen hat sich Anne das Leben genommen.

Ich komme mir vor wie ein Mann, der am Steuer eines Autos saß, seine Frau neben ihm. Der Mann in Gedanken und daher unaufmerksam. Plötzlich von vorn ein Stauende, Aufprall. Im Krankenhaus, der Mann nur leicht verletzt. Der Oberarzt kommt und sagt dem Mann, Ihre Frau ist tot, sie hat den Aufprall nicht überlebt.

Ich bin ein Überlebender, das ist kein leichtes Schicksal.

Am 08.08.2022 starb Simone Just, ich kannte sie auch von Gomera. Sie sprang vom Dach einer Berliner Psychiatrie in den Tod. Das staatliche Coronamobbing, aber auch schwierige private Konflikte, haben neben ihrer psychischen Disposition zu ihrem Tod beigetragen,  Nun hat sich ein solches Drama wiederholt.

Jedes Jahr töten sich in Deutschland ca. 10.000 Menschen, so die offizielle Statistik. Die Zahl dürfte wesentlich höher liegen, wenn man die Menschen mitzählt, die sich auf unauffälligere Weise von dieser Welt verabschieden, wie etwa exzessive Lebensweise, Drogensucht, Alkoholsucht, Arbeitssucht ... .

Mein Großvater mütterlicherseits, Fritz Heinze starb am 02.01.1958 im Alter von 53 Jahren, plötzlicher Herztod, frühmorgens in Potsdam-Babelsberg. Ob meine Mutter die Zeit und die Fähigkeit hatte, ihren Vater ausreichend zu betrauern? Mein älterer Bruder wurde im selben Jahr am 31.12.1958 geboren, ob sie sich ihm ausreichend zuwenden konnte?

 

 

15.04.2024

Im Jahr 1991 - so berichtet es Anne, sei ihr in der Landesklinik in Lübben und in der Charité in Berlin ihr Selbstbestimmungsrecht genommen worden, obwohl sie volljährig war. Der stattgefundene Missbrauch bzw. die stattgefundene Straftat durch den Freiheitsentzug mit Zwangsfixierung und Zwangsmedikamentierung - so Anne - hätte keine Gerechtigkeit keinen Ausgleich gefunden.

Nun liebe Anne, ich habe die Klinik angeschrieben, die könnten sich ja zu Deinen Vorwürfen, äußern, auch wenn inzwischen 33 Jahre vergangen sind:

Die Klinik in Lübben, in der Anne, laut ihrem Bericht im Jahr 1991 misshandelt wurde, teilt mir heut auf meine Anfrage mit, dass sie ein von mir erbetenes Gespräch nicht führen möchte.


Asklepios Fachkliniken Brandenburg GmbH - Asklepios Fachklinikum Lübben

Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Dr. med. Anastasia Donchin - Chefärztin

Luckauer Straße 17

15907 Lübben

(03546) 29 0

Mail: luebben@asklepios.com


https://www.asklepios.com/luebben/experten/kinder-und-jugendpsychiatrie/


Sehr geehrte Frau Donchin,

meine Name ist Peter Thiel, ich bin der Freund von Anne Merkel, geboren am 07.11.1969 die am 24.03.2024 in Berlin in den Tod sprang.

Anne war 1991 "Patientin" in Lübben.

In einem hinterlassenen Bericht aus dem Jahr 2018 schreibt sie über diese Zeit:

"Der Tag zur Beobachtung führte zwangsläufig zur Hospitalisierung.
Aus dem einen Tag wurden 16 Wochen. Nach der Geburt meines Sohnes
und dem Bewusstwerden der Verdrängung des Geschehenen und der Abspaltung
meiner Gefühle kamen weitere 48 Wochen hinzu. Insgesamt
habe ich also 54 Wochen meines Lebens in einer geschlossenen
Psychiatrie bzw. zum Teil in der Tagesklinik verbracht. Ein Jahr
meines Lebens, ausgeschlossen und ausgegrenzt mal mit mehr und
mal mit weniger Mitbestimmung. Wenn ich 100 Jahre alt werde, ist
es nur 1% Prozent meines Lebens, also kein großes Drama oder
doch? Ich denke ja, es gab den Moment als ich beschloß, aus dem
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Seite 6 von 10
Leben zu treten. Mein Sohn war damals 3 Jahre alt. Eines Tages
fragt er mich danach. Fragt, ob es mir einmal so schlecht ging,
dass ich mir das Leben nehmen wollte. Ich antworte ihm ehrlich,
dass ich es versucht habe. Er reagiert betroffen und traurig. Er
sagt, dass er froh ist, dass ich noch lebe.
Der unerträglich seelische Schmerz über das Erfahrene ist noch
immer da und befindet sich nach wie vor im Prozess der Heilung.
Ich habe noch immer Angst mich öffentlich zu zeigen mit dem was
ich bin, was ich kann. Nach wie vor ist sie da, die Angst vor
Ausgrenzung.
Erstaunlicher Weise nehme ich das Erlebte jedoch nicht als verpasste
Lebenschance wahr, sondern als eine Herausforderung, als
meine persönliche Lebensaufgabe, an der ich wachse. Mit mir wachsen
daran auch andere Menschen, weil ich sie bewege, berühre, ihnen
ein Spiegel bin.
Erfahren habe ich, dass mir 1991 in der Landesklinik in Lübben
und in der Charité in Berlin mein Selbstbestimmungsrecht genommen
wurde und das obwohl ich Volljährig war. Der stattgefundene Missbrauch
bzw. die stattgefundene Straftat durch den Freiheitsentzug
mit Zwangsfixierung und Zwangsmedikamentierung erfährt keine Gerechtigkeit
keinen Ausgleich. ..."



Darüber würde ich gerne mit Ihnen oder einem anderen fachlich kompetenten und aussagefähigen Mitarbeiter der Klinik sprechen.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

0177.6587641

 




-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Donchin, Dr. med. Anastasia [mailto:a.donchin@asklepios.com]
Gesendet: Montag, 15. April 2024 12:52
An: 'Peter Thiel'
Cc: Klein, Sebastian (Lübben)
Betreff: AW: [EXTERN] Anne Merkel - Geboren am 07.11.1969, Suizid am 24.03.2024

Sehr geehrter Herr Thiel,

Ihre Anfrage hat mich erreicht. Allerdings muss ich ein Gespräch mit Ihnen aus Schweigepflichtgründen ablehnen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. A. Donchin
Chefärztin KJPP

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Peter Thiel [mailto:info@peterthiel.de]
Gesendet: Montag, 15. April 2024 14:13
An: 'Donchin, Dr. med. Anastasia'
Cc: 'Klein, Sebastian (Lübben)'
Betreff: AW: [EXTERN] Anne Merkel - Geboren am 07.11.1969, Suizid am 24.03.2024


Sehr geehrte Frau Donchin,

Danke für Ihre Nachricht.


In der Hedwigsklinik in Berlin Treptow hatte ich letzten Dienstag mit der Leitenden Oberärztin und dem stellvertretenden Pflegedirektor ein 40 minütiges Gespräch, warum sollte das nicht auch bei ihnen gehen, ohne das man gesetzliche Vorgaben verletzt?


Es geht schließlich um einen schwerwiegenden Vorwurf gegen 1991 tätige Mitarbeiter der Klinik Lübben.


Ich bin selber vom Fach, wenn auch bis zu Annes Tod nicht mit suizidalen Krisen vertraut.

Das hat sich nun geändert.

http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Donchin, Dr. med. Anastasia [mailto:a.donchin@asklepios.com]
Gesendet: Montag, 15. April 2024 14:54
An: 'Peter Thiel'
Cc: Klein, Sebastian (Lübben); Diederich, Sonja
Betreff: AW: [EXTERN] Anne Merkel - Geboren am 07.11.1969, Suizid am 24.03.2024

Sehr geehrter Herr Thiel,

ich bedauere, Ihnen dennoch nicht abhelfen zu können. Wie die anderen Kliniken Ihre Anfrage handhaben, ist hierbei nicht ausschlaggebend. Ohne eine Schweigepflichtentbindung vonseiten der Verstorbenen ggü. der hiesigen Klinik zu Ihren Gunsten, ist rechtlich gesehen kein Gespräch über ihre Daten möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. A. Donchin
Chefärztin KJPP

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Peter Thiel [mailto:info@peterthiel.de]
Gesendet: Montag, 15. April 2024 15:11
An: 'Donchin, Dr. med. Anastasia'
Cc: 'Klein, Sebastian (Lübben)'; 'Diederich, Sonja'
Betreff: AW: [EXTERN] Anne Merkel - Geboren am 07.11.1969, Suizid am 24.03.2024


Sehr geehrte Frau Donchin,

Danke für Ihre Nachricht.

Mir wäre daran gelegen, dass ihre Klinik die alte Akte zieht und ernsthaft überprüft, ob dort fachliche Fehler, wie sie Anne beschreibt und anklagt, dokumentiert sind und falls ja, diese ernsthaft aufarbeitet.


Anne wäre in der Nazizeit mit hoher Sicherheit der Mordaktion T4 zum Opfer gefallen.

Die Klinik in Lübben hat nach meiner Kenntnis daran auch mitgewirkt.

Es sollte nicht nur den Opfern der Euthanasie ein Gedenken eingeräumt werden, auch Anne hat das verdient.

http://peterthiel.de/anne-merkel.html



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel




-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Klein, Sebastian (Lübben) [mailto:se.klein@asklepios.com]
Gesendet: Montag, 15. April 2024 19:44
An: Peter Thiel; Donchin, Dr. med. Anastasia
Cc: Diederich, Sonja
Betreff: Re: AW: [EXTERN] Anne Merkel - Geboren am 07.11.1969, Suizid am 24.03.2024

Sehr geehrter Herr Thiel,

Wie bereits von Frau Dr. Donchin beschrieben, werden wir uns nicht weiter zu diesem Fall und Ihrer Anfrage äußern.

Es tut mir leid, Ihnen keine andere Antwort geben zu können.


Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Klein
Geschäftsführer
Geschäftsführung

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Peter Thiel [mailto:info@peterthiel.de]
Gesendet: Montag, 15. April 2024 21:07
An: 'Klein, Sebastian (Lübben)'; 'Donchin, Dr. med. Anastasia'
Cc: 'Diederich, Sonja'
Betreff: AW: AW: [EXTERN] Anne Merkel - Geboren am 07.11.1969, Suizid am 24.03.2024


Schade, ich hatte auf mehr menschliche Größe gehofft.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 

 

Wieso meint der Geschäftsführer Sebastian Klein der Asklepios Fachklinikum Lübben "keine andere Antwort geben zu können", was hat Herr Klein für ein verengtes Sichtfeld?

Gibt es Anweisung von "ganz oben", der er sich fügen muss?

https://www.asklepios.com/luebben/unternehmen/klinik-und-kontakt/klinikleitung/

 

 

Auf Google Maps finde ich von "Tina Die Erste" folgende Bewertung:

 

vor 5 Monaten
Die würde des Menschen ist unantastbar.
Ich war nicht in der Tagesklinik sondern stationär auf der Psychosomatik.
Die Ärzte und Therapeuten sind aber die Gleichen oder anders gesagt, seit es die Tagesklinik und stationäre Behandlung gibt, wurde das Personal nicht aufgestockt sondern muss jetzt mehr Patienten in gleicher Zeit behandeln.
In Gesprächen wird durch die Chefärztin gebeten positive Bertungen abzugeben.
Diesem Wunsch kann ich leider nicht folgen.
Ich folge aber dem Wunsch nach einer Bewertung.
Ich war 7 Wochen in der Klinik.
Leider wurde ich in einem schlechteren Gesundheitszustand entlassen, als ich in die Klinik kam.
Diese Resonanz kam von allen Freunden und Kollegen.
Der Patient wird in der Klinik nicht ernst genommen.
Körperliche Probleme werden ignoriert.
Es ist alkes psychisch und auf eine angebliche schlechte Kindheit zurück zu führen.
Ein schlimmes Ereignis was ich dann noch sah war, dass man einen Patienten der scheinbar nicht mehr laufen konnte auf dem Hof im Regen stehen gelassen hat, statt diesem zu helfen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar .
Gilt das auch hier?

 


Frank Rademacher

vor 3 Monaten
Das neue Jahr hat begonnen und wir wollen nichts schlechtes schreiben.
Das Essen war gut.
Ansonsten, geht dort nicht hin

Habe mich auf alles eingelassen was angeboten wurde.
Es hat nichts gebracht und mir geht es schlechter als vorher

 


Leonie Rahn

vor 10 Monaten
Einer der schlimmsten Abende in meinem Leben…wollte vor dem Schlafen eine Zigarette rauchen was mir der Arzt auch erlaubt hatte…doch die Schwester akzeptierte das nicht und würdigte mich mit ihren Blicken herab…lieber wollten sie mir Tabletten reinstopfen damit ich ruhig bin…da ich dies nicht wollte…riefen sie die Polizei und jch wurde mit 6 Beamten aufs Bett gefesselt…also wer sich hier einweisen lässt um sich helfen zu lassen brauch danach nochmehr Hilfe

 

Na Wi

vor einem Jahr
Ich könnte soviel schreiben aber leider nichts gutes Die Ärzte Lügen um einen Gerichtlich und unter Zwang dort wegschließen zu können und pumpen einen mit Medikamente voll und isolieren einen von der Familie.
Würde das schon kriminell nennen.

 

soph

vor 5 Monaten
geh nicht hin

 

 

Nun poste ich auch eine "Bewertung" auf Google Maps, nämlich die von Anne, die sie 2018 in Ihrem Bericht schrieb.

 

 

20.00 Uhr:

Anruf von Egon von Gomera, wir telefonieren eine halbe Stunde.

Das Gepräch mir Egon tut mir gut, nicht so ein "Aber wir lieben uns doch alle"-Gesäusel, das mir in Annes Telegram Chat Gruppe wie eine riesige Qualle entgegenschappt. Ich vermute, die da so peacig daherkommen und Anne einen Marienaltar zum Anbeten bauen wollen, haben ein erhebliches Aggressionsproblem. Wer aber ein Aggressionsproblem hat, landet notwendiger Weise autoaggressiv in der Depression.

Anne hatte auch ein Aggressionsproblem, aber, sie war auf dem Weg. Vor einiger Zeit nahm sie an einem Wutworkshop teil. Ihr Anklage der ihr widerfahrenen Misshandlungen in der Klinik Lübben, kann man auch als Versuch sehen, aus der Anklage seines selbst, seine Aggression nach außen zu richten und Aggressoren der Vergangenheit anzuklagen.

Anne wollte raus aus dem Strudel, Anne wollte nicht permanent sterben, den Tod hat sie nur in ihren Krisenzeiten gesucht, da sie das Leid nicht tragen konnte, das sie in schwierigen Zeiten übermannte.

Anne hat sich mir zu wenig mit ihren Nöten anvertraut, auch fehlte ihr der zuletzt gute Dritte, der sie bei der Hand genommen und gesagt hätte, so Anne, jetzt kümmern wir uns mal um diese Baustelle, ich bin bei Dir, das wird dich stärken.

Ich hätte der gute Dritte sein können, aber ich wusste zu wenig und war überrascht von ihrem Statment am 11.03.2024: "Ich kann eine Mann - Frau Beziehung nicht leben.

Seit ihrem Tod betreibe ich einen Dialog, der keiner ist, ich frage Anne: Warum, was hätte ich tun können?

Keine Antwort aus dem Schattenreich.

Wie komme ich in die innere Versöhnung mit Annes und mit meinem Schicksal?

Annes verhängnisvolles Schicksal begann 1991 in der Klinik in Lübben, mein Leidensweg begann am 24.03.2024.

 

 

16.04.2024

Es ist so verdammt schwer, nach diesem tragischen Sprung von Anne, zu leben. 

 

...

e) Ist das Selbstgewahrsein träg, dann ist auch das Leiden des Patienten ohne Sinn und kann genausogut mit Aspirin beseitigt werden, während der Arzt ihn weiter in seiner Passivität bestätigt. Und tatsächlich werden, teilweise aufgrund dieser Theorie, Widerstände rasch aufgelöst, um nämlich den Schmerz des realen Konfliktes zu umgehen, damit der Patient sich nicht in Stücke reißt. Leiden aber und Konflikt sind weder bedeutungslos noch unnötig: Sie zeigen die Zerstörung an, die in jeder Figur/Hintergrund-Struktur eintritt, damit die neue Figur auftauchen kann. Dies bedeutet nicht das Verschwinden des alten Problems, sondern seine Lösung; gerade die mit dem Problem verbundenen Schwierigkeiten bereichern die Lösung, und neues Material wird mit eingebaut - genau wie ein großer Forscher vor den seiner Theorie unangenehm zuwiderlaufenden Tatsachen nicht die Augen verschließt, sondern sie vielmehr aufsucht, um seine Theorie zu erweitern und zu vertiefen. Der Patient wird nicht dadurch geschützt, daß seine Schwierigkeiten verringert werden, sondern dadurch, daß sie für ihn in einer Umgebung fühlbar werden, in der seine Fähigkeiten und der kreative Elan ebenso fühlbar sind.

...

Frederick S. Perls; Paul Goodman; Ralph F. Hefferline: “Gestalttherapie. Grundlagen“, dtv, 1979, S. 134/152

 

Welches ist nun die Funktion langwierigen Leidens, wie es unter Menschen häufig ist? Wir wollen die Vermutung wagen, daß es uns dazu bewegen soll, uns des unmittelbar gegenwärtigen Problems anzunehmen und dann aus dem Weg zu gehen, alle Kräfte gegen die Gefahr aufzubieten und dann aus dem Weg zu gehen, nutzloses Befangensein zu lockern, den Konflikt toben und zerstören zu lassen, was zerstört werden muß.

Nehmen wir zwei einfache Fälle zur Illustration: Ein Mann ist krank; er versucht, seinen Geschäften nachzugehen und leidet; zu der Einsicht gezwungen, daß er nun ein ganz anderes Geschäft hat, kümmert er sich um seine Krankheit, legt sich hin und wartet; das Leiden läßt nach, und er schläft ein. Oder der Tod eines geliebten Menschen: Es gibt einen traurigen Konflikt zwischen intellektuellem Hinnehmen einerseits, Wünschen und Erinnerungen andererseits. Der Durchschnittsmensch versucht sich abzulenken, wer aber mehr von sich verlangt, gehorcht dem Zeichen und gibt sich dem Leiden hin; er ruft sich die Vergangenheit zurück und sieht seine Gegenwart hoffnungslos versperrt. Er weiß nicht, was er tun soll, jetzt, da alles aus den Fugen ist; die Trauer, die Verwirrung und das Leiden dauern lange, denn so vieles muß zerstört und vernichtet und so vieles assimiliert werden, und währenddessen darf er nicht seinen unwichtigen Geschäften nachgehen und den Konflikt vorsätzlich unterdrücken. Schließlich ist die Trauerarbeit erledigt, der Mensch verändert; er nimmt nun eine Haltung schöpferischen Desinteresses ein, und alsbald werden neue Interessen vorrangig.
Emotionales Leiden ist ein Mittel, die Isolierung des Problems zu verhindern, damit das Selbst im Durcharbeiten des Konflikts im Felde des Gegenwärtigen wachsen kann. Je eher man bereit ist, im Ankämpfen gegen den zerstörerischen Konflikt nachzugeben, desto schneller ist das Leiden vorüber. (Diese Interpretation des Leidens als Trauer, als Mittel, das alte Selbst fahren zu lassen, um sich zu ändern, erklärt, warum Leiden von selbstzerstörerischem Verhalten begleitet ist, wie etwa sich die Haut zu zerkratzen, sich gegen die Brust zu schlagen, sich die Haare zu raufen.)
Der Arzt sieht natürlich im Gefühlskonflikt und im Leiden die Gefahr, der Patient könne sich im Wüten gegen sich selbst zerstören, sich in Stücke reißen. Dies ist wirklich eine Gefahr. Aber man begegnet ihr nicht notwendig mit der Schwächung des Konflikts, sondern mit der Stärkung des Selbst und des Selbstgewahrseins. Wenn man sich klarmacht, daß der Konflikt der eigene Konflikt ist und daß man sich selber in Stücke reißt, so tritt ein neuer dynamischer Faktor in die Situation ein, nämlich man selbst. Dann, wenn der Konflikt ausgefochten und zugespitzt wird, erreicht man früher oder später die Haltung der schöpferischen Unparteilichkeit und identifiziert sich mit der heraufdämmernden Lösung.

Frederick S. Perls; Paul Goodman; Ralph F. Hefferline: “Gestalttherapie. Grundlagen“, dtv, 1979, S. 151/152


17.04.2024

9.00 Uhr - Traum:

Ein See, in der Mitte des Sees zwei Menschen im Wasser, kein Ufer, keine Bäume, nur Wasser, das Wasser ist ruhig.

 

11.36 Uhr bei Dr. G. angerufen, sie war zuletzt die "behandelnde" Psychiaterin von Anne. Von ihr hat sie vermutlich auch die verschreibungspflichtigen Psychopharmaka bekommen, die sie auf Gomera noch einnahm - aber in reduzierter Dosis. Frau G. - so sagte es mir Anne - habe es eher befürwortet, dass Anne eine Erwerbsunfähigkeitsrente in Anspruch nimmt.

 



..., [17.04.2024 13:06]
Hallo ..., hallo Peter!
Stimmt, das mit dem Chatbot, finde ich einen echt guten Vergleich!
Ich muss ehrlich sagen, dass ich Deine Beiträge auch nicht mehr zu Ende lese. Ich fange sie an und bekomme schon bald den Eindruck, dass das, was Du schreibst, ganz und gar nicht mehr das ist, was Du eigentlich fühlst bzw. brauchst. Und dadurch wird es gleichsam irrelevant.

Und wenn Du immer weiter Intimes, Privates von Annes hier preisgibst, dann merke ich inzwischen ein klares „Stop!“ in mir. Das ist für mich gewalttätig, tut Anne posthum in meiner Wahrnehmung Gewalt an. Und damit wahrscheinlich jedem, der sich liebend mit ihr verbunden hat. Und damit vielleicht auch Dir selber, ohne dass Du es zu merken scheinst.

Denn wenn zumindest ich jemanden liebe, dann respektiere ich sie/ihn auch in ihrer/ seiner vollen Selbstbestimmung und Autonomie. Das ist für mich einfach ein Teil der Liebe. Und wenn diese(r) mich eingeladen hat, für kurze Augenblicke an ihrer/ seiner Intimsphäre teilzuhaben, dann ist dies für mich ein unglaubliches Geschenk, das es zu ehren und zu schützen gilt. Vielleicht das größte Geschenk, dass man einander machen kann. Und das nur uns beide betraf, nur uns beide.
Das ist zumindest, wie ich leben will. Und Du lebst gerade etwas ganz anderes.

Bloß warum bin ich dann noch hier?
Das liegt daran, dass ich den Eindruck habe, Du könntest noch irgendwas brauchen. Das ist eigentlich der einzige Grund. Und da ich so gerne liebe, spüre ich auch Liebe für Dich. Aber aus dem, was ich bisher von Dir gelesen habe, kann ich irgendwie nicht erkennen, was DU eigentlich brauchst. Ich lese immer nur, was Du Dir für Gedanken über Anne machst. Und das in einem Ausmaß, welches - wie bereits geschrieben - für mich mittlerweile sämtliche Grenzen überschreitet.

Daher bitte ich Dich, jetzt einfach nochmal in Dich zu gehen und Dich zu fragen, was Du eigentlich willst bzw. brauchst. Und dann können wir schauen, ob ich oder irgendjemand anderes in der Gruppe das Dir geben kann bzw. mag. So wie die Gruppe eben gedacht war: Love-Peace-Help.

Ansonsten verlasse ich die Gruppe auch. Einfach aus Selbstschutz. Tut mir leid.



Peter Thiel, [17.04.2024 13:34]
Lieber ..., ich brauche eine Resettaste und dann ich und Anne wieder am 11.03.2024 in ihrer Wohnung und dann werde ich versuchen, mit ihr zu sprechen. Das habe ich an dem Tag leider nicht getan, Anne hat mich mich dazu auch nicht explizit eingeladen, dann bin ich abgefahren, dann ist Anne innerhalb weniger Stunden abgestürzt, am Anfang noch emotional, mental, am 24.03. von einem Haus in ihrer örtlichen Nähe, das ich nicht kenne. Lieb von dir dass du überlegst was ich brauche. Eine funktionierende Resettaste hast du leider nicht, sonst würde ich dich darum bitten, dass du da raufdrückst. Ich stehe mit engen Freunden/Freundinnen von mir im engen persönlichen Kontakt, auch meine beiden erwachsenen Töchter stehen mir bei. Den Trauerprozess wird das wohl erleichtern, ich wünschte es wäre schon morgen abgetrauert, aber es wird wohl noch Wochen, Monate oder gar Jahre dauern.

Peter Thiel, [17.04.2024 14:01]
Was erwarten denn einige in der Gruppe von mir, dass ich drei Wochen nach Annes Sturz in die Tiefe in die Liebe zurückfinde, meine Liebe ist abgestürzt und zerschellt. Die wenigsten von Euch werden das in dieser Form, wie ich es erlebe noch nie erlebt haben und ich wünsche keinem guten Menschen eine solche schreckliche Erfahrung. Wer aber diese schreckliche Erfahrung machen musste, der sollte sich nicht in die Depression verkriechen, schlimm genug, wenn das Millionen Menschen in diesem Land so machen. 24.03.2024 16:50 Uhr

 

18.04.2024

Bin bis früh um drei Uhr zugange, zuletzt recherchiere ich über das Thema Suizid im Internet.

Wenn Anne sich von mir "nur" getrennt hätte, das wäre auch nicht leicht, aber weit besser auszuhalten. Dann wüsste ich, sie lebt, geht ihren Weg mit Höhen und Tiefen und ich müsste nicht so mitleiden, wenn ich mir vorstelle, wie sie in ihren letzten dreizehn Lebenstagen seit unserem letzten persönlichen Zusammensein am 11.03.2024 gelitten haben muss. Wenn Anne bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen wäre, das betraf im Jahr 2023 2830 Menschen, wäre der Fakt der Trennung, ihres Todes auch da, es würde aber das Element der suizidalen Krise und der Selbsttötung fehlen.

Eine Trennung kann sich wie eine Befreiung anfühlen, aber eine suizidale depressive Krise ist kein Befreiungsschlag sondern einfach nur schlimm.

Ich werde noch einige Zeit brauchen, bis ich Annes tragischen Tod annehmen kann. Die Dankbarkeit für unsere gemeinsame Zeit wird ganz sicher bleiben.

 

Im Berliner Polizeibericht vom 24.03.2024 ist Annes Sprung in die Tiefe nicht aufgeführt, dafür aber alle möglichen anderen Begebenheiten, die weit weniger tragisch sind.

 

24.03.2024 13:24 Uhr

Grabsteine auf Friedhof beschmiert

Ereignisort: Reinickendorf

24.03.2024 12:19 Uhr

Drei verletzte Männer bei Unfall – Verdacht auf Drogeneinwirkung

Ereignisort: Steglitz-Zehlendorf

24.03.2024 12:19 Uhr

Geldausgabeautomat gesprengt

Ereignisort: Lichtenberg

24.03.2024 12:03 Uhr

Unbekannter Räuber verletzt Verkäuferin mit Messer

Ereignisort: Friedrichshain-Kreuzberg

24.03.2024 11:44 Uhr

Wohnungsloser nach versuchtem Raub im Krankenhaus

Ereignisort: Spandau

24.03.2024 11:12 Uhr

Polizeibeamter erlitt Handbruch bei Angriff

Ereignisort: Charlottenburg-Wilmersdorf

24.03.2024 10:44 Uhr

Motorradfahrer nach Unfall reanimiert

Ereignisort: Charlottenburg-Wilmersdorf

24.03.2024 10:40 Uhr

Drei Fahrzeuge durch Feuer beschädigt

Ereignisort: Spandau

24.03.2024 10:39 Uhr

13-jähriges Kind von Auto angefahren

Ereignisort: Reinickendorf

24.03.2024 10:33 Uhr

Zwei Frauen und ein Mann bei Unfall verletztEreignisort: Tempelhof-Schöneberg

https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/archiv/2024/?page_at_1_0=4#headline_1_0

 

 

Seltsam, dass im Polizeibericht die Selbsttötungen in der Stadt verschwiegen werden, soll sich nur niemand Sorgen machen und sich zur Nachahmung animiert sehen, soll sich nur nicht jemand fragen, was ist faul im Staate Dänemark (Deutschland), dass so viele Menschen verzweifeln.

Bei jährlich ca. 10.000 Suiziden in Deutschland, nehmen sich jeden Tag 27 Menschen das Leben. 27 schwere Schicksale, jeden Tag.

Dagegen verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2023 nur 292 Morde.

Bei 83,8 Millionen Einwohner in Deutschland, 3,8 Millionen Einwohnern in Berlin, suizidieren sich jedes Jahr in Berlin ca. 458 Menschen, also jeden Tag in Berlin statistisch gesehen ca. 1,25 Menschen. Seit Annes Tod haben sich in Berlin also 31,5 Suizide ereignet. Über die meisten Suizide wird geschwiegen.

Dann kann ich nicht einschlafen, mir friert, kalte Füße.  

Gegen 8 Uhr frühstücke ich, lege mich dann wieder hin und schlafe bis 11.20 Uhr. Im Traum sichte ich telegram-Nachrichten, die mit Annes Leben zusammenhängen.

 

13.06 Uhr sende ich folgende Mail an den Sozialpsychiatrischen Dienst Gesundheitsamt Landkreis Dahme-Spreewald:

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Peter Thiel [mailto:info@peterthiel.de]
Gesendet: Donnerstag, 18. April 2024 13:06
An: 'gesundheitsamt@dahme-spreewald.de'
Cc: 'se.klein@asklepios.com'; 'a.donchin@asklepios.com'; 's.diederich@asklepios.com'
Betreff: Anne Merkel


Sozialpsychiatrischer Dienst Gesundheitsamt Landkreis Dahme-Spreewald
Beethovenweg 14
15907 Lübben
Telefon: 03546 / 20-1782
E-Mail: gesundheitsamt@dahme-spreewald.de
Internet: http://www.dahme-spreewald.info/de/verwaltung/verwaltungsstruktur/dezernat4/gesundheitsamt/beratung-bei-psy
Träger: Landkreis Dahme-Spreewald






Aus Annes Bericht "Die Auseinandersetzung mit meiner Lebensgeschichte" über ihre lebensgeschichtlich bedingten Krisen und ihre "Psychiatriekarriere", die mit Sicherheit in einer verhängnisvollen zirkulären Selbstverstärkung zu ihrem Suizid am 24.03.2024 beitrugen, aufgeschrieben von Anne im Jahr 2018:

Der Tag zur Beobachtung führte zwangsläufig zur Hospitalisierung.
Aus dem einen Tag wurden 16 Wochen. Nach der Geburt meines Sohnes
und dem Bewusstwerden der Verdrängung des Geschehenen und der Abspaltung
meiner Gefühle kamen weitere 48 Wochen hinzu. Insgesamt
habe ich also 54 Wochen meines Lebens in einer geschlossenen
Psychiatrie bzw. zum Teil in der Tagesklinik verbracht. Ein Jahr
meines Lebens, ausgeschlossen und ausgegrenzt mal mit mehr und
mal mit weniger Mitbestimmung. Wenn ich 100 Jahre alt werde, ist
es nur 1% Prozent meines Lebens, also kein großes Drama oder
doch? Ich denke ja, es gab den Moment als ich beschloß, aus dem
5
Seite 6 von 10
Leben zu treten. Mein Sohn war damals 3 Jahre alt. Eines Tages
fragt er mich danach. Fragt, ob es mir einmal so schlecht ging,
dass ich mir das Leben nehmen wollte. Ich antworte ihm ehrlich,
dass ich es versucht habe. Er reagiert betroffen und traurig. Er
sagt, dass er froh ist, dass ich noch lebe.
Der unerträglich seelische Schmerz über das Erfahrene ist noch
immer da und befindet sich nach wie vor im Prozess der Heilung.
Ich habe noch immer Angst mich öffentlich zu zeigen mit dem was
ich bin, was ich kann. Nach wie vor ist sie da, die Angst vor
Ausgrenzung.
Erstaunlicher Weise nehme ich das Erlebte jedoch nicht als verpasste
Lebenschance wahr, sondern als eine Herausforderung, als
meine persönliche Lebensaufgabe, an der ich wachse. Mit mir wachsen
daran auch andere Menschen, weil ich sie bewege, berühre, ihnen
ein Spiegel bin.
Erfahren habe ich, dass mir 1991 in der Landesklinik in Lübben
und in der Charité in Berlin mein Selbstbestimmungsrecht genommen
wurde und das obwohl ich Volljährig war. Der stattgefundene Missbrauch
bzw. die stattgefundene Straftat durch den Freiheitsentzug
mit Zwangsfixierung und Zwangsmedikamentierung erfährt keine Gerechtigkeit
keinen Ausgleich.
...



Ende des Zitats





Die Klinik in Lübben verweigert mir ein Gespräch:


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Klein, Sebastian (Lübben) [mailto:se.klein@asklepios.com]
Gesendet: Montag, 15. April 2024 19:44
An: Peter Thiel; Donchin, Dr. med. Anastasia
Cc: Diederich, Sonja
Betreff: Re: AW: [EXTERN] Anne Merkel - Geboren am 07.11.1969, Suizid am 24.03.2024

Sehr geehrter Herr Thiel,

Wie bereits von Frau Dr. Donchin beschrieben, werden wir uns nicht weiter zu diesem Fall und Ihrer Anfrage äußern.

Es tut mir leid, Ihnen keine andere Antwort geben zu können.


Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Klein
Geschäftsführer
Geschäftsführung




Ende des Zitats



Regiert in der Klinik in Lübben noch immer das kalte Herz?



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel


0177.6587641

 

Abends ruft mich Christoph an, ich kenne ihn von Gomera. Christoph ist ein "Grüner" also politisch so was ähnliches wie die AfD nur eben mit grüner Tarnfarbe angestrichen und daher wesentlich gefährlicher als die AfD. Aber sonst komme ich mit Christoph gut aus.

Christoph hatte mir schon vor einigen Tagen mitgeteilt, dass er sich über das Thema Suizid mit mir austauschen wille, weil er damit auch Erfahrungen hat.

Christoph kennt auch Simone, die am 08.08.2020 auf dem Gelände einer Berliner Psychiatrie in den Tod gesprungen ist.

Im Gespräch erzählt er mir Christoph von einer Ex-Freundin, die wohl auch schizoid-suizidal war. Die Freundin wollte nach Brasilien zu einem "Wunderheiler" oder so was fliegen. Diese Wunderheiler/Gurutypen ziehen ja labile Menschen an, wie das Feuer der Kerze die Motten, im Kerzenlicht erwartet sie nicht die ersehnte kuschelige Wärme und Geborgenheit, sondern der Tod. So was es wohl auch hier. Christoph flog nicht mit, weil er gerade seine Magisterarbeit schrieb. Drei Tage später war die Freundin tot, sie hatte ich erhangen. Lebte wohl beim Auffinden noch, starb dann aber kurze Zeit später.

Ich habe Christoph das Buch "Grundformen der Angst" von Fritz Riemann empfohlen, das beschreibt das Sosein schizoid-suidzialer Menschen ganz gut, wie ich finde.

 

 

19.04.2024

Das ganze Drama um Anne lastet weiter auf mir, auch körperlich, Verspannungen im Rücken,

zum Glück habe ich Ressourchen, Freunde, Gesprächspartner, sonst hätte ich das Gefühl, das kann ich nicht überleben.

Der Vater einer Freundin hat eine Ehefrau, die seit Jahren im Koma liegt. Mit ihr ist keine Kommunikation möglich, fraglich ob sie noch etwas spürt. Die komatäse Frau wird von drei Pflegerinnen rund um die Uhr betreut. Würde man die künstliche Nahrungszufuhr beenden, würde die Frau sterben.

Ihr Ehemann hat eine neue Frau, mit der er in der dritten Etage seines Wohnhauses zusammenlebt, die komatöse Frau "lebt" im Erdgeschoss.

Was ist, wenn die komatöse Frau aufwacht und in ihre ehemalige Wohnung in der dritten Etage geht, wo sie eine andere Frau an der Seite ihres Mannes treffen würde.

Was würde ich machen, wenn Anne die komatöse Frau wäre, würde ich sie mit medizinisch-pflegerischen Maßnahmen "am Leben" erhalten oder würde ich diese Maßnahmen einstellen, damit Anne sterben kann, wenn es mir erlaubt wäre.

 

 

 


 


HU-MA Pflege GmbH | Ihr Pflegedienst in Berlin Lichtenberg

https://www.youtube.com/watch?v=zT9TE13rocw




Ihr ambulanter Pflegedienst in Berlin Lichtenberg HU-MA Pflege GmbH

http://peterthiel.de/anne-merkel.html


Hinterlegte Jahresabschlussunterlagen der Moving Circles HU-MA Unternehmensberatung GmbH
Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) HRB 230617
...
Alle hinterlegten Dokumente für Stichtage zwischen 01.01.2022 und 31.12.2022
(1 Dokument)
2021
Alle hinterlegten Dokumente für Stichtage zwischen 01.01.2021 und 31.12.2021
(1 Dokument)

https://www.unternehmensregister.de

 

 

HU-MA Pflege GmbH, Berlin

Rechnungslegung / Finanzberichte

Bundesanzeiger
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011
Datum: 15.02.2013
Sprache: Deutsch

UNTERNEHMENS-
REGISTER
– Seite 1 von 4 –
Tag der Erstellung: 15.02.2013
Auszug aus dem Unternehmensregister
HU-MA Pflege GmbH
Berlin
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vorname und Familienname Ausgeübter Beruf Vertretungsbefugnis
Herr Marco Huth. Geschäftsführer Einzelvertretungsbefugnis
Herr Kai Maschmann. Geschäftsführer Einzelvertretungsbefugnis
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestanden keine Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB zum Bilanzstichtag.
Berlin, den 31.01.2013
HU-MA Pflege GmbH
Weserstr. 29 , 10247 Berlin
Geschäftsführung:
gez.
Herr Huth und Herr Maschman

https://www.unternehmensregister.de

 

 




Anne-Dore Merkel

Aktiv

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54 Jahre

Letzte Meldung: 02.12.2021

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direkter Verbindung mit Anne-Dore Merkel
Kai Oliver Maschmann
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Anne-Dore Merkel
Geschäftsführer
seit Dez. 2021
Moving Circles HU-MA Unternehmensberatung GmbH
Geschäftsführer
seit Dez. 2021
Kai Oliver Maschmann
Es gibt noch 3 weitere Verbindungen, welche nicht angezeigt werden
Bekanntmachungen

Bekanntmachung 672103/2021 - 01.12.2021

Veränderung
Moving Circles HU-MA Unternehmensberatung GmbH, in Berlin,
Gesellschaft mit beschränkter Haftung, HRB 230617 Amtsgericht
Berlin (Charlottenburg)

Eingetragene Personen neu:
Kai Oliver Maschmann, Geschäftsführer, Schönefeld,
alleinvertretungsberechtigt
Anne-Dore Merkel, Geschäftsführerin, Berlin,
alleinvertretungsberechtigt

Ausgeschiedene Personen und erloschene Unterschriften:
Gerrit Goder, Geschäftsführer

https://www.companyhouse.de/p/Anne-Dore-Merkel-Tz1-8bShqLuJcpnV4p41MEh9Wmo

 

 


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